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RASchiessl
RASchiessl, Rechtsanwalt
Kategorie: Familienrecht
Zufriedene Kunden: 26739
Erfahrung:  Fachanwalt für Familienrecht über 16 Jahre Berufserfahrung
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RASchiessl ist jetzt online.

Meine Frage: Ein Ehepaar (gesetzl. Güterstand) will sich trennen (keine Scheidung). Uneini

Kundenfrage

Meine Frage: Ein Ehepaar (gesetzl. Güterstand) will sich trennen (keine Scheidung). Uneinigkeit besteht darüber, wie das Getrenntleben realisiert werden soll. Die Ehefrau (F) will das gemeinsame Haus (Wert 300.000 €) verkaufen lassen und sich aus der HÄlfte des Erlöses ein Eigenheim finanzieren (230.000 €). Die erste Rate für dies Eigenheim würde fällig, bevor das Familienhaus verkauft werden kann, daher wäre eine Zwischenfinanzierung notwendig (Höhe: 130.000 €). Außerdem verlangt die Ehefrau vom Ehemann (M) die Auszahlung der Hälfte des M im letzten Jahr vererbten Vermögens seiner Eltern (Erbe: 100.000 €). M will das gemeinsame Haus behalten.

Meine Frage: Steht F Geld aus dem Erbe des M zu? Kann sich die Kreditaufnahme durch F vor räumlicher Trennung nachteilig auf M auswirken? Wie können beide eine verbindliche Regelung zur Vermögensaufteilung finden, ohne jeweils einen Anwalt zu beauftragen? Was müsste M an F zahlen, wenn er im gemeinsamen Haus bleiben wollte? Danke!
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Familienrecht
Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

In der Sache nehme ich Stellung wie folgt:


Zu Ihrer ersten Frage:

Nein, der F steht kein Geld aus dem Erbe des M zu. In einer Zugewinngemeinschaft bestehen zwei gesonderte Vermögensmassen. Das bedeutet, wenn M erbt hat F darauf keinen Anspruch. Dies gilt auch für den Zugewinn. Erbschaften und Schenkungen erhöhen den Zugewinn nicht.

Zu Ihrer zweiten Frage:

Die Kreditaufnahme kann sich insoweit negativ auswirken, als dass der Verkehrswert des Hauses bis zu einer möglichen Scheidung sinken könnte. So dass das Endvermögen der Frau aufgrund der Schulden und des geringeren Verkehrswerts als Gegenleistung sich verringern könnte.

Zu Ihrer dritten Frage:

Ja, eine Regelung ohne Anwalt ist möglich. Sie können die Vermögensauseinandersetzung im Rahmen einer Trennungsvereinbarung vor dem Notar regeln. Die Vereinbarung muss notariell beurkundet werden.

Zu Ihrer vierten Frage:

Da es sich bei dem gemeinsamen Haus um die Ehewohnung handelt, hat M einen Anspruch darauf im Haus verbleiben zu dürfen. Da das Haus im Miteigentum von M und F steht muss sich M hälftig an den laufenden Kosten beteiligen. Will M allein im Haus bleiben muss M an F für den Anteil von F am Haus eine Nutzungsentschädigung zahlen, die sich an der obj. Marktmiete ausrichtet.

Ich hoffe Ihnen mit meinen Ausführungen einen ersten Überblick verschafft zu haben und bitte meine Antwort zu akzeptieren.

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Falls Sie Rückfragen haben stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung. Ich bin auch gerne bereit, Ihnen in anderen Angelegenheiten zur Seite zu stehen.

Beachten Sie bitte, dass das Hinzufügen oder Weglassen von Informationen zu einer völlig anderen Beurteilung des Sachverhalts führen kann. Die Frage wurde beantwortet unter der Maßgabe, dass Sie die AGB (Allgemeinen Geschäftsbedingungen) gelesen haben und bereit sind, meine Antwort nach den gesetzlichen Vorgaben zu akzeptieren.

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt