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Tobias Rösemeier
Tobias Rösemeier, Rechtsanwalt
Kategorie: Familienrecht
Zufriedene Kunden: 16816
Erfahrung:  selbständiger Rechtsanwalt
37896974
Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Familienrecht hier ein
Tobias Rösemeier ist jetzt online.

Hallo, meine Frage bezieht sich auf die zu tragenden Kosten

Kundenfrage

Hallo,
meine Frage bezieht sich auf die zu tragenden Kosten beim Abholen und Zurueckbringen meiner Kinder an den Umgangswochenenden.
Muss demnaechst meine Kinder in 150km Entfernung (einfache Strecke) abholen und zurueck bringen. D.h. es sind pro Besuchswochenende 600km zu fahren.
Muss sich die KM an diesen Kosten beteiligen? Sie ist Diejenige die wegziehen wird!
Abgesehen von dem hohen Zeitaufwand (mind. 4h pro Fahrt).
Gibt es Gerichtsurteile die diese Themen behandelt haben?

Vielen Dank XXXXX XXXXX Antwort.

Gruss,
Ralf
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Familienrecht
Experte:  Tobias Rösemeier hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Frage beantworte ich wie folgt:

Eine gesetzliche Regelung zu den Umgangskosten gibt es nicht, jedoch gilt in der Rechtsprechung der Grundsatz, dass die Kosten der Umgangskosten zu tragen hat.

Dies gilt auch dann, wenn die Zeitaufwendung des Berechtigten enorm ist. So soll ihm – zur Ausübung des Umgangsrechts von Freitag bis Sonntagabends ein Zeitaufwand für das Abholen von 3,5 Stunden und ein Zeitaufwand für das Zurückbringen von 4 Stunden (!) zugemutet werden können (vgl. OLG Nürnberg in: FamRZ 1999, S. 485 f).

Eine Ausnahme davon gibt es dann, wenn derjenige Elternteil, bei dem das Kind lebt, weit vom anderen Elternteil weggezogen ist. Hier kann eine Kostenbeteiligung oder Übernahme einer Strecke verlangt werden.

Das Bundesverfassungsgericht hatte über folgenden Fall zu entscheiden: Die Mutter war mit dem Kind von Berlin nach München weggezogen. Der noch in Berlin lebende Vater musste aus Zeitgründen mit dem Flugzeug nach München fliegen, um sein Kind abzuholen.Das Gericht entschied, dass die Mutter verpflichtet ist, das Kind zum Flughafen zu bringen und auch wieder dort abzuholen (Beschluss vom 5.2.2002 -1 BvR 2029/00)

Vorliegend sollte eine Kostenbeteiligung ausgehandelt werden, ggf. mit vermittelnder Hilfe des Jugendamtes. Gelingt dies nicht, besteht die Möglichkeit im Rahmen eines gerichtlichen Umgangsverfahren eine Kostenbeteiligung zu bewirken.

Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sind 150km nun weit, reicht das aus um die KM an den Kosten zu beteiligen?
Experte:  Tobias Rösemeier hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrte Fragesteller,

es gibt keine bindende Vorgabe, wann etwas weit ist oder nicht. Vorliegend ist, dass die KM wegzieht und damit die höheren Zeit- und Kostenaufwand verursacht, so dass eine Kostenbeteiligung gerechtfertigt ist.

Tobias Rösemeier und weitere Experten für Familienrecht sind bereit, Ihnen zu helfen.
Experte:  Tobias Rösemeier hat geantwortet vor 5 Jahren.
Haben Sie noch eine Nachfrage oder besteht weiterer Klärungsbedarf ?

Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Keine weitere Frage. Vielen Dank
Experte:  Tobias Rösemeier hat geantwortet vor 5 Jahren.
Gern geschehen.

Alles Gute.

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