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raschwerin
raschwerin, Rechtsanwalt
Kategorie: Familienrecht
Zufriedene Kunden: 16971
Erfahrung:  Rechtsanwalt
27582713
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Sehr geehrte Damen und Herren, Ich habe einige Fragen: Mein

Kundenfrage

Sehr geehrte Damen und Herren,

Ich habe einige Fragen:

Mein Ex Lebensgefährte zweifelt an der Vaterschaft meiner im Dezember 2008 geborenen Tochter. Ich bin mit ihm seit langer Zeit nicht mehr zusammen, aber zu dem Zeitpunkt der Zeugung sowie der Geburt hatten wir eine Beziehung und haben auch gemeinsam in einer Wohnung gelebt. Desweiteren hat er noch Monate vor der Geburt die Vaterschaft anerkannt. Kann er nun nach 3 Jahren die Vaterschaft anfechten?

Zudem haben ich und mein Ex Lebensgefährte noch eine gemeinsame Tochter im Alter von 7 Jahren. Mein Ex Lebensgefährte zahlt seit der Geburt weder für die eine, noch für die andere Tochter Unterhalt. Ich erhalte für die Kleinste Unterhaltsvorschuss vom Jugendamt. Diesen habe ich für die Große auch erhalten bis sie 7 wurde.
Muss mein Ex Lebensgefährte für meine 7 jährige Tochter Unterhalt leisten? Er beruht sich immer darauf, dass er zu wenig verdient etc. Ich weiß, dass er nach allen Abzügen 1000€ ausbezahlt bekommt. Muss er für meine große Tochter Unterhalt zahlen? Wenn ja wieviel?

Ich hoffe, Sie können mir weiterhelfen.

Mit freundlichen Grüßen
Prskawetz
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Familienrecht
Experte:  raschwerin hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für die Nutzung von Justanswer.

Gern beantworte ich Ihre Fragen wie folgt:

Mein Ex Lebensgefährte zweifelt an der Vaterschaft meiner im Dezember 2008 geborenen Tochter. Ich bin mit ihm seit langer Zeit nicht mehr zusammen, aber zu dem Zeitpunkt der Zeugung sowie der Geburt hatten wir eine Beziehung und haben auch gemeinsam in einer Wohnung gelebt. Desweiteren hat er noch Monate vor der Geburt die Vaterschaft anerkannt. Kann er nun nach 3 Jahren die Vaterschaft anfechten?

- Die Vaterschaft kann innerhalb von zwei Jahren (gerichtlich) angefochten werden. Die Frist beginnt mit Kenntnis von allen Umständen des Berechtigte die gegen die Vaterschaft sprechen, aber nicht jedoch vor der Geburt des Kindes (Siehe dazu OLG Köln, 1996, sowie OLG Karlsruhe, 1998).

Zudem haben ich und mein Ex Lebensgefährte noch eine gemeinsame Tochter im Alter von 7 Jahren. Mein Ex Lebensgefährte zahlt seit der Geburt weder für die eine, noch für die andere Tochter Unterhalt. Ich erhalte für die Kleinste Unterhaltsvorschuss vom Jugendamt. Diesen habe ich für die Große auch erhalten bis sie 7 wurde.
Muss mein Ex Lebensgefährte für meine 7 jährige Tochter Unterhalt leisten? Er beruht sich immer darauf, dass er zu wenig verdient etc. Ich weiß, dass er nach allen Abzügen 1000€ ausbezahlt bekommt. Muss er für meine große Tochter Unterhalt zahlen? Wenn ja wieviel?

- Ja, er muss Unterhalt zahlen. Wenn er zu wenig verdient, kann man ihn auch verpflichten, sich einen Zweitjob oder eine andere Arbeit zu suchen. Dies kann auch soweit gehen, dass er verpflichtet wird, umzuziehen, um sich am anderen Ort eine besser bezahlte Arbeit zu suchen.

raschwerin und weitere Experten für Familienrecht sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.

Wie läuft so eine Vaterschaftsanfechtung?

Und können Sie einen geschätzten Betrag nennen, was mein Ex Lebensgefährte für unsere 7 jährige Tochter zahlen muss? Wie gesagt, er bekommt monatlich 1000€ ausbezahlt, sowie Urlaubs- und Weihnachtsgeld.

Experte:  raschwerin hat geantwortet vor 5 Jahren.
Bei einem Einkommen von 1000 Euro muss er nur 50 Euro zahlen.

Er müsste aber mindestens 364 Euro zahlen.

Die Vaterschaftsanfechtung dürfte verjährt sein. Oder ab wann meint er Kenntnis gehabt zu haben, dass er doch nicht der Vater ist?

Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.

Seit die Kleine ein halbes Jahr alt ist hatten seine Eltern ihm schon den Floh ins Ohr gesetzt. Also eigentlich spielt er seitdem schon mit dem Gedanken.

 

Aber er könnte doch auch behaupten, dass er erst seit beispielsweise 2 Wochen daran zweifelt, oder?

Experte:  raschwerin hat geantwortet vor 5 Jahren.
Ja, aber er müsste dies beweisen. Das kann er wohl nicht.

Im Zweifel muss man daher davon ausgehen, dass Verjährung eingetreten ist.

Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.

Gut, da er keinen einzigen Cent an Unterhalt zahlt und noch nie gezahlt hat, kann ich das rückwirkend einklagen bzw. muss er rückwirkend zahlen?

Experte:  raschwerin hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sie sollten verlangen, dass er beim Jugendamt einen Titel unterschreibt. Anderenfalls verklagen Sie ihn auf Unterhalt.

Dann können Sie den Gerichtsvollzieher beauftragen und pfänden lassen.

Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.

Was ist das für ein Titel? Bzw. kann/darf ich mir darunter vorstellen?

 

Wie schaut es aus mit Anschaffungen für Schule, Klassenfahrten usw. Muss er da auch was beisteuern?

Experte:  raschwerin hat geantwortet vor 5 Jahren.
Er würde beim Jugendamt ein Dokument unterschreiben, wonach er sich verpflichtet, monatlich den Betrag x als Unterhalt zu zahlen.

Macht er das dann nicht, kann man direkt den Gerichtsvollzieher beauftragen.

Anderenfalls verklagen Sie ihn und das Urteil wäre dann der Titel, auf den er zahlen muss.

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