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RASchiessl
RASchiessl, Rechtsanwalt
Kategorie: Familienrecht
Zufriedene Kunden: 26451
Erfahrung:  Fachanwalt für Familienrecht über 16 Jahre Berufserfahrung
32916861
Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Familienrecht hier ein
RASchiessl ist jetzt online.

Hallo bin seit 2010 geschieden. Wir haben einen Sohn der ist

Kundenfrage

Hallo bin seit 2010 geschieden. Wir haben einen Sohn der ist im Mai 9 geworden.
Meine ExFrau geht 25 Stunden die Woche arbeiten ca. 1100,00€ Netto, zusätzlich gibt Sie Sportstunden bei der VHS ca. 300,00€ im Jahr und arbeitet nebenberuflich als Fitnesstrainerin auf 400,00€ mtl.
Ich habe vor der Scheidung Unterhalt für das Kind gezahlt für Sie nichts.
Seit der Scheidung zahle ich auch noch für Sie.

Meine Frage nun: Wie lange muss ich für Sie zahlen?
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Familienrecht
Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank XXXXX XXXXX Anfrage.

In der Sache nehme ich Stellung wie folgt:

Wie hoch ist denn Ihr monatliches Einkommen?

Mit freundlichen Grüßen


Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Ich war zum Zeitpunkt der Scheidung und während der Ehe selbstständig. Hatte dort ca. ein Nettoeinkommen von 24.000€ vor Steuern. Zum jetzigen Zeitpunkt bin ich im Angestelltenverhältniss und habe 2.800 € Brutto
Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank XXXXX XXXXX Anfrage.

In der Sache nehme ich Stellung wie folgt:

In diesem Falle haben Sie eine Nettoeinkommen von etwa 1700 EUR. Das Einkommen Ihrer Frau nehme ich mit etwa 1525 EUR an.

Soweit Sie noch Unterhalt für Ihren Sohn zahlen, müssen Sie keinen nachehelichen Unterhalt bezahlen.

Ich habe das nachstehend durchgerechnet:


Namen der nur Unterhaltspflichtigen
-----------------------------------
Mann
Namen der (auch) unterhaltsberechtigten Partner
-----------------------------------------------
Frau
Namen des Kindes/der Kinder
---------------------------
K9, 9 Jahre alt

Zuordnungen
===========
Partnerunterhalt
----------------
Mann ist unterhaltspflichtig gegenüber Frau.
Verpflichtung von Mann gegenüber Frau
-------------------------------------
Datum der Eheschließung . . . . . . . 2000
Datum der Scheidung . . . . . . . . 2010
Der Unterhaltsanspruch beruht auf §§ 1569ff BGB.
Kindesunterhalt
---------------
K9 ist ein Kind von Mann.
K9 ist ein Kind von Frau.

Bedarf und Leistungsfähigkeit
=============================

Ehegatten/Partner
=================
Frau
----
Einkommen von Frau . . . . . . . . . 1.525,00 Euro
abzüglich pauschaler berufsbedingter Aufwendungen -76,25 Euro
------------------
unterhaltsrechtliches Einkommen . . . . 1.449,00 Euro

Mann
----
Einkommen von Mann . . . . . . . . . 1.700,00 Euro
abzüglich pauschaler berufsbedingter Aufwendungen -85,00 Euro
------------------
unterhaltsrechtliches Einkommen . . . . 1.615,00 Euro

Kinder
======
K9, 9 Jahre
-----------
K9 lebt bei Frau.
Frau erfüllt die Unterhaltspflicht durch Pflege und Erziehung.
Frau erhält das Kindergeld von 184,00 Euro

Berechnung des Kindesunterhalts
===============================

Unterhaltspflichten von Mann
----------------------------
aus dem Einkommen von Mann in Höhe von
  . . . . . . . . 1.615,00 Euro
ergibt sich
Kindesunterhalt nach der Düsseldorfer Tabelle, Stand 11
Gruppe 2: 1501-1900, BKB: 1050

gegenüber K9
------------
Tabellenunterhalt DT 2/2 383,00 Euro
abzüglich Kindergeld . . . -92,00 Euro
------------------
291,00 Euro

Unterhaltspflichten von Frau
----------------------------

gegenüber K9
------------
Frau erfüllt die Unterhaltspflicht durch Pflege und Erziehung.

