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raschwerin
raschwerin, Rechtsanwalt
Kategorie: Familienrecht
Zufriedene Kunden: 1398
Erfahrung:  Rechtsanwalt
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Hallo Herr R semeier, noch eine abschlie ende Frage Der

Kundenfrage

Hallo Herr Rösemeier,

noch eine abschließende Frage:

Der Gesetzgeber wollte doch mit Einführung des(§ 1600b Abs. 1 BGB) verhindern das solche Fälle entstehen. Die Vaterschaft ist doch damit stillschweigend anerkannt worden.

Wie in Absatz 3)

Hat der gesetzliche Vertreter eines minderjährigen Kindes die Vaterschaft nicht rechtzeitig angefochten, so kann das Kind nach dem Eintritt der Volljährigkeit selbst anfechten. In diesem Fall beginnt die Frist nicht vor Eintritt der Volljährigkeit und nicht vor dem Zeitpunkt, in dem das Kind von den Umständen erfährt, die gegen die Vaterschaft sprechen. - Wenn das so ist hätte doch der Anfechtung nicht stattgegeben werden dürfen.

Sonst wäre doch dieser § 1600b komplett überflüssig - wenn ich, wann ich will die Vaterschaft als Scheinvter anfechten kann.

Auch ist durch diese Angelegenheit meine jetzige Ehe soweit in Mitleidenschaft gezogen worden das meine Frau permanent von Trennung spricht, woraus in der Konsequenz ein weiteres Kind ohne Vater dastehen wird und Unterhaltszahlungen aus meiner Sicht fast unmöglich bzw. ins leere laufen würden. Auch habe ich keinerlei Interesse an meiner unehelichen Tochter, da keine Soziale Bindung eher noch negative Emotionen hervorgerufen werden.

Wem ist das dienlich?
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Familienrecht
Experte:  Tobias Rösemeier hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

ich kann gut verstehen, dass Sie den Sinn der bezeichneten Vorschrift hinterfragen.

Dem Gesetzgeber ging es nicht vorrangig um die Anfechtungsfrist, sondern um den Rechtsfrieden.

Dieser ist jedoch nicht gefährdet, wenn sich der Scheinvater und die Kindesmutter einig sind. Das Gericht ist nicht gehalten, Dinge zu hinterfragen, die nicht streitig sind.

Somit ist und bleibt der Rechtsfrieden gewahrt und im Ergebnis wurde auch nichts falsches festgestellt, denn der Scheinvater ist nicht der Vater des Kindes.

Im Ergebnis führt kein Weg in die und zur Rückgängigmachung der gerichtlichen Feststellung.

Die sich daraus ergebendenden Konsequenzen müssen die Beteiligten notgedrungen tragen. Wie Sie damit umgehen, haben Sie allein in der Hand.

Ursache des drohenden familiären Zerwürfnisses ist sicherlich auch nicht die Entscheidung des Gericht.

Leidtragende sind offensichtlich die Kinder, die jedoch für das Verhalten Ihrer Eltern sicher nichts können.

Entschuldigen Sie bitte meine Direktheit.