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RASchiessl
RASchiessl, Rechtsanwalt
Kategorie: Familienrecht
Zufriedene Kunden: 26381
Erfahrung:  Fachanwalt für Familienrecht über 16 Jahre Berufserfahrung
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RASchiessl ist jetzt online.

Sehr geehrte Damen und Herren, ich habe folgende Frage Meine

Kundenfrage

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich habe folgende Frage:
Meine Freundin (22 Jahre) und ich haben vor im November zu Heiraten. Sie wird bleibt
polizeilich bei Ihrer Mutter gemeldet und natürlich auch dort wohnen. Im September wird sie eine
Ausbildung beginnen und dort unter dem steuerlichen Existenzminimum bleiben,
sodass sie Kindergeld berechtigt wäre. Sollten wir nun heiraten, hätte ich in
Lohnsteuerklasse III einen monatlichen Nettoverdienst von ca. 1600 €. (Jahresbrutto ca. 28000)
Wenn Ich auch bei meinem Vater polizeilich gemeldet bleibe und dort wohne, wäre meine Freundin
dann noch Kindergeld berechtigt?

Über eine zeitnahe Antwort wäre ich Ihnen sehr dankbar.

Mit freundlichen Grüßen
André Reith
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Familienrecht
Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

In der Sache nehme ich Stellung wie folgt:

Der Kindergeld -Anspruch für ein volljähriges Kind erlischt grundsätzlich für die Monate nach der Eheschließung des Kindes.

 

Der Anspruch auf Kindergeld setze eine typische Unterhaltssituation der Eltern voraus, so der BFH im Urteil v. 2.3.2000, die nicht mehr bestehe, wenn der Ehegatte des Kindes vorrangig zum Unterhalt verpflichtet sei.

 


Ausnahme in Mangelfällen:

 

In den Fällen, in denen der Ehegatte des Kindes oder der Vater des Kindeskindes aufgrund eines zu niedrigen Einkommens (mangelnde wirtschaftliche Leistungsfähigkeit) nicht zum ausreichenden Unterhalt des Kindes in der Lage ist und das Kind selbst auch nicht über genügend Einkünfte und Bezüge verfügt, müssen die Eltern nach wie vor für das Kind aufkommen.

 

Bei verheirateten Kindern wird unterstellt, dass sie sich das gemeinsame Nettoeinkommen mit ihrem Ehegatten bzw. Lebenspartner teilen.

Daher ist die Hälfte des Unterschiedsbetrags zwischen

  • dem Gesamtbetrag der Einkünfte und Bezüge des Kindes und
  • dem Nettoeinkommen des besser verdienenden Ehegatten bzw. Lebenspartners des Kindes

als Unterhaltsleistung des Ehegatten bzw. Lebenspartners anzusehen und stellt anzurechnende Bezüge dar

 

Ob in Ihrem Fall ein Mangelfall vorliegt, kann erst berechnet werden, wenn das Einkommen Ihrer Freundin feststeht.

 

Nicht ausschlaggebend ist jedenfalls, wo Sie oder Ihre Freundin gemeldet sind.

 

Ich hoffe Ihnen mit meinen Ausführungen einen ersten Überblick verschafft zu haben und bitte meine Antwort zu akzeptieren.


Sie akzeptieren in dem Sie auf das grüne Feld "Akzeptieren" klicken.

 

 

Falls Sie Rückfragen haben stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung. Ich bin auch gerne bereit, Ihnen in anderen Angelegenheiten zur Seite zu stehen.

 

Beachten Sie bitte, dass das Hinzufügen oder Weglassen von Informationen zu einer völlig anderen Beurteilung des Sachverhalts führen kann. Die Frage wurde beantwortet unter der Maßgabe, dass Sie die AGB (Allgemeinen Geschäftsbedingungen) gelesen haben und bereit sind, meine Antwort nach den gesetzlichen Vorgaben zu akzeptieren.

 

Mit freundlichen Grüßen

 

Hans-Georg Schiessl

Rechtsanwalt

Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

Ich hoffe Ihnen mit meinen Ausführungen weitergeholfen zu haben. Soweit Sie keine weiteren Nachfragen haben, bitte ich höflich meine Antwort zu akzeptieren indem Sie auf das grüne Feld "Akzeptieren" klicken.

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt

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