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Tobias Rösemeier
Tobias Rösemeier, Rechtsanwalt
Kategorie: Familienrecht
Zufriedene Kunden: 16816
Erfahrung:  selbständiger Rechtsanwalt
37896974
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Tobias Rösemeier ist jetzt online.

welche rechte habe ich nach 19 jahren ehe mit einem arzt ,

Kundenfrage

welche rechte habe ich nach 19 jahren ehe mit einem arzt , der angibt 2000,00Euro rente zu haben, dazu noch mieteinnahmen von 550,00 Euro zuzüglich angelgtem Geld wir haben einen ehevertrag von 1993. zu diesem zeitpunkt hatte ich selber noch geld, welches im laufe der jahre verbraucht wurde, da ich den gesamten unterhalt für den haushalt und diversen dingen, z.b. kleidung und urlaub, partys usw, bestreiten musste
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Familienrecht
Experte:  Tobias Rösemeier hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrte Fragestellerin,

Ihre Frage beantworte ich unter Berücksichtigung Ihrer Sachverhaltsschilderung:

Sie haben zunächst einen Anspruch auf Trennungsunterhalt nach § 1361 BGB.

Leben die Ehegatten nämlich getrennt, so kann ein Ehegatte demgemäß von dem anderen den nach den Lebensverhältnissen und den Erwerbs- und Vermögensverhältnissen der Ehegatten angemessenen Unterhalt verlangen.

Um den Unterhalt ordnungsgemäß bemessen zu können, besteht hierneben ein Auskunftanspruch über Einkommen und Vermögen des Unterhaltspflichtigen.

Dieser begründet sich auf § 1605 BGB.

Auf Verlangen ist über ihre Einkünfte und Vermögen Auskunft zu erteilen, soweit dies zur Feststellung eines Unterhaltsanspruchs oder einer Unterhaltsverpflichtung erforderlich ist.

Durch den Ehevertrag kann der Trennungsunterhaltsanspruch auch nicht wirksam ausgeschlossen sein. Eine etwaige Vereinbarung wäre unwirksam.

Auch nachehelich dürfte vorliegend ein Unterhaltsanspruch bestehen. Der Ehevertrag hindert dann nicht an der Geltendmachung, wenn dieser aufgrund der zwischenzeitlich geänderten Verhältnisse und Rollenverteilung während der Ehe anfechtbar geworden ist.

Die Anfechtung oder Korrektur eines Ehevertrags ist bei einer gravierenden Benachteiligung eines Partners möglich. Der Bundesgerichtshof (BGH) hat dies 2004 in einem Urteil entschieden (Aktenzeichen: XII ZR 265/02).

Die besondere Umstände sind zu berücksichtigen.

Neben dem Unterhalt kann vorliegend auch ein Anspruch auf Zugewinnsausgleich im Falle der Scheidung bestehen. Auch hier dürfte aufgrund der ehelichen Verhältnisse davon auszugehen sein, dass ein etwaiger Ausschluss anfechtbar geworden ist bzw. eine Berufung auf den Ehevertrag unbillig ist.

Insgesamt ist anzuraten, dass Sie sich umgehend in die Hände eines versierten Familienrechtsanwaltes begeben, damit Ihre Rechte gewahrt und gesichert werden können.

Bitte fragen Sie nach, wenn weiterer Klärungsbedarf besteht.
Experte:  Tobias Rösemeier hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrte Fragestellerin,

Ihre Frage beantworte ich unter Berücksichtigung Ihrer Sachverhaltsschilderung:

Sie haben zunächst einen Anspruch auf Trennungsunterhalt nach § 1361 BGB.

Leben die Ehegatten nämlich getrennt, so kann ein Ehegatte demgemäß von dem anderen den nach den Lebensverhältnissen und den Erwerbs- und Vermögensverhältnissen der Ehegatten angemessenen Unterhalt verlangen.

Um den Unterhalt ordnungsgemäß bemessen zu können, besteht hierneben ein Auskunftanspruch über Einkommen und Vermögen des Unterhaltspflichtigen.

Dieser begründet sich auf § 1605 BGB.

Auf Verlangen ist über ihre Einkünfte und Vermögen Auskunft zu erteilen, soweit dies zur Feststellung eines Unterhaltsanspruchs oder einer Unterhaltsverpflichtung erforderlich ist.

Durch den Ehevertrag kann der Trennungsunterhaltsanspruch auch nicht wirksam ausgeschlossen sein. Eine etwaige Vereinbarung wäre unwirksam.

Auch nachehelich dürfte vorliegend ein Unterhaltsanspruch bestehen. Der Ehevertrag hindert dann nicht an der Geltendmachung, wenn dieser aufgrund der zwischenzeitlich geänderten Verhältnisse und Rollenverteilung während der Ehe anfechtbar geworden ist.

Die Anfechtung oder Korrektur eines Ehevertrags ist bei einer gravierenden Benachteiligung eines Partners möglich. Der Bundesgerichtshof (BGH) hat dies 2004 in einem Urteil entschieden (Aktenzeichen: XII ZR 265/02).

Die besondere Umstände sind zu berücksichtigen.

Neben dem Unterhalt kann vorliegend auch ein Anspruch auf Zugewinnsausgleich im Falle der Scheidung bestehen. Auch hier dürfte aufgrund der ehelichen Verhältnisse davon auszugehen sein, dass ein etwaiger Ausschluss anfechtbar geworden ist bzw. eine Berufung auf den Ehevertrag unbillig ist.

Insgesamt ist anzuraten, dass Sie sich umgehend in die Hände eines versierten Familienrechtsanwaltes begeben, damit Ihre Rechte gewahrt und gesichert werden können.

Bitte fragen Sie nach, wenn weiterer Klärungsbedarf besteht.

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