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RA_UJSCHWERIN
RA_UJSCHWERIN, Rechtsanwalt
Kategorie: Familienrecht
Zufriedene Kunden: 2625
Erfahrung:  Rechtsanwältin
61158677
Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Familienrecht hier ein
RA_UJSCHWERIN ist jetzt online.

Guten Tag,es geht um einen Ehevertrag (ja oder nein). Mein

Kundenfrage

Guten Tag,

es geht um einen Ehevertrag (ja oder nein). Mein Verlobter ist dagegen und ich würde gerne wissen ob ein Ehevertrag für uns tatsächlich nötig/ von Vorteil wäre.
Mein Verlobter hat zwei minderjähriger Kinder aus geschiedener Ehe, wir gehen beide arbeiten, kein Eigentum.
1)Benötige ich einen Ehevertrag wenn ich nicht für den Unterhalt mitaufkommen möchte (wenn mein zukünftiger Mann evtl. arbeitslos wäre, krank werden würde oder ihm etwas passiert)? - Wie sieht das ohne Ehevertrag aus?

2) Wenn einer von uns in der Ehe das Familienhaus erbt - wie sieht das ohne Ehevertrag im Falle einer Scheidung aus (bleibt es im jeweiligen Besitz oder fällt es unter den "Hammer")?

3) Wenn wir eigene Kinder bekommen und die Ehe auseinandergeht: Wäre er ohne Ehevertrag für den Unterhalt verpflichtet?

4) Wenn die Ehe ohne Ehevertrag auseinandergeht - müsste ich evtl. Kredite/ Verpflichtungen bezahlen wenn er sie in der Ehe abgeschlossen hat und dann aber nicht mehr bezahlen kann?

Das wären so meine Hauptanliegen - am wichtigsten jedoch Frage 1.

VIELEN DANK.

MfG
E.B.
Gepostet: vor 4 Jahren.
Kategorie: Familienrecht
Experte:  RA_UJSCHWERIN hat geantwortet vor 4 Jahren.
Werte Fragestellerin,

vielen Dank XXXXX XXXXX Nutzung von Justanswer:

Zu Ihrer einzelnen Fragen möchte ich gerne wie folgt Stellung nehmen:

1)Benötige ich einen Ehevertrag wenn ich nicht für den Unterhalt mitaufkommen möchte (wenn mein zukünftiger Mann evtl. arbeitslos wäre, krank werden würde oder ihm etwas passiert)? - Wie sieht das ohne Ehevertrag aus?

Ob mit oder ohne Ehevertrag. Sie können nicht für den Unterhalt der Kinder Ihres künftigen Ehemannes aus erster Ehe herangezogen werden. Die Unterhaltspflicht besteht diesen Kindern gegenüber nur für Ihren Ehemann. Sie müssen sich hier also keine Gedanken machen.

2) Wenn einer von uns in der Ehe das Familienhaus erbt - wie sieht das ohne Ehevertrag im Falle einer Scheidung aus (bleibt es im jeweiligen Besitz oder fällt es unter den "Hammer")?

Sowohl Erbschaften als auch Schenkungen, die ein Ehegatte während der Ehe macht bzw. erhält, unterliegen nicht dem Zugewinnausgleich. Hierbei handelt es sich um privilegiertes Vermögen, welches im Falle einer Scheidung nicht der Teilung unterliegt.

3) Wenn wir eigene Kinder bekommen und die Ehe auseinandergeht: Wäre er ohne Ehevertrag für den Unterhalt verpflichtet?

Selbstverständlich wäre Ihr künftiger Ehemann hier unterhaltsverpflichtet. Vielmehr ist es ja sogar so, dass mit einem Ehevertrag meist nur Unterhaltsansprüche ausgeschlossen werden. Sie haben auch ohne Ehevertrag Anspruch auf Unterhalt.

4) Wenn die Ehe ohne Ehevertrag auseinandergeht - müsste ich evtl. Kredite/ Verpflichtungen bezahlen wenn er sie in der Ehe abgeschlossen hat und dann aber nicht mehr bezahlen kann?

Nein, Sie müssen nur für Kredite haften, die Sie gemeinsam mit Ihrem Ehemann abschließen. Wenn Ihr Ehemann Kredite während der Ehe alleine abschließt, dann muss er auch nach einer Scheidung weiterhin alleine für diese aufkommen. Nur für gemeinsame Schulden haften die Eheleute auch nach einer Scheidung gemeinsam.


