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raschwerin
raschwerin, Rechtsanwalt
Kategorie: Familienrecht
Zufriedene Kunden: 17085
Erfahrung:  Rechtsanwalt
27582713
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raschwerin ist jetzt online.

Hallo, ich lebe in Trennung und bin Selbst ndig und habe

Kundenfrage

Hallo,

ich lebe in Trennung und bin Selbständig und habe zwei Kinder 7 und 8. Diese leben bei der Mutter. Nun habe mir einmal die Arbeit gemacht und versucht das relevante Einkommen zur Berechnung des Unterhaltes zu ermitteln.

Ich bin zu folgenden Ergebnis gekommen:

Einkommen Leipziger Straße 51.776,00 €
Einkommen Frankfurter Straße 25.314,00 €
Summe vor Steuer (Brutto) 77.090,00 €
./. Altersvorsorge (RV 24%) -18.501,60 €
./. Arbeitslosenversicherung -459,96 €
./. KV ohne SB -6.043,56 €

./. BU -1.323,84 €
./. Fortbildungskosten -1.080,00 €
zu versteuerndes Einkommen 49.681,04 €
./. Steuerlast
(Grundlage: 49681,04 + 18501,60) -21.500,00 €
Nettoeinkommen 28.181,04 €
Nettoeinkommen/Monat 2.348,42 €
./. Tilgung 550 € / Monat
(Investionskredit, bestand schon) -550,00 €

Berechnungsgrundlage Unterhalt 1.798,42 €

Bei der Berechnung der Steuerlast habe ich die Altersvorsorge wieder aufaddiert. Nach meinem Kenntnisstand muss diese nicht nachgewiesen werden.

Nach Düsseldorfer Tabelle müsste ich also je Kind 309 € zahlen (618 €). Es bleiben also 1.180 € mir Netto zur Verfügung.

Bei meiner Frau liegt volgende Situation vor. Sie war bis zur Trennung in meiner Firma Vollzeit beschäftigt (rund 1.800 € Netto / Monat) Diese Stelle hat sie aufgrund der Trennung aufgegeben und gegen eine Halbtagsstelle eingetauscht. Den Firmenwagen (344 € Leasingkosten) hat sie noch zur privaten Nutzung.

Nun hat sich bei meiner Frau folgende Situation herausgestellt:

Lohn 730 €
Mietvorteil 330 € (Eheliche Wohnung ist Ihr Eigentum)
1.060 €

Nun meine Fragen:

1. Durfte sie einfach die Stelle aufgeben und gegen eine schlechter Bezahlte eintauschen? Muss hier dann nicht sogar das ehemalige Einkommen als fiktives Einkommen angerechnet werden (Ganztagsschule im Ort, Kinder waren während der Arbeit bei den Großeltern in Betreuung)

2. Sie plannt nun mehr zu arbeiten, so daß sch bei Ihr folgende Situation ergibt. Einkommen ca. 1.050 € Netto, 330 € Mietvorteil = 1.380 € (Inwieweit hier der Firmenwagen noch zu addieren ist entzieht mich meiner Kenntnis. Jedoch stellt sich nun folgende Frage: Sie hat dann 1.380 € Netto, ich "nur" 1.180 € Netto. Habe ich hier anspruch auf Trennungsgeld von Ihr? Oder ist der Anspruch eine Einbahnstraße? Wenn ja, wie hoch wäre dieser?

3. Hat Sie aufgrund der Kinder einen anderen Selbstbehalt, obwohl Sie Kindergeld und Kindesunterhalt beziehen würde?

4. Ist hier nicht sogar das ehemalige Einkommen zur Berechnung anzusetzen? Also das was sie vorher bei mir verdient hat?

5. Sie plannt unsere eheliche Wohnung zum Teil zu vermieten. Da diese Wohnung ja als Basis für eine Wiederversöhnung gelten soll, frage ich mich nun, ob sie das darf. Darüberhinaus frage ich mich, wenn sie noch Mieteinnahmen erzieht, hat sie ja noch mehr netto als ich. Wie würde sich das auf einen meinen evtl. Anspruch auf Trennungsgeld auswirken?

6. Muss ich meine Altersvorsorger (24 % Grenze) nachweisen. Mir wurde gesagt, das diese nicht nachewiesen werden muss.

7. Gibt es noch weitere Kosten welche ich in abzug bringen kann oder darf?


Mit freundlichen Gruß

Carsten Kohler
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Familienrecht
Experte:  raschwerin hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

gern beantworte ich Ihre Fragen wie folgt:

1. Durfte sie einfach die Stelle aufgeben und gegen eine schlechter Bezahlte eintauschen? Muss hier dann nicht sogar das ehemalige Einkommen als fiktives Einkommen angerechnet werden (Ganztagsschule im Ort, Kinder waren während der Arbeit bei den Großeltern in Betreuung)

Grundsätzlich durfte sie eine Vollzeitstelle nicht aufgeben. Da sie aber bei Ihnen gearbeitet hat, war eine weitere Beschäftigung nicht zumutbar und sie konnte zurecht aufhören. Sie muss sich aber wieder eine neue Vollzeitstelle suchen.

