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Claudia Schiessl
Claudia Schiessl, Rechtsanwältin und Fachanwältin
Kategorie: Familienrecht
Zufriedene Kunden: 16947
Erfahrung:  Fachanwältin für Familienrecht, Korrespondenzsprachen : deutsch und englisch, Ehescheidungen, Unterhalt, Güterrecht, Umgang, elterliche Sorge, seit 20 Jahren als Anwältin zugelassen
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Claudia Schiessl ist jetzt online.

Liebe Rechtsanwälte/in . Ich , der Vater ,bin Unterhalspflichtig

Kundenfrage

Liebe Rechtsanwälte/in .
Ich , der Vater ,bin Unterhalspflichtig für zwei Kinder , 20 und 18 Jahre .
Beide Kinder gehen noch zur Schule bzw zur Uni .
Nun hat meine Ex Frau von sich aus gekündigt und einen neuen Job angenommen der weniger gut bezahlt wird . Aufgrund dessen soll nun der Unterhalt neu berechnet werden und ich mit meiner Unterhaltszahlung angehoben werden .
Ist das rechtlich Koreckt ?
Mit freudlichen Grüßen
Dieter Keilich
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Familienrecht
Experte:  Claudia Schiessl hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre familienrechtliche Anfrage, die ich wie folgt beantworten möchte:


leben die Kinder noch zuhause?
Claudia Schiessl und weitere Experten für Familienrecht sind bereit, Ihnen zu helfen.
Experte:  Claudia Schiessl hat geantwortet vor 5 Jahren.
sehr geehrter Fragesteller,

bitte mitteilen, ob die Kinder noch zuhause wohnen damit ich ihre Frage auch beantworten kann vielen Dank
Experte:  Claudia Schiessl hat geantwortet vor 5 Jahren.
sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihren Nachtrag.


Wenn die volljährigen Kinder sich in einer allgemein bildenden Schule befinden und noch zuhause wohnen handelt es sich um so genannte privilegierte Schülerkinder.

Bei privilegierten Schülerkindern bestehen gegenüber sonstigen volljährigen Kindern einige Besonderheiten.

Sie sind minderjährigen Kindern in einigen Punkten gleichgestellt.

So ist der Selbstbehalt, der jedem Elternteil bleiben muss nicht wie bei sonstigen Volljährigen 1150 e, sondern er wird auf 950 e herabgesetzt

Auch wird aufgrund der Gleichstellung mit minderjährigen Kindern die erhöhte Erwerbsobliegenheit.

Die erhöhte Erwerbsobliegenheit besagt, dass jede Tätigkeit angenommen werden muss und nicht einfach eine Tätigkeit gekündigt werden kann um eine schlechter bezahlte Tätigkeit anzunehmen.

Wird dagegen verstoßen wird das, was der Elternteil vorher verdient hat als Einkommen angesetzt.

Wenn Ihre ExFrau nicht gute, nachvollziehbare Gründe hat, warum sie die Arbeit gewechselt hat durfte sie dies aufgrund der erhöhten Erwerbsobliegenheit nicht.
Es erfolgt dann keine Neuberechnung sondern es wird das Einkommen angesetzt, das sie vorher verdient hat.


Es ist also nicht korrekt, dass ihr Unterhalt neu berechnet wird und Sie mehr Unterhalt zahlen müssen.


ich bedanke mich für die Akzeptierung.


Mit freundlichen Grüßen


Claudia Schiessl
Rechtsanwältin.
Fachanwältin für Familienrecht