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rakrueger, Rechtsanwalt
Kategorie: Familienrecht
Zufriedene Kunden: 3574
Erfahrung:  Lanjährige praktische rechtsübergreifende Tätigkeit als Rechtsanwalt
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rakrueger ist jetzt online.

Seit kurz nach der Geburt meines Sohnes lebte sein Vater in

Kundenfrage

Seit kurz nach der Geburt meines Sohnes lebte sein Vater in Libyen. Kurz bevor er dorthin ging, wurde vom Amtsgericht ein Unterhaltstitel erstellt auf der Grundlage seines Verdienstes als Geselle. Er zahlte jahrelang viel zu wenig, da mein Sohn ein Kind mit erhöhtem Bedarf (Neurodermitis, Muskelschwäche, Fehlstellung der Füße, ADHS, etc.) war und sich außerdem herausstellte, dass er erheblich mehr verdiente, aber die Zahlungen nicht entsprechend angepasst hatte. Ich habe mich nie getraut dahingehend Forderungen zu stellen, da Libyen kein Auslieferungsabkommen mit Deutschland hat und ich Angst hatte, gar nichts mehr zu bekommen. Durch den Krieg in Tripolis musste er nach Deutschland zurück und ich habe versucht das mit ihm zu besprechen, aber ohne Erfolg. Im Gegenteil, er möchte jetzt plötzlich Geschenke an den Sohn zum Unterhalt hinzurechnen.
Habe ich Chancen auf eine Nachforderung?
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Familienrecht
Experte:  rakrueger hat geantwortet vor 5 Jahren.

Besten Dank für Ihre Frage, zu der ich aufgrund Ihrer Schilderung gerne informatorisch Auskunft gebe wie folgt.

Sie können das von ihm fordern, was Ihnen aufgrund des Unterhaltstitels zugesprochen worden ist, und zwar auch für die Vergangenheit, wenn der Kindesvater in der Vergangenheit nicht oder nich vollständig gezahlt hat.

Einen erhöhten Betrag können Sie grundsätzlich nicht rückwirkend geltend machen. Unterhalt kann in der Regel erst ab dem Zeitpunkt geltend gemacht werden, zu dem er ausdrücklich verlangt worden ist.

Sie müssten also eine Anpassung des Unterhaltstitels in die Wege leiten, wenn Sie Anhaltspunkte dafür haben, dass die Einkommensverhältnisse des Kindesvaters sich geändert haben.
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Das heisst, auch in dieser besonderen Situation (Aufenthalt des Kindsvaters 17 Jahre im Ausland) gibt es keine rechtliche Grundlage, einen finanziellen Ausgleich zu schaffen für die erhöhte Belastung, die ich die ganzen Jahre alleine tragen musste?

Ausdrücklich verlangt bedeutet in diesem Zusammenhang wohl schriftlich, bzw. über das Jugendamt, oder?

Eine Anpassung des Unterhaltstitels erwirkt man wie?

Soweit ich weiß, ist der Kindsvater rechtlich dazu verpflichtet über seine Einkommensverhältnisse Auskunft zu geben. Das muss ja sicher auch wieder irgendwo beantragt werden. Wo/wie?

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