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Tobias Rösemeier
Tobias Rösemeier, Rechtsanwalt
Kategorie: Familienrecht
Zufriedene Kunden: 16816
Erfahrung:  selbständiger Rechtsanwalt
37896974
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Tobias Rösemeier ist jetzt online.

hallo, ich hab weitere fragen zum nachlass meiner mutter. wie

Kundenfrage

hallo, ich hab weitere fragen zum nachlass meiner mutter. wie am 26.07. geschrieben, ist unsere mutter am 30 mai gestorben und wir sind also 7 erbberechtigte. vom amtsgericht bekam ich vor 2 tagen einen brief, dass kein erbschein gestellt wurde, und dass ein die todesfallkosten uebersteigener nachlass nicht vorhanden ist. auf meine anfrage beim amtsgericht bekam die die auskunft, dass meine schwester angab, dass ein vertrag zu ihren gunsten vorliegt, so dass sie unter vorlage einer sterbeurkunde ueber die konten verfuegen kann. ausserdem gab sie an, dass die beerdigungskosten vom girokonto unserer mutter bestritten werden. meine schwester hatte zu lebzeiten meiner mutter unterschriftsberechtigung auf unserer mutter konto. ich selbst habe nie unterlagen gesehen, weder das sparbuch oder kontoauszuege noch irgend welche versicherungspolicen. am telefon teilte sie mir nach dem ableben unserer mit, dass 25.000 Euro auf dem sparbuch vorhanden sind. es gibt kein testament. meine fragen sind: ist ein derartiger vertrag gueltig nach dem ableben unserer mutter? kann ich einsicht in die unterlagen verlangen? es ist moeglich, dass sie sie mir verweigert, was kann ich in diesem fall machen? ist sie verpflichtet, das geld unter uns zu verteilen? wie hoch ist ein eventueller pflichtanteil ausgehend von 25.000 Euro? mit freundlichen gruessen
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Familienrecht
Experte:  Tobias Rösemeier hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

gern beantworte ich Ihre Frage wie folgt:

Es ist durchaus möglich, dass Ihre Mutter die Schwester bevollmächtigt hat, über den Tod hinaus deren Vermögen zu verwalten und insbesondere die Beerdigungskosten daraus zu bestreiten.

Unabhängig davon sind alle Kinder Erben in den verbleibenden Nachlass geworden, da kein Testament vorhanden ist.

Die Schwester ist als Erbschaftbesitzerin zum Bestand des Nachlasses zum Todeszeitpunkt auskunftspflichtig. Sie sollten daher Ihre Schwester auffordern, Auskunft zu erteilen.

Da die Schwester offensichtlich auch die Vermögensverwaltung innehatte, besteht auch ein Auskunftsanspruch über Verfügungen vor dem Tode der Mutter.

Für den Fall der Weigerung kann der Auskunftsanspruch im Klagewege weiterverfolgt werden.

Über die Verteilung des Vermögens hat sich die Erbengemeinschaft zu vereinbaren.

Ihr Erbanteil beträgt 1/7 des Nachlasses.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen die Rechtslage verständlich darstellen.

Bitte fragen Sie nach, wenn weiterer Klärungsbedarf besteht.



Experte:  Tobias Rösemeier hat geantwortet vor 6 Jahren.
Haben Sie noch eine Nachfrage ? Ich beantworte diese gern.


Hierneben möchte ich Sie noch an das Akzeptieren Ihrer vorhergehenden Frage vom 26.07.2011 erinnern.


Vielen Dank !



Experte:  Tobias Rösemeier hat geantwortet vor 6 Jahren.
Wenn Sie dann keine Nachfrage mehr haben, darf ich höflichst an das Akzeptieren erinnern.

Vielen Dank !
Tobias Rösemeier und weitere Experten für Familienrecht sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.

hallo Herr Rösemeier,

 

es hat sich etwas neues ergeben, zu dem ich noch fragen hab.

am 21-12-01 wurde eine "verfügung zugunsten dritter für den todesfall" zu gunsten meiner schwester ausgestellt (niemand von uns übrigen geschwister wusste etwas davon).

meine schwester war beim anwalt welcher ihr mitteilte, dass die angegebenen konten (das ersparte darauf) eine schenkung an sie ist.

auf dem girokonto ist nicht genug geld, um die beerdigung zu begleichen und meine schwester droht jetzt damit, den restbetrag von uns einklagen zu wollen.

 

ausser einer kopie der verfügung und einer kontouebersicht der "aktiven verträge per 15.06.11" habe ich auch auf mehrmalige anfrage keinerlei unterlagen von meiner schwester, welche den nachlass unserer mutter regelt, bekommen.

 

ab dem zeitpunkt des todes unseres vaters sass unsere mutter in "ungeteilter nachlassenschaft" (ich weiss nicht, welcher betrag auf dem sparbuch zum todesyeitpunkt meines vaters war).

 

meine fragen sind:

 

kann meine mutter mit der angegebenen verfügung des ganzen sparbetrag unserer schwester/begünstigten übertragen?

 

könnten sie mir einen anwalt in Deutschland nennen (ich lebe in Norwegen) an den ich mich wenden kann, um die unterlagen zu bekommen?

 

anmerkung:

keiner von uns geschwistern ist an geld interessiert, allerdings sind wir auch nicht daran interessiert eine zahlung an unsere schwester zu leisten, ohne in die entsprechenden unterlagen einsicht zu bekommen.

 

mit freundlichen grüssen

H.M. Gadland

 

Experte:  Tobias Rösemeier hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre weiteren Fragen beantworte ich wie folgt:

Die Mutter durfte dann über die Sparbeträge verfügen, wenn Sie die alleinige Verfungsberechtigte, also Eigentümerin war.

Soweit die Schenkung bereits 2001 (siehe oben) erfolgt, besteht unter Berücksichtigung des § 2325 BGB möglicherweise kein Ausgleichsanspruch mehr, soweit die Schenkung bereits länger als 10 Jahre zurückliegt.

Einen Anwalt kann ich Ihnen empfehlen, wenn Sie mir sagen, wo die Schwester wohnt.