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Tobias Rösemeier
Tobias Rösemeier, Rechtsanwalt
Kategorie: Familienrecht
Zufriedene Kunden: 16816
Erfahrung:  selbständiger Rechtsanwalt
37896974
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Tobias Rösemeier ist jetzt online.

Guten Tag, ich habe eine Frage. Mein Lebensgefährte läßt

Kundenfrage

Guten Tag,

ich habe eine Frage.
Mein Lebensgefährte läßt sich gerade scheiden und hat vier Kinder aus dieser Ehe.
Er zweifelt allerdings die Vaterschaft von dreien an.
Die Kinder sind 10 Jahre, 8 Jahre, 4 Jahre und 2 Jahre alt.
Wenn er einen Vaterschaftstest machen läßt und es sich herausstellt, das er nicht der Vater ist, muß er dann für diese auch Unterhalt zahlen??

Vielen Dank XXXXX XXXXX und verbleib

A.Schmitt
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Familienrecht
Experte:  Tobias Rösemeier hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrte Fragestellerin,

allein die Tatsache, dass sich bei einem Vaterschaftst ergeben sollte, dasser nicht der Vater ist, ändert am Status der rechtlichen Vaterschaft noch nichts.

Die Vaterschaft müsste zudem gerichtlich angefochten werden.

Die Unterhaltsverpflichtung endet erst mit der gerichtlichen Feststellung, dass die Vaterschaft nicht besteht.

Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.

Aber es besteht dann die Möglichkeit, das gerichtlich auszutragen und dann die Unterhaltsverpflichtungen nach Beschluß nicht mehr nachzukommen??

Nicht wie früher, wenn man nach ca. zwei Jahren während der Ehe keine Anzweifelung getätigt hat, ist man Unterhaltspflichtig.

Egal ob man der Vater ist oder nicht??

Experte:  Tobias Rösemeier hat geantwortet vor 5 Jahren.
Die 2jährige Anfechtungsfrist muss nach wie vor eingehalten werden. Die Vaterschaftsanfechtung muss binnen 2 Jahren ab Kenntnis der Tatsache, dass der Vater nicht der Vater ist erhoben werden. In Ihrem Fall muss also die Kenntnis erst in den letzten 2 Jahren dargelegt werden.
Wenn die Vaterschaft erfolgreich angefochten wurde, besteht keine Pflicht mehr zur Zahlung von Unterhalt.
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.

nur noch ganz kurz:

dann hat er also nur bei dem letzten Kind die Chance auf Nichtanerkennung und evtl. eine Chance auf Nichtzahlung des Kindesunterhaltes??

Oder zählt das für alle evtl. nicht von ihm stammenden drei Kinder (sollte es so sein)??

Die sind ja schon "sehr alt"!!!

Experte:  Tobias Rösemeier hat geantwortet vor 5 Jahren.
Es kommt, wie oben bereits dargelegt darauf an, wann er Kenntnis davon erlangt hat, dass die Kinder nicht von ihm sind. Ab diesem Zeitpunkt an, beginnt die Frist zu laufen.

Es ist also nicht das Alter der Kinder maßgebend.

Tobias Rösemeier und 3 weitere Experten für Familienrecht sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.

Sie sagt es sind seine Kinder.

Er hat selber immer dran gezweifelt, aber hat nichts dagegen unternommen.

(keine Ähnlichkeit, er war viel unterwegs etc.)

Es gab sonst keine Hinweise darauf, lt. seiner Aussage.

Also hat er keine Chance dagegen anzugehen??!!

Experte:  Tobias Rösemeier hat geantwortet vor 5 Jahren.
Er hat dann eine Chance, wenn er seine Zweifel begründen kann und wenn er vorallem begründen kann, dass ihm diese erst jetzt kommen.

Es dürfte insofern ratsam sein, zunächst einen außergerichtlichen Vaterschaftstest durchzuführen. Die Kindesmutter muss dem zustimmen (§ 1598 a BGB)


§ 1598a
Anspruch auf Einwilligung in eine genetische Untersuchung zur Klärung der leiblichen Abstammung
(1) Zur Klärung der leiblichen Abstammung des Kindes können

1. der Vater jeweils von Mutter und Kind,
2. die Mutter jeweils von Vater und Kind und
3. das Kind jeweils von beiden Elternteilen
verlangen, dass diese in eine genetische Abstammungsuntersuchung einwilligen und die Entnahme einer für die Untersuchung geeigneten genetischen Probe dulden. Die Probe muss nach den anerkannten Grundsätzen der Wissenschaft entnommen werden.

(2) Auf Antrag eines Klärungsberechtigten hat das Familiengericht eine nicht erteilte Einwilligung zu ersetzen und die Duldung einer Probeentnahme anzuordnen.

(3) Das Gericht setzt das Verfahren aus, wenn und solange die Klärung der leiblichen Abstammung eine erhebliche Beeinträchtigung des Wohls des minderjährigen Kindes begründen würde, die auch unter Berücksichtigung der Belange des Klärungsberechtigten für das Kind unzumutbar wäre.

(4) Wer in eine genetische Abstammungsuntersuchung eingewilligt und eine genetische Probe abgegeben hat, kann von dem Klärungsberechtigten, der eine Abstammungsuntersuchung hat durchführen lassen, Einsicht in das Abstammungsgutachten oder Aushändigung einer Abschrift verlangen. Über Streitigkeiten aus dem Anspruch nach Satz 1 entscheidet das Familiengericht.
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.

das wird sie auf gar keinen Fall machen!!!

 

Wenn sie dem nicht zustimmt hat er ein Problem oder??

 

Experte:  Tobias Rösemeier hat geantwortet vor 5 Jahren.
Wie dem § 1998 a BGB zu entnehmen ist, kann dann auf Zustimmung geklagt werden.

Die Kindesmutter hat also keine Wahl. Sie muss zustimmen oder wird gerichtlich hierzu verurteilt.


Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
super!!! Danke!!! :-)
Experte:  Tobias Rösemeier hat geantwortet vor 5 Jahren.
Gern geschehen. Alles Gute.

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