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Claudia Schiessl
Claudia Schiessl, Rechtsanwältin und Fachanwältin
Kategorie: Familienrecht
Zufriedene Kunden: 16455
Erfahrung:  Fachanwältin für Familienrecht, Korrespondenzsprachen : deutsch und englisch, Ehescheidungen, Unterhalt, Güterrecht, Umgang, elterliche Sorge, seit 20 Jahren als Anwältin zugelassen
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Claudia Schiessl ist jetzt online.

Hallo, ich lebe im Trennungsjahr. Vor meiner Hochzeit in 99.

Kundenfrage

Hallo, ich lebe im Trennungsjahr. Vor meiner Hochzeit in 99. Haben meine zukünftige Frau und ich gemeinschaftlich (kreditnehmer meine zukünfige frau und ich) einen Kredit aufgenommen (60.000€). Von diesem Kredit kaute meine zukünftige Frau von ihren Eltern eine Wohnung. Käufer war sie alleine. Nun sagt ihr Anwalt, das der Kredit trotz dieser Tatsache beiden Parteien in gleicher Höhe als negativen Anfangsbestand anzurechnen ist. Nun haben wir Gemeinschaftlich den Kredit bezahlt und ich habe weder Anspruch auf die Wohnung und auf Rückzahlung meiner geleisteten raten. Ist dies so richtig? Dies führt doch zu einem ungerechten zugewinnausgleich!
Nun gibt es die Idee über die ehebedingten Zuwendungen Geld bei von meiner Frau zu bekommen. Jedoch würde ich hier nur 50% von meinen gezahlten raten zurückbekommen und damit auch schlechter als bei der zugewinnregelung abscheiden. Wie sehen sie diese sitation.
1.stimmt die Aussage von der Gegenpartei? Wenn nicht bitte hier um eine detaillierte Antwort.
2. Ist ggf. Nur der weg über die ehebedingten Zuwendungen gangbar? Wie realistisch sind hier die Erfolgschancen?
3. Muss ich mir evtl. Einen eignerer anrechnen lassen weil ich dort gewohnt habe. Wenn nicht, bitte ich um eine detaillierte Antwort.
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Familienrecht
Experte:  Claudia Schiessl hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre familienrechtliche Anfrage, die ich wie folgt beantworten möchte:


Der Zugewinn ist eine reine Frage der Bilanzierung von Anfangs- und Endvermögen.

Wenn Sie den Kredit gemeinschaftlich aufnehmen und er zum Stichtag Ihrer Hochzeit vorhanden war haben Sie zunächst beide in der Höhe der Hälfte des Kredits negatives Anfangsvermögen.


Wenn die Frau die Wohnung gekauft hat und diese zum Stichtag noch vorhanden wr ist diese als Endvermögen in die Bilanz einzustellen, so dass Sie davon partizipieren, weil die Wohnung in den Zugewinn fällt.


Anspruch auf die während bestehender Ehe geleisteten Raten zurück zu bekommen haben Sie nicht, weil man sagt, dass hier während der intakten Ehe stilllschweigend die Vereinbarung getroffen wurde, dass Sie diese übernehmen, was nicht wieder rückgängig gemacht werden kann.


Ehebedingte Zuwendungen sind erst dann ein gangbarer Weg, wenn der Zugewinnausgleich ein unbilliges Ergebnis bringt.


Dieser Anspruch ist zum einen nachrangig und unterliegt auch selbst einer Prüfung auf Billigkeit.

Der Zugewinnausgleich ist also vorrangig durchzuführen und erst dann die ehebdingten ZUwendungen.

Zudem haben die ehebedingten Zuwendungen zur Voraussetzung, dass noch etwas im Vermögen vorhanden sein muss ( Haus) und dass das Ergebnis anderenfalls unbillig ist.

Hier ist eine Abwägung vorzunehmen.


Hier kommt dann ins Spiel, dass Sie dort auch wohnen konnten.



Ich hoffe, dass ich Ihnen eine erste rechtliche Orientierung geben konnte

Sehr gerne können Sie nachfragen.



Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwältin


wenn ich Ihre Frage beantwortet habe bitte ich um Akzptierung

danke

Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Die Wohnung war ja schon vor der Eheschließung von Ihr mit diesem Geld gekauft worden, so dass diese sowohl zur Hochzeit als auch bei der Trennung vohanden war. Dies würde bedeuteten, dass ich von der Wohnung nicht profitiere und dies hätte doch zur Folge, dass der Zugewinn recht ungerecht ausfällt.

Experte:  Claudia Schiessl hat geantwortet vor 5 Jahren.
Ja, die Wohnung partizipiert nur mit der Wertsteigerung am Zugewinn.

Da das Anfangsvermögen indexiert wird, wird diese nicht allzu üppig ausfallen.


Sie müssen erst sehen, ob das Ergebnis des Zugewinns deshalb unbillig ist.

Ist das der Fall können Sie ein Verfahren auf Rückerstattung der ehebedingten Zuwendung durchführen.



Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwältin


wenn ich Ihre Frage beantwortet habe bitte ich um Akzeptierung

danke
Experte:  Claudia Schiessl hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,


haben Sie noch Fragen ?


Wenn nicht bitte ich um Akzeptierung

danke

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