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Claudia Schiessl
Claudia Schiessl, Rechtsanwältin und Fachanwältin
Kategorie: Familienrecht
Zufriedene Kunden: 16692
Erfahrung:  Fachanwältin für Familienrecht, Korrespondenzsprachen : deutsch und englisch, Ehescheidungen, Unterhalt, Güterrecht, Umgang, elterliche Sorge, seit 20 Jahren als Anwältin zugelassen
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Claudia Schiessl ist jetzt online.

Hallo. Ich weiß dieser Weg ist ungewöhnlich, aber ich weiß

Kundenfrage

Hallo. Ich weiß dieser Weg ist ungewöhnlich, aber ich weiß momentan nicht an wen ich mich wenden könnte. Meine Lebensgefährtin und ich haben uns getrennt und nun müssen viele Dinge geklärt werden. Wir haben eine gemeinsame Tochter und nun stellt sich die Frage des Sorgerechtes und des Aufenthaltbestimmungsrechtes. Meine Lebensgefährtin hat, wenn sie mich nicht belogen hat, damals bei der Geburt das alleinige Sorgerecht beantragt und auf mein Bitten die ganzen Jahre nie reagiert, wenn es darum ging das Sorgerecht auf uns beide zu teilen. Sie kam immer mit der Aussage, wenn wir uns trennen, wirst du sie mir dann für immer wegnehmen. Tja und so habe ich nie etwas dagegen unternommen. Aber nun, mit der Trennung möchte ich gerne, dass wir beide das Sorgerecht uns teilen. Der Grund für ihre Angst ist ihre Alkoholkrankheit und das wist auch der Grund für die Trennung. Seit 2006 ist es bei uns so, dass es immer wieder zu Streitigkeiten kam, wo sie im betrunkenen Zustand handgreiflich wurde. Dies nicht nur gegen mich, sondern auch gegen andere Personen und sogar gegen Polizeibeamte. Dies war auch der Grund, warum sie 2010 in einen psychatrische Anstalt aufgrund eines richterlichen Beschlusses eingwiesen wurde. Nach der Entlassung folgte aber keine Besserung und selbst Anzeigen von meiner Seite haben nichts geändert. Aus diesem Grund und zum Schutz unserer Tochter habe ich nun die Beziehung beendet, aber seit der Zeit bereitet sie mir Probleme beim Umgang mit meiner Tochter und versucht sie durch verschiedene Aktionen ihrerseits zu beeinflussen. Wie soll ich mich ihr gegenüber verhalten? Muss ich das Jugenamt mit einschalten und sollte ich neben dem geteilten Sorgerecht auch das Aufenthaltsbestimmungsrecht beantragen?
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Familienrecht
Experte:  Claudia Schiessl hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre familienrechtliche Anfrage, die ich wie folgt beantworten möchte:


in Deutschland ist die Rechtslage so, dass wenn die nichteheliche Mutter eine Sorgeerklärung nicht abgibt, die elterliche Sorge alleine bei ihr ist.

Was Sie zunächst tun sollten, ist, dass sie Ihr Umgangsrecht in die Wege leiten.

Umgang ist ein sehr wichtiges Recht des Kindes.

Es besteht die gesetzliche Vermutung dass eine regelmäßiger Umgang mit dem Elternteil, bei dem sich das Kind nicht auffällt dem Kindeswohl entspricht.

Sie sollten zunächst das Jugendamt einschalten und es um Vermittlung bitten.

Wenn das nicht funktioniert, müssen Sie einen Antrag vor dem Familiengericht auf Regelung des Umgangs stellen.

Zuständig ist das Familiengericht, in dessen Bezirk sich Mutter und Kind aufhalten.


Was die elterliche Sorge anbelangt, so ist es so das die gemeinsame elterliche Sorge voraussetzt dass die Eltern des Kindes miteinander kommunizieren können was Belange des Kindes betrifft.

Zwischen ihnen kam es jedoch bereits zu Handgreiflichkeiten so das bezweifelt werden muss ob die Mutter des Kindes die nötige Kooperationsfähigkeit aufbringt.

Sie selbst müssen, wenn sie die gemeinsame elterliche Sorge wollen immer betonen dass sie trotz allem was gewesen ist um des gemeinsamen Kindes willlen zur Kooperation mit der Mutter bereit sind.

Nach der neuesten Rechtslage haben Sie als nichtehelicher Vater jedoch auch die Möglichkeit die elterliche Sorge auf sich zu beantragen.

Sie sollten zuerst das Jugendamt auf ihre Seite ziehen, indem sie von ihren Bedenken dahingehend berichten dass das Kind bei der Mutter auch adäquat versorgt wird und gut aufgehoben ist.

Ein Anhaltspunkt dafür dass es nicht so sein könnte ist der Aufenthalt in der Psychiatrie im Jahre 2010.


ich hoffe, dass ich Ihnen einen ersten Überblick verschaffen konnte

Bei Unklarheiten fragen Sie bitte nach.


Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwältin


Wenn ich Ihre Frage beantwortet habe bitte ich höflich um Akzeptierung vielen Dank
Claudia Schiessl und weitere Experten für Familienrecht sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
vielen Dank für ihre schnelle Antort. Sie hat mir auf jeden Fall schon einmal geholfen. Ich hätte da aber noch ein Frage. Sollte ich den Termin beim Jugendamt mit meinem Anwalt oder ohne ihn war nehmen? Sollte ich mit ihm vorher die nächsten Schritt besprechen und wie sollte ich mich in der Zwischenzeit gegenüber meiner ehemaligen Lebensgefährtin verhalten?
Experte:  Claudia Schiessl hat geantwortet vor 5 Jahren.
sehr geehrter Fragesteller,

Vielen Dank für den Bonus.


Ob der Anwalt mit zum Jugendamt gehen soll oder nicht ist eine Frage die generell nicht beantwortet werden kann.

Nicht jeder Jugendamtsmitarbeiter reagiert erfreut wenn der Anwalt mit auftaucht und nicht jeder Anwalt ist dazu bereit sich zum Jugendamt zu begeben.

Das ist also eine Frage die je nach Einzelfall entschieden werden muss.

Ich selbst handhabe es so dass ich meistens die Mandanten vorher instruiere und allein hingehen lasse und nur dann mit gehe wenn zwischen dem Mandanten und dem Jugendamtsmitarbeitern bereits Spannungen bestehen, die ich durch meine Anwesenheit ausbügeln kann.

Sie sollten mit Ihrem Anwalt unbedingt alle Schritte besprechen

.Sie sollten sich gegenüber ihrer Lebensgefährtin möglichst zurückhaltend verhalten. Sie sollten Kooperationsbereitschaft zeigen, sich aber nicht auf irgendwelche Streitigkeiten oder Diskussionen mit ihr einlassen.

wenn Sie zur Bezahlung von Kindesunterhalt aufgefordert werden müssen Sie dem nachkommen.


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