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Tobias Rösemeier
Tobias Rösemeier, Rechtsanwalt
Kategorie: Familienrecht
Zufriedene Kunden: 16814
Erfahrung:  selbständiger Rechtsanwalt
37896974
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Tobias Rösemeier ist jetzt online.

Guten Morgen, bei mir ist die Situation sehr verfahren. Mein

Kundenfrage

Guten Morgen,
bei mir ist die Situation sehr verfahren. Mein kleiner Sohn Manuel lebt seit der Geburt bei mir. Mein Großer Sohn 15 Jahre alt lebt seit 2 1/2 Jahren in diversen Einrichtungen des Jugendamtes wegen sexueller Übergriffe. Jetzt hat das JA die bisherige Maßnahme des Gr0ßen Sohnes gekündigt und will von uns eine Entscheidung, wo Nico, der Große, ab nächster Woche Freitag leben soll. Bei seinem Vater kann er nicht wohnen, da dort der erst Übergriff stattfand. Bei mir lebt der kleine. Jetzt droht mein Ex-Mann mir das Sorgerecht und den kleinen weg zu nehmen, da ich Nico eine Woche bei mir hatte, wo auch der kleine da war. Mein Ex sagt ich habe das Kindeswohl gefährtet. Wie ist es wenn ich den kleinen freiwillig zu seinem Vater gebe, damit der große bei mir leben kann, hat mein Ex dann immer noch die Chance das alleinige Sorgerecht für den Kleinen zu bekommen.
Über eine Antwort wäre ich dankbar-
LG aus Frannkfurt
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Familienrecht
Experte:  Tobias Rösemeier hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrte Fragestellerin,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich gerne wie folgt beantworte.

Die von Ihnen zu treffende Entscheidung ist sehr schwerwiegend. Zunächst einmal ist zu prüfen, ob von Ihrem großen Sohn tatsächlich eine Gefahr für Ihren kleinen Sohn ausgeht. Nur dann wäre es sinnvoll, den Kleinen zu seinem Vater zu geben. Alleine die Aufnahme des großen Sohnes in Ihren Haushalt stellt nicht zwingend eine Kindeswohlgefährdung für den kleinen Sohn dar.

Wenn Sie Ihren kleinen Sohn freiwillig in den Haushalt des Vaters geben, dann wird dieser die alleinige Sorge aller Wahrscheinlichkeit nicht erhalten, hätte dann aber das Aufenthaltsbestimmungsrecht für diesen Sohn und eine Änderung des Aufenthaltes des Kindes in Ihren Haushalt zu einem späteren Zeitpunkt wäre unter Umständen schwierig, weil den Kindern eine gewissse Kontinuität gegeben werden soll.

Auch wenn Sie jetzt beide Kinder in Ihrem Haushalt behalten, würde ein Antrag auf Übertragung der alleinigen elterlichen Sorge auf den Kindesvater für den kleinen Sohn nicht gerechtfertigt sein. Hier käme lediglich die Übertragung des Aufenthaltsbestimmungsrechtes für den kleinen Sohn auf den Kindesvater in Betracht, wenn das Kindeswohl tatsächlich gefährdet wäre. Alleine die Tatsache, dass Ihr großer Sohn sich in einer Therapie befindet und sehr schlimme Erfahrungen gemacht hat, begründet noch keine Kindeswohlgefährdung. Hier müssten schon Übergriffe des großen auf den kleinen Sohn vorgetragen werden.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen weiterhelfen. Bitte fragen Sie nach, wenn etwas unklar geblieben ist.
Experte:  Tobias Rösemeier hat geantwortet vor 5 Jahren.
Haben Sie eine Nachfrage oder ist etwas unklar geblieben?
Tobias Rösemeier, Rechtsanwalt
Kategorie: Familienrecht
Zufriedene Kunden: 16814
Erfahrung: selbständiger Rechtsanwalt
Tobias Rösemeier und 3 weitere Experten für Familienrecht sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Das JA geht aber von Kindeswohlgefährtung aus, da es in einer Bochumer Einrichtung zu weiteren Übergriffen kam, dieses Verfahren aber noch nicht abgeschlossen ist, da mein Sohn laut seinen Angaben zwar mitgemacht hat, aber nicht der Initiator war, was ihm aber seiten des JA und des Kindesvaters nicht geglaubt wird. Es ist zur Zeit ein schwebendes Verfahren. Ich bin der Meinung das mein Großer durch die Rückführung in meine Wohnung wieder zur Ruhe kommt und Stabilität braucht, um auch seine Therapie bei dem Jugendpychologen erfolgreich abschließen kann und auch endlich mal auf einer Schule bleiben kann. Er hatte in den letzten 4 Jahren insgesamt 4 Schulwechsel, was sich natürlich auf seine Noten ausgeübt hat. Wenn ich mich dazu entscheide, den kleine zu seinem Vater zu geben, damit man mir keine Kindeswohlgefährtung vorwerfen kann und der Große zu mir zieht, was dann vom JA aus ok wäre, da ja die Gefahrenquelle entfernt ist, wird dann automatisch die Hilfe auf Erzeihung bei JA ausgesetz und hat das JA dann keine Rechtsgrundlage mehr in das Leben von Nico(GRoßer) und in mein Leben einzugreifen.
Experte:  Tobias Rösemeier hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrte Fragestellerin,

die Hilfe zur Erziehung ist eine freiwillige Angelegenheit. Das Jugendamt kann nur bei entsprechenden Vorfällen die Kinder in die Obhut nehmen oder sich das Aufenthaltsbestimmungsrecht auf sich übertragen lassen. Hierfür gibt es gegenwärtig keinen Anlass.

Wenn Sie den kleinen Sohn in die Obhut des Vaters geben und damit der Aufforderung des JA nachkommen, wird de Hilfe zur Erziehung solange ausgesetzt, bis Sie diese wieder einfordern würden beim JA.

Ich kann Ihre Erwägungen sehr gut nachvollziehen, denn die bisherige Unterbringung des großen Sohnes hatte keinen nennenswerten Erfolg. Ich denke auch, dass Ihr großer Sohn hier die größtmögliche Stabilität benötigt, um wieder Halt in seinem Leben zu finden. Wichtig ist, dass er weiterhin in Therapie bleibt und Sie tatsächlich Hilfe annehmen, wenn es zu weiteren Problemen kommen sollte.

Solange Ihnen also die Aufenthaltsbestimmung und die elterliche Sorge für den großen Sohn durch das Jugendamt nicht teilweise entzogen wurden, hätten Sie ab Aufnahme des Kindes in Ihren Haushalt wieder die vollständige Verantwortung und Entscheidungsfreiheit.
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Mein Ex und ich haben für beide Kinder das gemeinsame Sorgerecht und es ist auch vom JA nicht beantragt worden uns dieses zu entziehen, es denn ich verstoße wieder gegen die Auflagen und habe beide Kinder bei mir. Kann das JA oder mein die Aufnahme des Großen in meinen Haushalt verweigern? Und wenn ich denn Kleinen freiwillig zum Vater gebe, damit der Große bei mir leben kann, würde mir das vor Gericht negativ oder positiv ausgelegt werden, ich will meine Kinder nicht verlieren, aber den Großen auch nicht aufgeben, nur deshalb würde ich denn Schritt gehen, den kleinen zum Vater zu geben. Ab wann dürfte der kleine selber entscheiden wo er leben möchte.
Experte:  Tobias Rösemeier hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrte Fragestellerin,

das Jugendamt kann die Aufnahme in Ihren Haushalt nicht verweigern, wenn keine Kindeswohlgefährdung vorliegt. Wenn Ihr Exmann ebenfalls aufgrund des gemeinsamen Sorgerechts miteintscheidungsbefugt ist, kann er dies zwar verweigern, aber nicht verhindern, es sei denn er nimmt ihn in seinen Haushalt auf.

Wenn Sie den Kleinen dem Vater geben, kann das nur dann negativ ausgelegt werden, wenn der Vater nicht in der Lage wäre, sich hinreichend zu kümmern.

