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RASchiessl
RASchiessl, Rechtsanwalt
Kategorie: Familienrecht
Zufriedene Kunden: 27049
Erfahrung:  Fachanwalt für Familienrecht über 16 Jahre Berufserfahrung
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RASchiessl ist jetzt online.

Hallo, ich bin geschieden und mein 14jähriger Sohn lebt

Kundenfrage

Hallo,

ich bin geschieden und mein 14jähriger Sohn lebt seit 10/11 bei mir. Vorher lebte er beim Vater und ich zahlte regelmäßig Unterhalt. Ich habe im November 2011 über das Jugendamt meinen Anspruch auf Unterhalt bei meinem Ex-Mann anmelden lassen. Er hat auch alle erforderlichen Unterlagen dort eingereicht, und das Jugendamt meinte, dass er keinen Unterhalt zahlen müsse, da er selbst zuwenig hat. Inzwischen haben wir unser Haus verkauft und er soll den Mindestunterhalt zahlen. Er hat aber lediglich eine Jugendamtsurkunde über 180 Euro ab 1.7.2012 beigebracht. Was ist jetzt mit der Vergangenheit? Ich habe doch den Unterhalt bei ihm angemeldet und möchte jetzt eine Nachzahlung für die vergangenen Monate. Reicht das, oder muss ich extra einen Titel haben?
Außerdem ist es nicht gesichert, dass er nun wirklich die nächsten Jahre zahlt oder das Geld anderweitig trickreich ausgibt. Kann ich den Unterhalt für die nächsten 3 Jahre nicht aus dem jetzt vorhandenen Vermögen in einer Summe fordern?

Vielen Dank.
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Familienrecht
Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

In der Sache nehme ich Stellung wie folgt:

Soweit die Jugendamtsurkunde eine Zahlung ab dem 01.07.2012 vorsieht, können Sie damit leider keinen Unterhalt für die Vergangenheit fordern.

Sie müssen den Unterhalt für die Vergangenheit vielmehr gesondert geltend machen. Sie benötigen hierfür einen gesonderten Titel.

Dabei ist es für den Zahlungsverzug ausreichend, dass Sie oder das Jugendamt den Kindsvater zur Auskunft über sein Einkommen und Vermögen aufgefordert haben. Allein dadurch kommt er bereits mit der Unterhaltszahlung in Verzug.

Den zukünftigen Unterhalt können Sie leider nicht einfordern.

Dies ergibt sich aus § 1612 BGB.

Danach ist der Unterhalt in Form einer Geldrente monatlich im Voraus zu bezahlen. Eine Zahlungspflicht über diese Geldrente hinaus hat der Gesetzgeber leider nicht vorgesehen.




Wenn Sie Rückfragen haben, dann fragen Sie gerne nach.

Ansonsten bitte ich Sie höflich meine Antwort positiv zu bewerten und damit das ausgelobte Honorar freizugeben.




Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt


Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Hallo, danke für die Antwort. Allerdings war noch die Frage, was ich tun kann, damit mein Ex wirklich sein Vermögen so einteilt, dass er mir davon die nächsten Jahre den Unterhalt zahlen kann. Welche Möglichkeit gibt es da?

Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

In der Sache nehme ich Stellung wie folgt:

Auf die Einteilung des Vermögens Ihres Ex haben Sie leider keinen Einfluss.

Sollte der Ex sein Vermögen jedoch verschleudern, so wird er so behandelt, als wäre dieses Vermögen noch vorhanden. Dieses sogenannte fiktive Vermögen wird dann der Unterhaltsberechnung zugrundegelegt. Das hat zur Folge, dass der Ex mehr zu zahlen hat, als nach seinen Einkommens- und Vermögensverhältnissen zu zahlen wäre.



Wenn Sie Rückfragen haben, dann fragen Sie gerne nach.

Ansonsten bitte ich Sie höflich meine Antwort positiv zu bewerten und damit das ausgelobte Honorar freizugeben.




Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt