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Tobias Rösemeier
Tobias Rösemeier, Rechtsanwalt
Kategorie: Familienrecht
Zufriedene Kunden: 16816
Erfahrung:  selbständiger Rechtsanwalt
37896974
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Tobias Rösemeier ist jetzt online.

Ich bin momentan im sorgerechtsstreit mit meiner ex Lebensgefährtin.

Kundenfrage

Ich bin momentan im sorgerechtsstreit mit meiner ex Lebensgefährtin. Es sieht zum Thema Sorgerecht (geteilt) auch recht gut aus. Zum aufenthaltsbestimmungrecht wird sich aber nicht viel ändern. Sie möchte aus meiner Sicht - Hals über Kopf - zu Ihrem neuen Lebenspartner umziehen. Gespräche mit dem Jugendamt ergaben das sie das darf da es nicht gegen das kindeswohl ist. Was kann ich denn überhaupt noch machen. Ich möchte meinen Sohn doch gerne bei mir haben. Aber als Vater das alleinige aufenthaltsbestimmungrecht zu bekommen erscheint mir schier aussichtslos
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Familienrecht
Experte:  Tobias Rösemeier hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Anfrge, die ich gerne wie folgt beantworte.

Aus der Ferne lässt sich sehr schwer beurteilen, was Sie unternehmen können, um das Aufenthaltsbestimmungsrecht für Ihren Sohn zu erhalten. Dies hängt auch entscheidend vom Alter Ihres Kindes und der bisherigen Betreuungssituation ab.

Solange die Kindesmutter mit dem Kind nicht in eine entfernte Stadt zieht, sondern in der bisherigen Umgebung bleibt, spricht ein Zusammenzug mit dem neuen Lebensgefährtin pauschal erst einmal nicht gegen das Kindeswohl. Dies kann aber anders sein, wenn Ihr Kind schon etwas älter ist und eine sehr enge Beziehung zu Ihnen hat.

Allein die Tatsache, dass die Kindesmutter hier mit dem neuen Lebensgfährten eine häusliche Gemeinschaft aufnehmen will, spricht nicht für eine Kindeswohlgefährdung.

Wenn Sie auch künftig räumlich in der Nähe zueinander wohnen, käme unter Umständen das sog. Wechselmodell in Betracht. Dann würde Ihr Kind teilweise von der Kindesmutter und teilweise von Ihnen betreut. Neben dem Sorgerecht wäre natürlich auch noch das Umgangsrecht einer Regelung zuzuführen. Hier sind Sie ebenfalls nicht an die 14tägige Regelung gebunden, sondern können ein großzügigeres Umgangsrecht vereinbaren.
Tobias Rösemeier und weitere Experten für Familienrecht sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sorry , dann hab ich das nicht richtig formuliert.sie will in eine 250km entfernte Stadt ziehen
Experte:  Tobias Rösemeier hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

dieser Umzug ist dann zustimmungsbedürfte. In diesem Fall müssen Sie neben dem Sorgerechtsantrag das alleinige Aufenthaltsbestimmungsrecht beantragen. So können Sie den Umzug erst einmal verhindern.

Alleine die Tatsache, dass der neue Lebensgefährte dort wohnt, rechtfertigt keinen Umzug über diese Distanz. Verhindern können Sie es selbst alleridngs erst einmal nur mit dem Aufenthaltsbestimmungsantrag, den Sie soweit Sie ein Sorgerechtsverfahren vor dem Familiengericht führen, parallel dazu in das Verfahren einfügen können.

Besteht noch keine gemeinsame Sorge und ist der Umzug zeitnah geplant, sollten Sie den Antrag schnellstmöglich beim Familiengericht einreichen, soweit noch nicht geschehen. Empfehlenswert ist dann auch eine Vertretung durch einen Fachanwalt für Familienrecht.

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