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RA_UJSCHWERIN
RA_UJSCHWERIN, Rechtsanwalt
Kategorie: Familienrecht
Zufriedene Kunden: 2625
Erfahrung:  Rechtsanwältin
61158677
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RA_UJSCHWERIN ist jetzt online.

Sehr geehrte Damen und Herren, ichstehe kurz vor der Scheidung.

Kundenfrage

Sehr geehrte Damen und Herren,
ichstehe kurz vor der Scheidung. Meine Frau arbeitet ebenfalls, hat aber das deutlich niedrigere Einkommen. Meine Frage: Was hat in diesem Zusammenhang die Frage des Arbeitsanreizes (1/7) zu tun? und wer kann ihn für sich geltend machen? Für Ihre Antwort bereits jetzt besten Dank.

MFG Gerhard Staudinger
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Familienrecht
Experte:  RA_UJSCHWERIN hat geantwortet vor 5 Jahren.
Werter Fragesteller,

zu Ihrem Anliegen möchte ich gern wie folgt ausführen:

Bei der Ermittlung von Unterhaltsansprüchen wird der Erwerbstätigenbonus in Höhe von 1/7 vom Einkommen abgezogen.

Dies bedeutet, dass zunächst das unterhaltsrechtlich relevante Einkommen ermittelt wird. Hierzu wird das Einkommen der letzten 12 Monate inklusive aller Zuschläge und Sonderzahlung herangezogen. Wenn Sie eine Einkommensteuererstattung erhalten haben, dann wird diese ebenfalls zum Einkommen hinzugerechnet.

Aus den Gesamteinnahmen wird dann ein durchschnittliches monatliches Nettoeinkommen berechnet.

Dieses unterliegt dann zunächst der normalen Bereinigung. Es können berufsbedingte Aufwendungen, entweder mit einer Pauschale von 5 % oder den tatsächlichen Kilometern, eine private Altersvorsorge bis maximal 4 % des Jahresbruttoeinkommens (dann aber umgelegt auf den Monat, Schulden aus der Ehe, abgezogen werden.

Dies stellt dann das bereinigte Nettoeinkommen dar.

Im letzten Schritt wird dann jedem Ehegatten mit Erwerbseinkommen vom bereinigten Einkommen 1/7 nochmals abgezogen. Dies ist der Erwerbstätigenbonus bzw. wie der von Ihnen beschriebene Arbeitsanreiz.

Der sich dann ergebende Betrag ist das unterhaltsrechtlich relevante Einkommen.

Von der Einkommensdifferenz der Ehegatten, steht dann dem weniger verdienenden Ehegatten die Hälfte der Einkommensdifferenz als Unterhaltsanspruch zu.

Dabei ist im letzten Schritt noch der Selbstbehalt des unterhaltspflichtigen Ehegatten zu prüfen. Dieser beträgt 1.050 €.

Bitte fragen Sie gerne nach, wenn noch etwas unklar geblieben ist.
Experte:  RA_UJSCHWERIN hat geantwortet vor 5 Jahren.
Werter Fragesteller,

zu Ihrem Anliegen möchte ich gern wie folgt ausführen:

Bei der Ermittlung von Unterhaltsansprüchen wird der Erwerbstätigenbonus in Höhe von 1/7 vom Einkommen abgezogen.

Dies bedeutet, dass zunächst das unterhaltsrechtlich relevante Einkommen ermittelt wird. Hierzu wird das Einkommen der letzten 12 Monate inklusive aller Zuschläge und Sonderzahlung herangezogen. Wenn Sie eine Einkommensteuererstattung erhalten haben, dann wird diese ebenfalls zum Einkommen hinzugerechnet.

Aus den Gesamteinnahmen wird dann ein durchschnittliches monatliches Nettoeinkommen berechnet.

Dieses unterliegt dann zunächst der normalen Bereinigung. Es können berufsbedingte Aufwendungen, entweder mit einer Pauschale von 5 % oder den tatsächlichen Kilometern, eine private Altersvorsorge bis maximal 4 % des Jahresbruttoeinkommens (dann aber umgelegt auf den Monat, Schulden aus der Ehe, abgezogen werden.

Dies stellt dann das bereinigte Nettoeinkommen dar.

Im letzten Schritt wird dann jedem Ehegatten mit Erwerbseinkommen vom bereinigten Einkommen 1/7 nochmals abgezogen. Dies ist der Erwerbstätigenbonus bzw. wie der von Ihnen beschriebene Arbeitsanreiz.

Der sich dann ergebende Betrag ist das unterhaltsrechtlich relevante Einkommen.

Von der Einkommensdifferenz der Ehegatten, steht dann dem weniger verdienenden Ehegatten die Hälfte der Einkommensdifferenz als Unterhaltsanspruch zu.

Dabei ist im letzten Schritt noch der Selbstbehalt des unterhaltspflichtigen Ehegatten zu prüfen. Dieser beträgt 1.050 €.

Bitte fragen Sie gerne nach, wenn noch etwas unklar geblieben ist.