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RA_UJSCHWERIN
RA_UJSCHWERIN, Rechtsanwalt
Kategorie: Familienrecht
Zufriedene Kunden: 2625
Erfahrung:  Rechtsanwältin
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Hallo, folgende Frage: Mein Mann und ich sind seit Anfang

Kundenfrage

Hallo,

folgende Frage: Mein Mann und ich sind seit Anfang des Jahres getrennt. Seit März 2012 haben wir auch getrennte Wohnungen.

Ich blicke bei den Finanzen nicht durch. Mein Mann verdient 90.000 Euro brutto im Jahr. Kindergeld von 2 Kindern (4 und 6 jahre) geht auf sein Konto. Er und die Kinder sind privat versichert. Steuerklasse 3.

Ich verdiene 25.000 Euro brutto im Jahr. Steuerklasse 5. Gesetzlich versichert.

Monatlich zahlt er mir im Moment 1.300 Euro. Allein die Wohnungsmiete beträgt 1.250 Euro. Die Kinder wohnen bei mir, allerdings zahlt er Kindergartengebühr und Schulgebühr, da Sie teilweise ganztags betreut sind. Desweiteren übernimmt er meine Autoversicherung, BU und eine Lebensversicherung, welches zusammen einen monatlichen Betrag von 180 Euro ergibt.

Im September erhalte ich eine Abfindung in Höhe von 14.000 Euro auf mein Konto, da ich einen Aufhebungsvertrag unterschrieben habe. Starte aber ab Oktober bei einem neuen Arbeitgeber zu gleíchem Gehalt.

Frage 1: Ist der Unterhalt fair?
Frage 2: Lohnt sich ein Steuerklassenwechsel zum September?
Frage 3: Wie ist ungefähr der Unterschied zwischen Trennungsunterhalt und Unterhalt nach vollzogener Scheidung?

Vielen Dank XXXXX XXXXX Beantwortung Ihrer Fragen.

E. Häfner
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Familienrecht
Experte:  RA_UJSCHWERIN hat geantwortet vor 5 Jahren.
Werte Fragestellerin,

wie hoch ist der Beitrag für die KV Ihres Mannes?
Wich hoch sind die Beiträge für die PKV der Kinder und die Betreuungsgebühren für Kindergarten und Schule?
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.

PKV Mann: 350 Euro


PKV Kinder: 260 Euro


Betreeungsgebühren Schule und Kita: 245 Euro

Experte:  RA_UJSCHWERIN hat geantwortet vor 5 Jahren.
Werte Fragestellerin,

vielen Dank für die weiteren Angaben.

Ihre Ehemann dürfte hiernach über ein monatliches Nettoeinkommen von etwa 4.900 € verfügen, während Sie ein solches von etwa 1.160 € haben.

An erster Stelle sind die Kindesunterhaltsbeträge zu ermitteln.

Da Ihr Ehemann das Kindergeld bezieht, haben Sie Anspruch auf den vollen Tabellenutnerhalt der Kinder laut Düsseldorfer Tabelle.

Der Kindesunterhalt ist nach der Einkommensgruppe 10 der Düsseldorfer Tabelle zu bestimmen und hier nach der 1. und 2. Altersstufe.

Ihnen steht damit Kinderunterhalt in Höhe von 508 € und 583 € zu. Sie erhalten also für beide Kinder 1.091 €.

Hierneben muss der Vater die PKV der Kinder und die Schule und Kita bezahlen. Dies stellt einen Gesamtbetrag von 505 € dar.

Sowohl Kindesunterhalt als auch die weiteren Kosten werden von seinem Einkommen abgezogen. Es verbleiben 3.304 €.

Die Einkommensdifferenz zwischen Ihrem Einkommen von 1160 € und dem Einkommen Ihres Ehemannes in Höhe von rund 3.300 € beträgt damit 2.140 €. Hiervon stehen Ihnen Trennungsunterhalt in Höhe von 3/7 zu, dies stellt einen Betrag von rund 917 € dar.

Ihr Ehemann muss also neben der PKV und den Betreuungskosten für die Kinder 1.091 € und für Sie 917 € bezahlen. Dies stellt einen Gesamtunterhaltsbetrag von 2008 € dar. Die aktuellen Zahlungen sind daher definitiv zu niedrig angesetzt.

Ein Steuerklassenwechsel ist nur im Einvernehmen mit Ihrem Ehemann im September möglich. Ansonsten ändern sich Ihre Steuerklassen erst im Januar 2013. Dann reduzieren sich aber natürlich alle Unterhaltsansprüche, weil Ihr Ehemann ein deutlich niedriges Einkommen erzielen wird.

Ihre Abfindung ist kein Einkommensersatz, so dass Sie sich nur die Zinsen aus dem Kapitalbetrag als Einkommen anrechnen lassen müssen. Allerdings unterliegt der Betrag dann dem ehelichen Zugewinnausgleich im Falle einer Scheidung.

Der nacheheliche Unterhalt ist schwer im voraus berechenbar, denn hierzu benötigt man sehr viele Angaben. Es wird aber so sein, dass Sie nur für eine befristete Zeit einen Anspruch auf nachehelichen Unterhalt haben. Die Dauer hängt von der Kinderbetreuung und der Ehedauer ab. Die Höhe von verschiedenen Faktoren, insbesondere ehebedingter Nachteile aufgrund von Kinderbetreuung.

Berechnet wird der Unterhalt aber genauso wie der Trennungsunterhalt.

Aufgrund Ihrer Schilderung halte ich es aber für dringend ratsam eine exakte Unterhaltsberechnung von einem Fachanwalt für Familienrecht vorzunehmen.

Bitte fragen Sie gerne nach, wenn noch Unklarheiten bestehen. Ich freue mich über eine positive Bewertung von Ihnen, wenn ich Ihre Frage bereits abschließend beantwortet habe.
Experte:  RA_UJSCHWERIN hat geantwortet vor 5 Jahren.
Werte Fragestellerin,

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