Bitte fragen Sie gerne nach, wenn noch Unklarheiten bestehen. Ich freue mich über eine positive Bewertung von Ihnen, wenn ich Ihre Frage bereits abschließend beantwortet habe.
Experte:  RA_UJSCHWERIN hat geantwortet vor 4 Jahren.
Werte Fragestellerin,

Sie haben inzwischen meine Antwort gelesen. Haben Sie noch Fragen? Gerne beantworte ich Ihnen diese.

Sollte Ihre Anfrage bereits abschließend beantwortet sein, freue ich mich über eine positive Bewertung von Ihnen, denn erst dadurch wird die Beratung bezahlt. Vielen Dank!
Experte:  RA_UJSCHWERIN hat geantwortet vor 4 Jahren.
Werte Fragestellerin,

gibt es technische Probleme mit der Bewertung? Wenn dem so ist, teilen Sie mir dies bitte mit. Vielen Dank!
Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.
Guten Tag Frau Schwerin,

vielen Dank erstmal für Ihre Antwort.

zu 2) Bedeutet das, wenn ich während der Ehe von einem Elternteil etwas geerbt (z.B. Elternhaus) oder geschenkt bekomme kann mein Ehemann im Falle der Scheidung DEFINITIV nicht ran oder gibt es irgendwelche Konstellationen wo es doch sein könnte? Ist es ein Unterschied wenn ich etwas erbe ob das noch zu Lebzeiten des Elternteils ist oder nicht?

zu3) Wie sieht das denn aus wenn ich mehr verdienen würde - müsste ich ihm nach einer Scheidung Unterhalt o.ä. zahlen (generell und wenn er arbeitslos o.ä. sein sollte)? Falls ja - kann man so etwas in einem Ehevertrag ausschließen lassen?

Nochmals Danke.

Mit freundlichen Grüßen,
E.B.
Experte:  RA_UJSCHWERIN hat geantwortet vor 4 Jahren.
Werte Fragestellerin,

gerne nehme ich zu Ihrer Nachfrage wie folgt Stellung:

zu 2)
Schenkungen und Erbschaften sind während der Ehe privilegierte Vermögenserwerbe. Dies bedeutet, dass der Ehepartner hieran nicht partizipiert. Hierbei gibt es keinen Unterschied ob es eine Schenkung zu Lebzeiten ist oder aber eine Erbschaft.

Wenn es zu einer Scheidung kommt, dann wird der Zugewinnausgleich ermittelt. Es wird also für jeden Ehegatten das Vermögen am Ende der Ehe festgestellt, inklusive der Vermögenswerte, die durch Schenkung und Erbschaft während der Ehe hinzugekommen sind.

Jetzt kommt die Besonderheit vom Endvermögen im Falle der Scheidung wird das Anfangsvermögen bei der Ermittlung des Zugewinnausgleichs abgezogen. Zum Anfangsvermögen gehören also das Vermögen, welches Sie zum Zeitpunkt der Ehe hatten und darüber hinaus auch die Schenkungen und Erbschaften, die Sie während der Ehe erhalten haben. Das Endvermögen schmälert sich dadurch erheblich und damit auch der Zugewinn.

Wenn eine Immobilie während der Ehe zwischen Schenkung/Erbschaft und Scheidung einen Wertzuwachs hat, dann würde rein theoretisch dieser Wertzuwachs in den Zugewinn einfließen. Hier sieht das Gesetz aber vor, dass das Anfangsvermögen (also auch Erbschaft und Schenkung) anhand des Lebenshaltungsindexes zu indexieren sind, damit der Kaufkraftschwund der Schenkung/Erbschaft aufgefangen ist.

Es ist also unwahrscheinlich, dass Ihr Ehemann auch an einem Wertzuwachs teilnehmen würde.

zu 3) Wenn Sie ein höheres Einkommen haben, dann trifft Sie zumindest während der Trennungszeit, also bis zur Rechtskraft der Scheidung unter Umständen eine Unterhaltspflicht. Auf den Trennungsunterhalt kann auch nicht wirksam durch Ehevertrag verzichtet werden. Dies ist gesetzlich so vorgesehen.

Beim nachehelichen Unterhalt ist es immer schwer abschätzbar, ob ein solcher später zu zahlen ist. Bezüglich des nachehelichen Unterhaltes kann daher eine Vereinbarung in Form eines Ehevertrages durchaus sinnvoll sein, dass hier ein Verzicht vereinbart wird.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen weiterhelfen und freue mich über eine positive Bewertung meiner Antwort. Gerne können Sie auch nochmals Nachfragen stellen.

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