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Tobias Rösemeier
Tobias Rösemeier, Rechtsanwalt
Kategorie: Familienrecht
Zufriedene Kunden: 16816
Erfahrung:  selbständiger Rechtsanwalt
37896974
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Tobias Rösemeier ist jetzt online.

Vor 7 Jahren ist meine Partnerin mit unseren 2 Kindern ausgezogen.

Kundenfrage

Vor 7 Jahren ist meine Partnerin mit unseren 2 Kindern ausgezogen. Ich habe sie finanziell unterstuetzt ( Wir haben zu der Zeit im Ausland gelebt). Dann ist sie nach Deutschland zurueckgegangen ohne mir eine Addresse zu geben. Ich habe witerhin Geld fuer die Kinder an ihre Mutter in Deutschland geschickt,weil ich sonst keinerlei Kontaktaddresse hatte. Meine Partnerin hat diese Hilfe abgelehnt und ihre Mutter gebeten , kein Geld von mir zu akzeptieren. Ich habe dann fuer 6 Jahre nichts von ihr oder den Kindern gehoert, denen sie veboten hat, mit mir Kontakt aufzunehmen. Letztes Jahr hat sie mich kontaktiert und um Unterstuetzung geben. Eines von den Kindern habe ich auch treffen koennen. Ich zahle nun monatlich Unterstuetzung , mit der sie auch zufrieden ist , aber nun verlangt sie Unterhalt fuer die 6 Jahre in denen sie jeden Kontakt und Hilfe verweigert hat. Steht ihr das rechtlich zu ?
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Familienrecht
Experte:  Tobias Rösemeier hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank XXXXX XXXXX Anfrage, die ich gerne wie folgt beantworte.

Rückständiger Unterhalt kann nur dann gefordert werden, wenn es über die Höhe des Unterhaltes einen Titel, also ein Urteil, Vergleich oder Urkunde gibt.

Ansonsten kann Unterhalt für die Vergangenheit nicht eingefordert werden.

Aber selbst wenn es einen Titel für die Kinder gibt, so kann hier auch nicht für Jahre der Unterhalt nachgefordert werden, wenn er vorher nicht geltend gemacht wurde. Die Rechtsprechung sieht hier eine Grenze bei einem Jahr.

Bitte fragen Sie gerne nach, wenn etwas unklar geblieben sein sollte.
Tobias Rösemeier und 3 weitere Experten für Familienrecht sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Herr Roesemeier

Ihre Antwort war sehr hilfreich, und sie hat auch zugegeben , dass sie fuer diese Jahre gar nichts verlangen kann.
Nachdem sie anfaenglich mit meinen Zahlungen zufrieden war( 1000,- Euro monatlich), fordert sie jetzt willkuerlich doppelt soviel und droht die Unterhaltsfrage vor Gericht zu bringen. Meiner Meinung nach hat dies nichts mit Geld zutun, sondern dient als eine Art Erpressung , um andere Forderungen , die sie an mich stellt, durchzusetzen.
Ich bin Englaender ( ein Freund uebersetzt fuer mich ), was fuer Information kann ein Deutsches Gericht von mir verlangen, um zu entscheiden, wieviel ich zahlen soll? Ich habe ein grosses Haus , aber als Kuenstler kaum Einkommen. Meine Lebenskosten werden alle von meiner Frau getragen. Kann das Gericht Information oder Geld von ihr verlangen oder mich zwingen mein Haus zu verkaufen?
Selbst die 1000 die ja schon freiwillig schicke kommen nicht von meinem Konto, weil ich mir das nicht leisten kann.


Ich verbringe viel Zeit im Ausland. Was wuerde passieren , wenn ich die Briefe aus Deutschland ungeoeffnet zureckschicken lasse ?
Eine Vaterschaftsklage wurde abgebrochen, weil der Brief mir nicht persoehnlich ueberliefert werden konnte, weil ich zu der Zeit im Ausland war.

Ich moechte die Kinder unterstuetzen ( tu das ja auch seitdem ich eine Addresse habe) aber ich moechte einen Rechtsstreit vermeiden und mich nicht erpressen lassen.

Vielen Dank fuer Ihre Hilfe!
Experte:  Tobias Rösemeier hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

das Gericht verlangt in der Regel von Ihnen gar nichts, weil es Sache des Klägers ist, seine Klage zu begründen.

Hierfür steht ihm ein gesetzlicher Auskunftsanspruch zu Seite. Dieser ist in § 1605 BGB geregelt.

Auskunft müssen Sie nur über Ihr Einkommen erteilen.

Wenn Sie gerichtliche Post zugestellt erhalten und nicht reagieren, könnnen Sie allein deswegen einen Prozess verlieren.

Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Muss ich diese Auskunft ueber mein Einkommen mit Bankauszuegen oder Steuererlaerungen beweisen ?

Wie sieht es mit dem Einkommen meiner Frau aus, die mit dieser Klage ja nichts zu tun hat, oder mit meinem Haus, was einiges wert ist?
Experte:  Tobias Rösemeier hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

Ihr Einkommen müssen Sie durch geeignete Unterlagen nachweisen, im Zweifel durch Kontoauszüge oder insbesondere Steuerbescheide/Steuererklärungen.

Die Ehefrau ist nicht auskunftspflichtig.

Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Vielen Dank dafuer, aber wie sieht das mit dem Haus aus ?
Experte:  Tobias Rösemeier hat geantwortet vor 5 Jahren.
Ihr Vermögen müssen Sie nicht für Unterhaltszahlungen verwerten.

Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Das war sehr hilfreich, aber noch eine Frage:
Sollte ich auf die gerichtliche Post, weil ich monatelang nicht zu Hause bin, nicht reagieren und ich deswegen den Prozess verlieren, wie wird dann entschieden, wieviel Unterhalt ich zahlen muss ? Werden dann die total unbelegten und willkuerlichen Schaetzungen der Mutter akzeptiert ?
Experte:  Tobias Rösemeier hat geantwortet vor 5 Jahren.
Es kann der Mindestunterhalt eingeklagt werden. Hierfür bedarf es keiner Angaben zum Einkommen des Unterhaltspflichtigen.

Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Ich glaube das beantwortet jetzt erst Mal alles.
Vielen Dank !
Das hat diese komplizierte Situation sehr viel klarer gemacht.

Experte:  Tobias Rösemeier hat geantwortet vor 5 Jahren.
Gern geschehen.

Alles Gute.