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RA_UJSCHWERIN
RA_UJSCHWERIN, Rechtsanwalt
Kategorie: Familienrecht
Zufriedene Kunden: 2625
Erfahrung:  Rechtsanwältin
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RA_UJSCHWERIN ist jetzt online.

Hallo , ich habe eine Frage zur Verdienstgrenze bei Kindergeld

Kundenfrage

Hallo ,
ich habe eine Frage zur Verdienstgrenze bei Kindergeld für das Jahr 2010 und 2011

Mein Sohn hatte folgendes Einkommen 2010 2011

Gesamtbrutto 11.792 ca. 12.400

Steuerbrutto 11.093

SV Brutto KV/PV 8.137

Er ist BA Student und erhält eine Ausbildungsvergütung.
Macht es Sinn für diese Jahre rückwirkend Kindergeld zu beantragen ?
Komme ich unter Berücksichtigung der Werbungspauschale und Arbeitnehmeranteil an
der SV unter die 8004,- € .
Was kann ich ggf. tun um doch noch Kindergeld zu erhalten.
Macht es Sinn für 2012 einen Antrag zu stellen ?

Viele Fragen, ich weiß - vielleicht können sie mir helfen.

Danke XXXXX XXXXX einen guten Start ins Jahr 2011
Ihr Ingo Rauch
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Familienrecht
Experte:  RA_UJSCHWERIN hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

zu Ihrem Anliegen möchte ich gerne wie folgt ausführen:

Sie sollten in jedem Fall für 2012 einen Antrag auf Kindergeld stellen, denn mit dem Jahr 2012 fällt die Einkommensüberprüfung und der damit verbundene Freibetrag vollständig weg. Soweit Ihr Sohn noch keine 25 Jahre alt ist und sich in der Erstausbildung befindet, besteht ab Januar 2012 dann wieder ein Anspruch auf Kindergeld.

Ob ein Antrag für die Jahre 2010 und 2011 erfolgversprechend ist, kann ich Ihnen anhand Ihrer Daten leider nicht ermitteln. Vom Bruttoeinkommen Ihres Sohnes sind auf jeden Fall die von ihm zu tragen Sozialversicherungsbeiträge (Krankenversicherung etc.) in Abzug zu bringen. Daneben kann er eine Werbungskostenpauschale von 920 € in Anspruch nehmen. Sind die Werbungskosten höher, müssten diese der Kindergeldkasse nachgewiesen werden. Um einen Anspruch auf Kindergeld zu haben, müsste das bereinigte Einkommen dann unterhalb der Einkommensgrenze von 8004 € liegen.

Als Werbungskosten kommen folgende Positionen in Betracht:

Bewerbungskosten (sofern von der Agentur für Arbeit nicht erstattet)
Fahrten Wohnung / Arbeitsstätte (einfache Entfernung, 0,30€ ab dem ersten Kilometer)
Beiträge zu Gewerkschaften und Berufsverbänden
Reisekosten (sofern von Arbeitgeber nicht erstattet)
Unfallkosten (sofern auf dem Arbeitsweg und nicht von der Versicherung erstattet)
Häusliches Arbeitszimmer (sofern es den Mittelpunkt der Tätigkeit darstellt)
Doppelte Haushaltsführung
notwendige Arbeitsmittel (Berufskleidung, Werkzeuge, Fachbücher und -zeitschriften)
Fortbildungs- und Lehrgangskosten
sonstige Kosten im Rahmen der Tätigkeit, die vom Arbeitgeber nicht erstattet werden
Kontoführungsgebühren

Experte:  RA_UJSCHWERIN hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

Sie haben inzwischen meine Antwort gelesen. Bestehen noch Nachfragen? Wenn nicht, bitte ich um Akzeptanz meiner Antwort. Dankeschön.
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.

Hallo Frau Schwerin,

 

vielen Dank für Ihre schnelle Antwort.

Wenn ich Sie richtig verstehe muß ich für 2010 und 2011

für meinen Sohn eine Lohnsteuererklärung erstellen, in der

Hoffnung mit den tatsächlichen Werbungskosten unter die 8004,- € zu kommen.

 

Wenn ich die Gehaltsabrechnung aus Dez.2010 als Grundlage nehme ergibt sich für mich folgender Rechnenweg

 

( Gesamtbrutto 11.792,91 / incl. 699,66 Verwaltunggsgebühr st/sv frei )

( SV Brutto KV/PV 8137,-€ / genauso SV Brutto RV und AV )

Steuer Brutto 11.093,-

- 49,- Lohnsteuer

- 2,69 Soli

- 642,82 KV

- 809,63 RV

- 113,92 AV

- 79,33 PV

- 920,00 Werbekosten Pauschale

= 8.475,,61 € anrechenbares Einkommen

 

Ist der Rechenweg so richtig ?

 

Wenn ja , sinken wohl die Chancen auf Kindergeld gewaltig.

Haben sie noch eine andere Idee. Ich würde Ihnen gern die Gehaltsabrechnung aus Dez.2010 per Fax zukommen lassen . Vielleicht mache ich ja einen Fehler in der Berechnung.

 

Vielen Dank

Ingo Rauch

 

 

Experte:  RA_UJSCHWERIN hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

nein eine Einkommensteuererklärung müssen Sie nicht fertigen. Sie müssen die Ausgaben und Werbungskosten gegenüber der Kindergeldkasse darlegen und nachweisen.

Ihre Berechnung ist insoweit durchaus korrekt. Allerdings reicht die Werbungskostenpauschale nicht aus, um unter den Grenzbetrag zu kommen. Sie müssen hier insgesamt 1.391 € Werbungskosten gegenüber der Familienkasse nachweisen. Dies lässt sich ggf. mit Fahrtkosten realisieren. Hier kann wie oben beschrieben ein Kilometeransatz von 0,30 € je Entfernungskilometer abgerechnet werden.

Sie müssen daher an den Werbungskosten arbeiten. Unter dem folgenden Link finden Sie eine Vielzahl von Hinweisen, was alles als Werbungskosten anerkannt und abgesetzt werden kann. Hier zählt im Ergebnis jeder Beleg.

http://klicktipps.de/kindergeld.php#abzug-der-werbungskosten

Ich hoffe, Ihnen geholfen zu haben.
RA_UJSCHWERIN und 3 weitere Experten für Familienrecht sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.

Hallo Frau Schwerin,

 

vielen Dank XXXXX XXXXX haben mir sehr geholfen.

 

Ich wünsche Ihnen einen guten start ins Jahr 2012

Ingo Rauch

Experte:  RA_UJSCHWERIN hat geantwortet vor 5 Jahren.
Ich wünsche Ihnen auch alles Gute für das kommende Jahr.