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Tobias Rösemeier
Tobias Rösemeier, Rechtsanwalt
Kategorie: Familienrecht
Zufriedene Kunden: 16816
Erfahrung:  selbständiger Rechtsanwalt
37896974
Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Familienrecht hier ein
Tobias Rösemeier ist jetzt online.

Hallo. Ich bin von meiner Frau getrennt lebend und habe zwei

Kundenfrage

Hallo.
Ich bin von meiner Frau getrennt lebend und habe zwei Kinder für die ich Unterhalt zahlen muß. Nun habe ich vom Jugendamt ein Vollstreckbares Urteil erhalten und mein AG hat diesen auch bekommen. Ausserdem befinde ich mich in einer privaten Insolvenz die seit 2008 läuft. Wier ist die Reihenfolge des Abzuges von meinem Gehalt? Wer bekommt zu erst sein Geld, erst die Insolvenz und dann meine Kinder, oder Umgekehrt?

Mei n AG bewrichtete mir heute das erst die Inso bedient wird, und anschließend der Kindesunterhalt, weil die Inso länger bestehe als das Urleiul des Jugendamtes.

Andreas Schmelzer
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Familienrecht
Experte:  Tobias Rösemeier hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich wie folgt beantworte.

Ihr Arbeitgeber hat hier Recht, zunächst wird der Betrag an den Insolvenzverwalter abgeführt, weil Ihr pfändungsfreier Betrag in der Insolvenz auch den Freibetrag für Ihre Unterhaltspflichten beinhaltet.

Hiernach wird dann der Kindesunterhalt von Ihrem Einkommen im Wege der Pfändung abgezogen.

Wichtig ist dabei, dass der laufende Unterhalt ab Eröffnung des Insolvenzverfahrens rückständig gepfändet werden kann, sollten Sie keinerlei Zahlungen geleistet haben. Ebenso ist es im Rahmen der Pfändung von Unterhaltsansprüchen möglich, Ihren Selbstbehalt weit nach unten zu setzen. Wenn das Jugendamt beim Vollstreckungsgericht einen entsprechenden Antrag gestellt hat, kann Ihnen das Einkommen bis etwa 800 € gepfändet werden.

Sie sollten daher versuchen mit dem Jugendamt eine Einigung zu erzielen, dass Sie den laufenden Unterhalt für Ihre Kinder bezahlen und der etwaige Rückstand erst einmal gestundet wird und später dann gezahlt wird.

Alle rückständigen Unterhaltbeträge bis zur Eröffnung des Insolvenzverfahrens können nicht mehr gepfändet werden.
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Hallo.
Ich habe keine rückständigen Unterhaltsforderungen. Das mit dem Jugendamt läuft erst neu ab 01.02.2012.
Bis dahin habe ich p.m. meinen Pfändbaren Betrag abgeführt. Nun müsste doch von meinem Gehalt ERST der Kindesunterhalt abgezogen werden und dann erst der Pfändbare Betrag an die Inso. Das heisst, das die Inso nun weniger bekommt, weil vorher noch der Kindesunterhalt abgezogen wurde.
Ist das richtig oder falsch.?

Andreas Schmelzer
Experte:  Tobias Rösemeier hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

wie hoch ist Ihr pfändbarer Betrag in der Inso?
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Hallo.

Liegt zwischen 6,00 Euro und der Höchstbetrag lag bislang bei 666,00 Euro.

Je nach Höhe des Verdienstes. Ich arbeite am Airport Hannover im 4 Schichtbetrieb.

Andreas Schmelzer
Experte:  Tobias Rösemeier hat geantwortet vor 5 Jahren.
Ich wollte eher wissen, wie hoch Ihr Pfändungsfreibetrag ist, also dass, was Ihnen verbleibt ?Wie hoch ist der Kindesunterhalt festgesetzt ?
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Hallo.
Ich habe immer so in der Regel um die 1800 bis 2200 Euro ausbezahlt. Jetzt kommt noch der Kindesunterhalt für mein Sohn (401,00) und für meine Tochter (349,00) dazu. Dann bleibt mir nicht mehr sehr viel zum eigenen Leben übrig.
Ich möchte doch nur, dass erst der Kindesunterhalt und dann die Inso abgeht. Dann bleibt mir auch noch etwas zu Leben übrig.
Ich arbeite im 4 Schicht Bertieb und habe auch Ausgaben.

Andreas Schmelzer
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Hallo.
Ich habe immer so in der Regel um die 1800 bis 2200 Euro ausbezahlt. Jetzt kommt noch der Kindesunterhalt für mein Sohn (401,00) und für meine Tochter (349,00) dazu. Dann bleibt mir nicht mehr sehr viel zum eigenen Leben übrig.
Ich möchte doch nur, dass erst der Kindesunterhalt und dann die Inso abgeht. Dann bleibt mir auch noch etwas zu Leben übrig.
Ich arbeite im 4 Schicht Bertieb und habe auch Ausgaben.

Andreas Schmelzer
Experte:  Tobias Rösemeier hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

der normale Pfändungsfreibetrag in einer Insolvenz beträgt etwa 1.030 € monatlich. Sie erhalten vorliegend also von dem Insolvenzverwalter die Freibeträge für zusätzliche Unterhaltsberechtigte, so dass Sie einen höheren Gesamtfreibetrag haben.

Diesen höheren Freibetrag erhalten Sie deswegen, weil Sie Unterhalt bezahlen müssen. Dementsprechend müssen Sie den erhöhten Freibetrag auch dafür einsetzen, um den Kindesunterhalt zu bezahlen.

Es bleibt daher dabei, dass zunächst der Insolvenzbetrag an den Insolvenzverwalter abgeführt wird und sodann dann der Kindesunterhalt bezahlt wird.

Wenn man von einem Einkommen nach Abzug der Zahlung an den Insolvenzverwalter von 1.800 € ausgeht und dann die Kindesunterhaltsbeträge von ingesamt 750 € abzieht, verbleiben Ihnen noch 1.050 € und damit liegen Sie über dem Selbstbehalt von 950 €, der für Kindesunterhalt gilt.

Allerdings beinhalten die von Ihnen genannten Beträge von 401 € und 349 € noch das hälftige Kindergeld. Diese Beträge sind nicht in der Höhe pfändbar. Vielmehr muss jeweils das hälftige Kindergeld von 92 €, also von der Gesamtforderung noch 184 € abgezogen werden. Gepfändet werden kann dann noch 566 €.

Es bleiben Ihnen also 1.234 € bei einem Einkommen von 1.800 €. Damit liegen Sie weit über dem Selbstbehalt.

Es tut mir leid, Ihr Arbeitgeber hat Recht und es reicht auch noch, um den vollständigen Kindesunterhalt zu bezahlen.
Tobias Rösemeier und 2 weitere Experten für Familienrecht sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Hallo.

Vielen Dank für Ihre Hilfe. Meine Fragen sind nun alle beantwortet.


Andreas Schmelzer
Experte:  Tobias Rösemeier hat geantwortet vor 5 Jahren.
Gern geschehen.Ich freue mich, dass ich Ihnen weiterhelfen konnte.

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