Ihr Kleiner hat wegen seines Aufenthalts an sich keine Mitentscheidungsbefugnis. Sein Wille ist ab ca. 12 Jahr insofern Gewicht, als dass er bei einer gerichtlichen Entscheidung zu beachten ist. Ansonsten obliegt es Ihnen als Eltern, über den Aufenthalt zu entscheiden.

Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sie als erfahrener Anwalt, was würden Sie in so einer Situation ihrer Mandantin raten.
Soll ich nachgeben und freiwillig zum Wohle meiner Kinder so handeln, oder soll ich es auf einen Rechtsstreit ankommen lassen. Mein Ex wird auf jeden Fall beim Familiengericht einen Antrag stellen, um den Kleinen zu bekommen, also das alleinige Sorgerecht oder das Aufenthaltbestimmungsrecht.
Ich denke wenn es zum Prozeß des Sorgerechtes kommt, wäre doch die freiwillige Unterbringung zum Vater positiv, da ich ja dann im Wohle der Kinder gehandelt habe, um dem Großen die Chance zu geben sich zu rehalibitieren.
Oder wie sehen Sie das.
Experte:  Tobias Rösemeier hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrte Fragestellerin,

aus der Ferne läßt sich hier nur bedingt eine vollumfängliche Abschätzung vornehmen, aber ich denke Sie machen das schon richtig und handeln hier im Interesse beider Kinder richtig.

Ich wünsche Ihnen jedenfalls, dass alles so läuft, wie es für die Kinder am Besten ist.


Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Damit Sie auch wissen was Nico gemacht hat hier eine kurze Schilderung. Nico lebte bei seinem Vater, da kam es zu sexuellen Spielen von Nico zu seinem Stiefbruder Alesandro. Dieses hat sich laut Aussage von Alesandro 3-4 mal wiederholt, das heißt Nico hat Alesandro gebeten ihn an seinem Penis zu berühren und auch diesen in den Mund zu nehmen, ob es dabei zu Drohungen kam konnte Alesandro nicht beschreinben. Er hat sich dann seiner Stiefmutter anvertraut und somit kam das JA auf Wunsch des Vaters ins Spiel. Nico war dann ein Jahr in Bochum in einer Einrichtung für sexuell übergriffige Kinder. Dort kam es dann nach ca. 5 Monaten zu weiteren sex. Übergriffen, wobei man da zu bedenken muß, das alle Kinder in der Einrichtung mitgemacht haben. Am Anfang haben alle Kinder Nico beschuldigt, er habe sie bedroht wenn sie nicht mitmachen, das ganze hat mit Flaschendrehen begonnen. Mir ist es ein Rätsel wie so etwas in einer Einrichtung passieren kann.Mittlerweile haben die anderen Kinder ihre Aussage geändert und zugegeben das Nico nicht angefangen und gedroht hat, deshalb schwebt das Verfahren auch noch.

Jetzt wissen Sie mal wie das alles zu stande kam.

Achja und nicht zu vergessen, erzählte Nico im Dezember 10 seinem Therapeuten das er selber schon mal zu sexuellen Handlungen gezwungen wurde.
Experte:  Tobias Rösemeier hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrte Fragestellerin,

es ist zu vermuten, dass Ihr großer Sohn selbst schreckliche Erfahrungen machen musste, die er über sein eigenes Verhalten zu kompensieren versucht. Ich halte es auch für kontraproduktiv ein Kind mit derartigen Erfahrungen und auch eigenen Verhaltensweisen in eine Insitiution zu "stecken", in der eine Vielzahl von Kindern untergebracht sind, die aus verschiedenen Gründen zu sexuellen Übergriffen neigen könnten. Geholfen ist den Kindern tatsächlich nicht damit, so dass die Aufnahme in Ihren Haushalt und eine anständige Therapie mit Sicherheit wesentlich besser für Ihren Sohn ist.

Richtig ist auch, dass solange nicht geklärt ist, dass für Ihren kleinen Sohn keine Gefahr vom Bruder ausgeht, dieser erst einmal beim Vater untergebracht werden sollte, um hier jeden "Schaden" vermeiden zu können.

Ich wünsche Ihnen und Ihrem Sohn, für die Zukunft alles Gute und insbesondere für Ihren Sohn, dass er seine Erlebnisse fundiert aufarbeiten kann

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