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RAScholz
RAScholz, Rechtsanwalt
Kategorie: Familienrecht
Zufriedene Kunden: 1982
Erfahrung:  Rechtsanwalt
33130353
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RAScholz ist jetzt online.

Guten Tag, ich habe folgende Frage zum Unterhaltsrecht.Mein

Kundenfrage

Guten Tag,
ich habe folgende Frage zum Unterhaltsrecht.Mein Sohn ist 20 Jahre geworden.Bis herhabe ich Barunterhalt auf das Konto meiner Ex Frau geleistet.Seit dem 3 Lebensjahr meines Sohnes.Meine Exfrau ist selber Berufstätig.Sie erhält auf heute noch das voll Kindergeld.Mein Sohn beabsichtigt ab Herbst zu studieren,dies ist jedoch noch nicht sicher.Er hat seit ca 2 Jahren unrerschiedlich feste Einkünfte ca. 150 Euro als Mitarbeiter bei einer Zeitung.Mein Netto Einkommen liegt bei Ca 3200 Euro,das meiner Frau in etwa bei 2800 Euro.Folgende Fragen:
Geht das Kindergeld auf das Konto meines Sohnes?Wie hoch ist der Anspruch meines Sohnes an die Eltern?Meines Wissens ist meine Exfrau auch ab dem 18 Lebensjahres unseres Sohnes Barunterhaltspflichtig.Wie hoch ist dieser bei den hier genannten Eckdaten.Ich bitte um Antwort.Besten Dank
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Familienrecht
Experte:  RAScholz hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

der Unterhaltsanspruch bedient das Kind. Es ist da zunächst nicht weiter erheblich, auf welches Konto der gezahlt wird, Hauptsache ist, dass Sie nachweisen können, dass Sie zahlen.

Seit dem 18. Lebensjahr sind beide Eltern barunterhaltspflichtig. Auszugehen ist auch zunächst von der Summe der beiderseits zur Verfügung stehenden Nettoeinkommen.

In Ihrem Falle läge der Anspruch des Kindes grundsätzlich bei einem Zahlbetrag (Kindergeld bereits berücksichtigt) von 597 Euro. Nachdem Sie etwas mehr als die Hälfte verdienen, müssen Sie auch etwas mehr als die Hälfte dieses Anspruches bedienen. Ich gehe hier davon aus, dass die von Ihnen genannten Einkommen bereinigte Nettoeinkommen sind.

Wenn das Kind studiert und außer Haus lebt, hat es grundsätzlich ein von obiger Rechnung abweichenden Anspruch i. H. v. 670,- Euro, für den wiederum anteilige Haftung der Eltern nach dem Verhältnis ihrer Einkommen besteht.

Bei Unklarheiten fragen Sie nach.

Mit freundlichen Grüßen

Scholz
Rechtsanwalt



Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.

Folgende Nachfrage,

Kann ich den Zahlungsmodus mit meinem Sohn eigenständig abändern.Das bedeutet z.b ab 1.6.2012 den genannten Bertrag ca 50 % auf sein Konto überweisen?Bedarf es der Zustimmung der Mutter?Wie ist das regelmässige Einkommen durch meinen Sohn zu beurteilen.ca 150 bis 200 Euro im Monat? Letzte Frage.Mein Sohn hat zum 18 Lebensjahr von einem nahestehenden Bekannten 18000 Euro erhalten. Wie sieht durch diese weiteren Eckdaten meine Situation aus.Danke

Experte:  RAScholz hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

die Zahlung können sie in Abstimmung mit den Sohn auf dessen Konto oder woanders hin überweisen, das ist möglich und bedarf nicht der Zustimmung der Mutter.

Wenn der Sohn den vollen Unterhalt i. H. v. 670,- Euro von ihnen beiden erhält, muss er sich die Hälfte seines Verdienstes anrechnen lassen, wobei zuvor vom Verdienst ein Teil als berufsbedingte Aufwendungen abzuziehen wäre. Von daher hätte sich der Sohn beim Einkommen von 200,- Euro etwa 80,- Euro anzurechnen lassen.

Was den Einsatz von Vermögen angeht, ist alles Einzelfallfrage. Die Rechtsprechung geht i. d. R. davon aus, dass der Student Vermögen insoweit einzusetzen hat, als gemessen am Vermögensbestand der Aufwand aus dem Vermögen zur Finanzierung des Studiums eher gering ist, bspw. braucht der Sohn von den 18TSD Euro in den nächsten Jahren nur 5000,- Euro. Jedenfalls aber billigt die Rechtssprechung dem Studenten einen Notgroschen zu, der nicht zu verwerten ist. Darüber hinaus stellt die Rechtssprechung auch darauf ab, wofür eine Vermögenszuwendung an das Kind gemacht worden ist: Geschah dies erkennbar deshalb, um die Eltern zu entlasten, ist dem Kind zumutbar, das Vermögen bis auf den Notgroschen für die Ausbildung und damit zur Entlastung der Eltern zu verwenden. Geschah die Zuwendung aus anderen Gründen, wäre der Einsatz nicht ohne Weiteres bis auf den Notgroschen zumutbar. Hier wäre wiederum eine Abwägung von zu erwartenden Kosten im Verhältnis zur Zuwendung zu machen.

Grundsätzlich kann also hier gesagt werden: Einen Teil muss das Kind einsetzen, wieviel genau, ist Einzelfallfrage.

Mit freundlichen Grüßen

Scholz
Rechtsanwalt
RAScholz und weitere Experten für Familienrecht sind bereit, Ihnen zu helfen.
Experte:  RAScholz hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

lassen Sie mich ergänzen:

Auf den Unterhaltsanspruch des Kindes, das außer Haus lebt und studiert, ist das Kindergeld noch anzurechen als 670-184=486. Diesen Bedarf haben die Eltern dann nach dem Verhältnis ihrer Einkommen dann zu decken.

Mit freundlichen Grüßen

Scholz
Rechtsanwalt

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