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Mustermann
Mustermann, Rechtsanwalt
Kategorie: Familienrecht
Zufriedene Kunden: 264
Erfahrung:  1. und 2. juristisches Staatsexamen
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Mustermann ist jetzt online.

Sehr geehrte Damen und Herren Mein Sohn ist mittlerweile

Kundenfrage

Sehr geehrte Damen und Herren

Mein Sohn ist mittlerweile 18 Jahre und ist im ersten Lehrjahr, er lebt noch bei seiner Mutter. Ich habe bisher immer Unterhalt bezahlt bis er Volljährig war.
Normalerweise müsste er schon im zweiten Lehrjahr sein, weil er eine Lehre abgebrochen hat, aber ich habe trotzdem weiterbezahlt.
Nun hat er einen Rechtsanwalt beauftragt um seinen Unterhaltein zu einzufordern, er verdient derezeit 350 € netto.
Die Rechtsanwältin hat mich kontaktiert, das ihr eine Vollmacht vorlegt den Unterhalt einzuklagen soweit so gut.
Daraufhin habe ich meinen Sohn kontaktiert, der hat mir erklärt das seine Mutter ihm stress macht das Geld einzuklagen.
Mein Sohn hat mir schriftlich bestätigt das er von mir keinen weiteren Unterhalt mehr möchte und hat mir eine Verzichtserklärung unterschrieben und der Rechtsanwältin die Vollmacht entzogen.
Das Fax wurde wurde zugestellt. 4 Tage später hat mein Sohn wieder der Rechtsanwältin eine Vollmacht erteilt, weil die Mama stress macht.
Ich möchte es eigentlich privat klären wie schriftlich vereinbahrt.
Mein Sohn und ich verstehen uns eigentlich sehr gut, aber es nervt, diese hin und her. Mein Farge: ist diese verzichtserklärung bindend oder nicht ?
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Familienrecht
Experte:  Mustermann hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrte/r Fragesteller/in,

gerne beantworte ich Ihre Frage wie folgt:

Der Unterhaltsanspruch Ihres Sohnes folgt aus § 1601 BGB. Auf die Erfüllung des Unterhaltsanspruchs kann zwar für die Vergangenheit, aber nicht für dike Zukunft verzichtet werden, § 1614 BGB.

Hintergrund ist u.a., dass die Unterhaltsregelung auch im öffentlichen Interesse erfolgt:

Wäre ein solcher Verzicht möglich, bestünde die Gefahr, dass Unterhaltsberechtigte im Interesse ihrer derjenigen, die ihnen zum Unterhalt verpflichtet und leistungsfähig sind, auf den Unterhalt verzichten und stattdessen staatliche Leistungen beziehen. So könnte durch geschickte Gestaltung innerhalb der Familie die Unterhaltsverpflichtung auf den Staat verlagert werden. Dies soll im Interesse der Öffentlichkeit, die finanziell hierunter zu leiden hätte, ausgeschlossen werden.

Die Verzichtserklärung Ihres Sohnes ist daher nicht bindend, soweit auf den Unterhalt für die Zukunft verzichtet wurde. Ich bedaure, Ihnen nichts Günstigeres mitteilen zu können.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen einen Überblick über die Rechtslage verschaffen.

Sollten Sie ein Nachfrage zu meiner Antwort haben, stellen Sie diese bitte. Anderenfalls akzeptieren Sie bitte meine Antwort, indem Sie den grünen "Knopf" anklicken und geben bitte eine Bewertung ab.

Bitte beachten Sie, dass es sich bei meinen Ausführungen um eine erste Einschätzung aufgrund des von Ihnen geschilderten Sachverhalts handelt, die eine persönliche Beratung durch einen Rechtsanwalt nach umfassender Aufklärung des Sachverhalts nicht ersetzen kann oder soll. Durch Auslassen oder Hinzufügen von Tatsachen kann sich die rechtliche Bewertung ändern.

Mit freundlichen Grüßen
Chris Koppenhöfer
(Rechtsanwalt)
Mustermann und 2 weitere Experten für Familienrecht sind bereit, Ihnen zu helfen.
Experte:  Mustermann hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrte/r Fragesteller/in,

haben Sie zu meiner Antwort noch eine Frage? Diese würde ich Ihnen gerne beantworten.

Anderenfalls möchte ich Sie bitten, meine Antwort - schon aus Gründen der Fairness - zu akzeptieren und eine Bewertung abzugeben. Schließlich haben Sie unter Auslobung eines Einsatzes eine Beurteilung Ihres Sachverhaltes erbeten und diese auch erhalten.

Mit freundlichen Grüßen
Chris Koppenhöfer
(Rechtsanwalt)
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.
Guten Tag
Mein Sohn und meine Ex-Freundin haben mich nie kontaktiert wegen dem Unterhalt.
Ich war erstaunt das mich aufeinmal ein Rechtsanwalt wegen dem Unterhalt angeschrieben hat.
Ich finde es nicht fair, ich wäre jederzeit für ein Gespräch bereit,ich habe auch kontakt zu meinem Sohn, der hat aber nie etwas erwähnt das er sich an einem Rechtsanwalt gewandt hat. Muss ich meine Lohnaberechnungen wirklich dem Rechtsanwalt aushändigen, obwohl ich bereit bin Unterhalt zu leisten !Wer muss den Anwalt bezahlen ?
Experte:  Mustermann hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

wenn Sie in der Vergangenheit nicht zur Zahlung von Unterhalt aufgefordert wurden, dürfte jedenfalls ein Anspruch auf Unterhalt für die Vergangenheit nicht bestehen. Der Anspruch von Unterhalt für die Zukunft bleibt davon jedoch unberührt.

Grundsätzlich müssen Sie jdenfalls jenseits eines Gerichtsprozesses keine Unterlagen bzgl. Ihrer Einkünfte vorlegen. Es kann dann jedoch passieren, dass der Rechtsanwalt zu hohe Unterhaltsforderungen stellt und versucht diese durchzusetzen. Dies könnten Sie durch Vorlage entsprechender Unterlagen vermeiden, weil dann ein zutreffender Unterhalt ermittelt werden kann. Ob Sie die Unterlagen vorlegen wollen, sollte sich daher an Zweckmäßigkeitsgesichtspunkten orientieren. Bei einem hinreichend plausiblen Angebot Ihrerseits wird der Anwalt vielleicht auf die Vorlage verzichten.

Grundsätzlich müssen Sie den Anwalt nicht bezahlen. Wenn Ihr Sohn sich unmittelbar an einen Anwalt wendet, anstatt seine Ansprüche Ihnen gegenüber selbst geltend zu machen, muss er die Kosten selbst tragen. Etwas anderes gilt dann, wenn Ihr Sohn einen Schadensersatzanspruch gegen Sie hat - etwa wegen einer Verletzung der Unterhaltspflicht oder wenn er Sie bereits zur Leistung aufgefordert hat, Sie sich also in Verzug befinden.

Ob dies der Fall ist, kann nur beurteilt werden, wenn Ihr Sachverhalt umfassend untersucht wird. Danach sieht es auf Grundlage Ihrer Schilderungen jedoch nicht aus.

Ich Wünsche Ihnen einen schönen Sonntag und bedanke mich für Ihre vorgenommene Akzeptierung!

Mit freundlichen Grüßen
Chris Koppenhöfer
(Rechtsanwalt)