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RASchiessl
RASchiessl, Rechtsanwalt
Kategorie: Familienrecht
Zufriedene Kunden: 27002
Erfahrung:  Fachanwalt für Familienrecht über 16 Jahre Berufserfahrung
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RASchiessl ist jetzt online.

Hallo Ich habe ein großes Problem. Ich war bis vor 2 Jahren

Kundenfrage

Hallo
Ich habe ein großes Problem. Ich war bis vor 2 Jahren verheiratet und habe mit meinen Ex Mann 2 Kinder. Wie ich mit meinen großen Sohn schwanger war hatte ich ein kurzes Verhältnis. Und sowie es jetzt ausschaut ist mein Ex Mann nicht der Vater von meinen großen Sohn.Er möchte jetzt eine Vaterschaftsklage einreichen. Indem er entweder meinen Sohn klagt oder den Erzeuger meines Sohnes. Vor sieben Jahren hat der Erzeuger mir einen Befund gezeigt das er unfruchtbar ist. Wie man jetzt aber sieht ist er es nicht. Weil sonst kein anderer Mann in frage kommt. Mein Ex Mann wußte aber schon vor sieben jahren das ich ein Verhältnis hatte. Kann er die Vaterschaft jetzt überhaupt anzweifeln, obwohl er ohne meines wissen einen Vaterschaftstest gemacht hat und der ergeben hat das er zu 100 Prozent nicht der Vater ist.

Und dann hätte ich noch eine frage ich wollte meinen Ex mann schon längere zeit das Sorgerecht entziehen das wir uns teilen. Da er leider Drogen nimmt und psychischen Druck auf meine Kinder ausübt. Ich war schon mal bei gericht und wollte es einklagen. Die Richterin hat aber gemeint das das nicht so gut wäre da er meine Kinder eh schon psychisch darunter leiden. Und das so ein Verfahren länger Zeit dauern wird und er bis dahin alle rechte hat und nicht aufhören wird mit dem terror.
Wäre jetzt der richtige zeitpunkt ihm das Sorgerecht von meinen kleinen sohn zu entziehen. Da mein Ex mann mir sagt das er mir das Sorgerecht von luca wegnehmen möchte. Momentan fühl ich mich so schuldig gegenüber meiner Kinder das ich sehr überfordert bin mit der Situation. Weil für mich sind jetzt nur meine Kinder wichtig wie sie das alles verkraften. Aber ich möchte auf keinen Fall das mein Ex mann mehr rechte hat.
Sollte ich mir einen Anwalt nehmen??
Lg Nina
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Familienrecht
Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

In der Sache nehme ich Stellung wie folgt:

Zu Ihrer ersten Frage:

Da Ihr großer Sohn während der Ehe zur Welt gekommen ist, gilt er als eheliches Kind.

Das bedeutet, Ihr Exmann muss die Vaterschaft anfechten.

Die Anfechtung richtet sich nach § 1600b BGB.

Wie Sie richtig vermutet haben, ist die Anfechtung nur binnen einer bestimmten Frist (2 Jahr) ab Kenntnis von Umständen, die gegen eine Vaterschaft sprechen möglich.

Wenn Ihr Exmann also vor mehr als 2 Jahren einen Vaterschaftstest gemacht hat, ist eine Anfechtung ausgeschlossen. Ihr Exmann kann weder den Sohn noch den Erzeuger verklagen.

Zu Ihrer 2. Frage:

Die Übertragung der elterlichen Sorge auf Ihre Person hängt vom Kindeswohl ab. Ihr Antrag wird dann Erfolg haben, wenn eine gemeinsame elterliche Sorge den Kindern schadet, zum Beispiel weil der Kindsvater alle für die Erziehung der Kinder notwendigen Maßnahmen (Entscheidung über Schulbesuch, Ausstellung eines Passes, Gesundheitsfürsorge,...) blockiert, so dass Sie Handlungsunfähig sind.

Weiter ist eine Übertragung dann möglich, wenn Sie und Ihr Exmann sich in den Fragen der elterlichen Sorge nich einigen können oder wollen. In diesen Fällen wird die elterliche Sorge auf Sie übertragen.

Der Drogenmißbrauch Ihres Exmannes ist nur insoweit relevant, als dass der Mißbrauch Auswirkung auf die elterliche Sorge hat.



Ich hoffe Ihnen mit meinen Ausführungen einen ersten Überblick verschafft zu haben und bitte meine Antwort zu akzeptieren. Sie akzeptieren in dem Sie auf das grüne Feld "Akzeptieren" klicken.

Beachten Sie bitte, dass das Hinzufügen oder Weglassen von Informationen zu einer völlig anderen Beurteilung des Sachverhalts führen kann. Die Frage wurde beantwortet unter der Maßgabe, dass Sie die AGB (Allgemeinen Geschäftsbedingungen) gelesen haben und bereit sind, meine Antwort nach den gesetzlichen Vorgaben zu akzeptieren und angemessen zu vergüten. Beachten Sie bitte, dass eine kostenlose Rechtsberatung in der Bundesrepublik Deutschland nicht gestattet ist.

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt

Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,Ich hoffe Ihnen mit meinen Ausführungen weitergeholfen zu haben. Soweit Sie keine weiteren Nachfragen haben, bitte ich höflich meine Antwort zu akzeptieren indem Sie auf das grüne Feld "Akzeptieren" klicken.Mit freundlichen GrüßenHans-Georg SchiesslRechtsanwalt