2. Sie plannt nun mehr zu arbeiten, so daß sch bei Ihr folgende Situation ergibt. Einkommen ca. 1.050 € Netto, 330 € Mietvorteil = 1.380 € (Inwieweit hier der Firmenwagen noch zu addieren ist entzieht mich meiner Kenntnis. Jedoch stellt sich nun folgende Frage: Sie hat dann 1.380 € Netto, ich "nur" 1.180 € Netto. Habe ich hier anspruch auf Trennungsgeld von Ihr? Oder ist der Anspruch eine Einbahnstraße? Wenn ja, wie hoch wäre dieser?

Nein, wenn Sie weniger verdienen, muss die Frau Ihnen Unterhalt zahlen. Die Berechnung geht dahin, dass Ihnen etwa 3/7 der Differenz beider Einkommen zusteht.

3. Hat Sie aufgrund der Kinder einen anderen Selbstbehalt, obwohl Sie Kindergeld und Kindesunterhalt beziehen würde?

Nein, sie hat keinen anderen SB.

4. Ist hier nicht sogar das ehemalige Einkommen zur Berechnung anzusetzen? Also das was sie vorher bei mir verdient hat?

Nein.

5. Sie plannt unsere eheliche Wohnung zum Teil zu vermieten. Da diese Wohnung ja als Basis für eine Wiederversöhnung gelten soll, frage ich mich nun, ob sie das darf. Darüberhinaus frage ich mich, wenn sie noch Mieteinnahmen erzieht, hat sie ja noch mehr netto als ich. Wie würde sich das auf einen meinen evtl. Anspruch auf Trennungsgeld auswirken?

Auch die Mieteinnahmen würden als Einkommen bei ihr zählen.

6. Muss ich meine Altersvorsorger (24 % Grenze) nachweisen. Mir wurde gesagt, das diese nicht nachewiesen werden muss.

Ja, wenn man das von Ihnen verlangt, müssen Sie diese Ausgaben auch nachweisen. Sie können pauschal ohne Nachweis nur einen Satz von 5 % geltend machen.

7. Gibt es noch weitere Kosten welche ich in abzug bringen kann oder darf?

Ehebedingte Kredite.
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.
Das ging schnell! Herzlichen Dank!

Folgende Fragen blieben leider noch offen:

1. Kann der Firmenwagen zu Ihren Einkommen hinzuaddiert werden? Wenn ja gilt hier die Leasingrate als Grundlage?

2. Darf sie die Wohnung überhaupt vermieten, da diese nach dem Gesetz ja als Basis für eine Wiederversöhnung gelten soll?

3. Wenn sie mit der neuen Stelle weniger verdient als bei mir, bzw. wenn sie "nur" eine dreiviertelstelle annimmt, welches Einkommen wird den dann zur Berechnung angenommen?

mfg
Carsten Kohler
Experte:  raschwerin hat geantwortet vor 6 Jahren.
1. Kann der Firmenwagen zu Ihren Einkommen hinzuaddiert werden? Wenn ja gilt hier die Leasingrate als Grundlage?

- Hier kann ein Nutzungsvorteil angesetzt werden.

2. Darf sie die Wohnung überhaupt vermieten, da diese nach dem Gesetz ja als Basis für eine Wiederversöhnung gelten soll?

- Ja, das steht dem nicht entgegen.

3. Wenn sie mit der neuen Stelle weniger verdient als bei mir, bzw. wenn sie "nur" eine dreiviertelstelle annimmt, welches Einkommen wird den dann zur Berechnung angenommen?

- Wenn sie sich nicht um eine 100 %Stelle bemüht, kann man notfalls auch ein volles Gehalt fiktiv ansetzen.
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.
Letzte Frage, dann sind sie mich wieder los :-)

Die zusätzlichen Kosten der Trennung, wie Hotel, Verpflegung usw. Kann ich hier was von Ihr zurückfordern oder muss ich das von unserem Vermögen zahlen.

Herzlichen Dank für Ihre Antwort!!!!
Experte:  raschwerin hat geantwortet vor 6 Jahren.
Leider gibt es keinen solchen Erstattungsanspruch im Rahmen der Trennung.

Diese Kosten aber im Rahmen der Unterhaltsberechnung zu Ihren Gunsten angesetzt werden.
Experte:  raschwerin hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

ich hoffe, ich konnte Ihnen weiterhelfen und darf Sie bitten, meine Antwort zu akzeptieren und zu bewerten.

Durch die Akzeptierung wird meine Tätigkeit Ihnen gegenüber bezahlt. Dies ist insbesondere unter Berücksichtigung berufsrechtlicher Aspekte erforderlich, da eine kostenlose Rechtsberatung in Deutschland nicht erlaubt ist.

Ich danke Ihnen vielmals und stehe für Rückfragen und eine weitergehende Beauftragung natürlich jederzeit gern zur Verfügung.