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Danjel Newerla
Danjel Newerla, Dipom Jurist
Kategorie: Familienrecht
Zufriedene Kunden: 9380
Erfahrung:  Rechtsanwalt
26039601
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Danjel Newerla ist jetzt online.

Wenn der Vater keinen Unterhalt an seinen Sohn zahlt, da er

Kundenfrage

Wenn der Vater keinen Unterhalt an seinen Sohn zahlt, da er Sohn Vermögen hat, ist das dann rechtens. Der Sohn ist noch Schüler.
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Familienrecht
Experte:  Danjel Newerla hat geantwortet vor 5 Jahren.

Sehr geehrter Ratsuchender,


vielen Dank für Ihre Anfrage .
Diese möchte ich sehr gerne wie folgt beantworten:



 

Ich gehe nach ihrer Schilderung davon aus, dass es sich um ein minderjähriges Kind handelt.

 

 

Sofern dieses der Fall ist, darf der Vater grundsätzlich auch bei Vermögen des Kindes den Unterhalt nicht kürzen oder streichen.

 

Dieses ergibt sich aus dem Gesetz und zwar aus § 1602 Abs.2 BGB.

 

§ 1602 BGB
Bedürftigkeit

(1) Unterhaltsberechtigt ist nur, wer außerstande ist, sich selbst zu unterhalten.

(2) Ein minderjähriges unverheiratetes Kind kann von seinen Eltern, auch wenn es Vermögen hat, die Gewährung des Unterhalts insoweit verlangen, als die Einkünfte seines Vermögens und der Ertrag seiner Arbeit zum Unterhalt nicht ausreichen.


 

Lediglich eigenes Einkommen müsste sich das minderjährige Kind nach der Düsseldorfer Tabelle teilweise anrechnen lassen.




Ich hoffe Ihnen eine erste rechtliche Orientierung ermöglicht zu haben und wünsche Ihnen viel Erfolg und alles Gute!

Ich möchte Sie gerne noch abschließend auf Folgendes hinweisen:

Die von mir erteilte rechtliche Auskunft basiert ausschließlich auf den von Ihnen zur Verfügung gestellten Sachverhaltsangaben. Bei meiner Antwort handelt es sich lediglich um eine erste rechtliche Einschätzung des Sachverhaltes, die eine vollumfängliche Begutachtung des Sachverhalts nicht ersetzen kann. So kann nämlich durch Hinzufügen oder Weglassen relevanter Informationen eine völlig andere rechtliche Beurteilung die Folge sein.

Sofern Sie mit meiner Antwort zufrieden sind möchte ich Sie höflich bitten meine Antwort gemäß den allgemeinen Geschäftsbedingungen dieser Plattform zu akzeptieren.

Sie akzeptieren meine Antwort, indem Sie unter meiner Antwort einmal auf das grüne Feld „akzeptieren“ klicken.

Ich hoffe, dass Ihnen meine Ausführungen geholfen haben. Sie können natürlich gerne über die Nachfrageoption mit mir Verbindung aufnehmen.

Ich wünsche Ihnen noch einen angenehmen Montagnachmittag!


Mit freundlichem Gruß von der Nordseeküste

Dipl.-Jur. Danjel-Philippe Newerla, Rechtsanwalt

 

 

Danjel Newerla und 4 weitere Experten für Familienrecht sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Der Sohn ist am 07.11.11 18 Jahre geworden. Seid Dez. 11 zahlt der Vater kein Unterhalt mehr. Auch nichts an seinen Sohn. Der Sohn hat ein Vermögen von 18.000 € was wir Eltern für ihn fürs Studium angezahlt haben. Es ist noch bis Sommer 13 festgelegt. Kann der Vater einfach sagen, dass er von diesem Geld leben muß und nicht mehr zahlen? Da er bei mir wohnt, zahle ich ja auch meinen Anteil.
Wie ist das mit der Nachzahlung. Falls er Unterhaltspflichtig ist, muß er dann die Monate Dez. - Feb. nachzahlen. Und falls der Sohn vom Vermögen leben soll, was ist wenn das Vermögen aufgebraucht ist (falls er davon leben muß), kann er dann später noch Unterhalt fordern?
Er Sohn arbeitet nun selbst und hat einen 400 € Job. Wird das Geld angerechnet?
Experte:  Danjel Newerla hat geantwortet vor 5 Jahren.
vielen Dank für den Nachtrag.

Im Gegensatz zu einem minderjährigen Kind muss sich ein volljähriges Kind grundsätzlich sein Vermögen anrechnen lassen.

Das Kind hat aber ein so genanntes Schonvermögen,was nach der Rechtsprechung von Fall zu Fall unterschiedlich ist und im Bereich zwischen 2000-5000.- € liegen kann.

Der Betrag von 18.000 € ist doch erheblich so dass ihr Sohn diesen Betrag grundsätzlich bis auf das Grundvermögen leider verwerten müsste.

Insoweit hat der Vater leider grundsätzlich recht.

Sie haben noch die Frage nach rückwirkendem Unterhalt gezahlt.

Sollte sich tatsächlich herausstellen, dass der Vater doch noch unterhaltspflichtig ist zurzeit, so wäre rückwirkender Unterhalt grundsätzlich erst dann möglich, wenn der Vater in Verzug ist, also ab dem Zeitpunkt grundsätzlich, wo er zur Unterhaltszahlung aufgefordert worden ist nachweisbar von Ihnen beziehungsweise ihrem Sohn.

Sofern das Vermögen bis auf das Schonvermögen aufgebraucht ist, würde der Unterhaltsanspruch unter bestimmten Voraussetzungen grundsätzlich wieder aufleben.

Voraussetzung wäre, dass der Sohn sich in einer berufsqualifizierenden Maßnahme (also zum Beispiel Ausbildung/Studium oder Ähnliches) befindet.

Eigenes Einkommen müsste sich ihr Sohn dann (abzüglich 90 € pauschal für berufsbedingte Aufwendungen) vom Unterhaltsbedarf anrechnen lassen.


Mit freundlichem Gruß von der Nordseeküste

Dipl.-Jur. Danjel-Philippe Newerla, Rechtsanwalt

 

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