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Tobias Rösemeier
Tobias Rösemeier, Rechtsanwalt
Kategorie: Familienrecht
Zufriedene Kunden: 16816
Erfahrung:  selbständiger Rechtsanwalt
37896974
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Tobias Rösemeier ist jetzt online.

Ich habe zwei Anliegen Ich bin mit meiner 1.5 Jahre alten

Kundenfrage

Ich habe zwei Anliegen:
Ich bin mit meiner 1.5 Jahre alten Tochter zu meiner Mutter gezogen (Kanton TG) da ich nach über einem Jahr Arbeitslosigkeit meine alte Wohnung nicht mehr lange zahlen gekonnt hätte. Durch meinen Freund der in Deutschland lebt, verbringe ich momentan viel Zeit bei ihm in Deutschland, was den Anfahrtsweg für den Leiblichen Vater verlängert/verändert (Wir waren nicht verheiratet, haben kein gemeinsames SOrgerecht und er hat uns verlassen wo die Tochter 4 Monate alt war).

Er klagt nun via Anwalt an, dass er nicht mehr gleich viel Unterhalt zahlen müsse, da ich "ins Ausland gezogen sei" - und sein Besuchsrecht sei so nicht umzusetzten, da er so weit fahren müsse (260km mehr wie davor).

Des weiteren ist es so, dass meine Tochter von Beginn weg nur ungern mit ihm mitging. Es war verbunden mit weinen beim gehen und apathisch sein beim heimkommen. Ich habe mit allen möglichen Mittel wie - dauer der übergabe verlängen, ihm die möglichkeit geben sie bei mir zu sehn (nach einem längeren urlaub von ihm..) bis hin zu draussen auf dem spielplatz sie zu ihm zu schieben und wegzuschleichen.. doch leider hat sich die situatin nicht geändert. das kind versteckt sich vor ihm und will nicht mit. und wenn es dann nach gezwungenner übergabe zurückkommt ist es apathisch und klammert sich tagelang übermässig an mich.

eine psychologin riet mir dann zu kürzeren besuchszeiten (statt 10 bis 17 uhr) nur 2 bis drei stunden bis sich das kind an die person gewöhnt und gern mitgeht.

nun klagt er gleichzeitig auch dies ein - und falls ich nicht an einen seiner anwältin genannten termine erscheine wolle er damit vor gericht gehen.

was kann ich tuN?

vielen dank XXXXX XXXXX antwort.
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Familienrecht
Experte:  Tobias Rösemeier hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrte Fragestellerin,

ist denn bereits ein gerichtliches Verfahren anhängig ?

Was will der Kindesvater konkret von Ihnen ?

Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Herr Rösemeier
es ist kein gerichtliches Verfahren anhängig. Lediglich der erste Brief seiner Anwältin - mit Frist bis wann ich mich zu melden habe - und Termine an denen ich erscheinen soll zwecks einer gemeinsamen Lösung.

Der Kindsvater will weniger Unterhalt bezahlen da er es auslegt als ob ich in D wohne. Ich bin jedoch lediglich die meiste Zeit hier bei meinem Freund. Wohne aber weiterhin in der Schweiz.
Des weiteren will der Kindsvater das Besuchsrecht anpassen da er erneut auslegt ich wohne in D. und er könne nicht so weit fahren um das kind zu sehen. des weiteren will er nicht auf meine aufforderung eingehen die besuchszeiten zu kürzen bis das kind gerne mitgeht, damit er eine positive bindung aufbauen kann. denn das verweigern vom mitgehen wird immer schlimmer. er besteht auf seine damals besprochenen zeiten (da war das kind knappe 4 monate alt und es war nicht abzusehen, wie es dem kind bei den besuchen geht)

Grüsse
Experte:  Tobias Rösemeier hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrte Fragestellerin,

zunächst müssen Sie der Aufforderung der Anwältin nicht Folge leisten, es sei denn Sie würden sich mental in der Lage fühlen, Ihre Interessen selbts zu vertreten. Am Besten wäre, wenn Sie einen Familienrechtsanwalt hinzuziehen.

Nach diesseitigem Dafürhalten dürfte sich am Unterhaltsanspruch nichts signifikantes ändern lassen, ob Sie sich nun da oder dort überwiegend aufhalten.

Bei der Frage des Umgangsrechtes wäre genauestens zu erforsXXXXX, XXXXXhalb das Kind den Umgang ablehnt. Es ist allgemeine Erfahrung, dass bei kleinen Kindern sich die Ablehnungshaltung des betreuenden Elternteils überträgt bzw. vieles mit der Übergabesitution zu begründen ist. Lange gezogene Übergaben sind wenig hilfreich und führen nur zum gegenteiligen Effekt. Der Rat der Psychologin ist insofern wenig hilfreich. Eine positive Bindung zum Kindesvater kann sich nur durch regelmäßige Umgangskontakte in relativ kurzen Abständen aufbauen.

Es wäre sinnvoll, wenn Sie diesbezüglich eine eingehende Beratung über ein Jugendamt in Anspruch nehmen und dort ggf. Vermittlungsgespräche mit dem Kindesvater initiieren.

Bitte fragen Sie weiter nach.