Berechnung des Gatten/Partnerunterhalts
=======================================
Einkommen von Frau
------------------
Einkommen . . . . . . . . . . . . 1.449,00 Euro

Bedarf nach Additionsmethode
----------------------------
Einkommen von Mann . . . . . . . . . 1.615,00 Euro
abzüglich Kindesunterhalt . . . . . . -291,00 Euro
------------------
bleibt . . . . . . . . . . . . . 1.324,00 Euro
abzüglich Erwerbsbonus - 1324 * 10% = -132,00 Euro
Einkommen von Frau . . . . . . . . . 1.449,00 Euro
abzüglich Erwerbsbonus - begrenzt auf den Bonus der Pflichtigen
  . . . . . . . . . . . . . . -132,00 Euro
------------------
Gesamtbedarf . . . . . . . . . . . 2.509,00 Euro
Einzelbedarf 2509 / 2 = . . . . . . . 1.255,00 Euro

Unterhalt von Frau
------------------
Eigeneinkommen . . . . 1.449,00 Euro
abzüglich Erwerbsbonus - begrenzt auf den Bonus der Pflichtigen
  . . . . . . . . . -132,00 Euro
abzüglich Einkommen . . . . . . . -1.317,00 Euro
------------------
Unterhalt . . . . . . . . . . . . -62,00 Euro
Es besteht kein Unterhaltsanspruch.

Prüfung auf Leistungsfähigkeit
==============================

Mann
----
Mann bleibt 1615 - 291 = . . . . . . . 1.324,00 Euro
Das unterschreitet nicht den notwendigen Selbstbehalt von
  . . . . . . . . . . . . . . 950,00 Euro

Verteilungsergebnis
===================
Mann . . . . . . . . . . . . . 1.324,00 Euro
Frau . . . . . . . . . . . . . 1.541,00 Euro
davon Kindergeld . . . 92,00 Euro
K9 . . . . . . . . . . . . . . 383,00 Euro
davon Kindergeld . . . 92,00 Euro
------------------
insgesamt . . . . . . . . . . . . 3.248,00 Euro

Zahlungspflichten
=================
Mann zahlt an
-------------
K9 . . . . . . . . . . . . . . 291,00 Euro


Selbst wenn Ihr Einkommen höher wäre trifft Ihre Exfrau bei einen 9 Jahre alten Kind eine Obliegenheit zu einer vollschichtigen Tätigkeit. Soweit sie nur 25 Stunden arbeitet, wird sie fiktiv behandelt, als würde sie Vollzeit arbeiten, dies würde natürlich zu einer Erhöhung des Einkommens Ihrer Exfrau führen. Und somit ebenfalls zum Fortfall der Unterhaltspflicht.




Wenn Sie Rückfragen haben, dann fragen Sie gerne nach.

Ansonsten bitte ich Sie höflich meine Antwort positiv zu bewerten und damit das ausgelobte Honorar freizugeben.




Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt

RASchiessl und weitere Experten für Familienrecht sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Vielen Dank für Ihre Antwort!
Nur noch eine Frage:
Kann man das irgendwo beantragen, dass man diesen nachehelichen Unterhalt nicht mehr zahlen muss?
Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

In der Sache nehme ich Stellung wie folgt:

Ja, natürlich.

Soweit Sie zum nachehelichen Unterhalt durch Beschluss seitens des Familiengerichts verurteilt wurden, müssen Sie einen Abänderungsantrag bei Gericht stellen.


Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt

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