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Claudia Schiessl
Claudia Schiessl, Rechtsanwältin und Fachanwältin
Kategorie: Familienrecht
Zufriedene Kunden: 16846
Erfahrung:  Fachanwältin für Familienrecht, Korrespondenzsprachen : deutsch und englisch, Ehescheidungen, Unterhalt, Güterrecht, Umgang, elterliche Sorge, seit 20 Jahren als Anwältin zugelassen
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Claudia Schiessl ist jetzt online.

Hallo, ich beziehe Kindesunterhalt der Stufe 3 D sseldorfer

Kundenfrage

Hallo, ich beziehe Kindesunterhalt der Stufe 3 Düsseldorfer Tabelle. Ich habe ein Einkommen von 840 netto. Bei dem Kindesvater habe ich Sonderbedarf für Firmkosten und Klassenfahrt beantragt. Die Kosten belaufen sich insgesamt auf 230 Euro, aber die Kosten der Feier für die Firmung nicht mitgerechnet (ca. 250Euro). Der Vater will sich aber nur mit 50 % beteiligen, und hat 115 Euro auch überwiesen. Nun meine Frage, kann ich die Kosten für die Feierlichkeiten auf einfordern, dann wären wir insgesamt nämlich auf einem Betrag von 480 Euro. Vielen Dank XXXXX XXXXX Hilfe. Mit freundlichem Gruß
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Familienrecht
Experte:  Claudia Schiessl hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,


vielen Dank für Ihre Anfrage.


Was Sie gegenüber dem Vater geltend machen, ist sog. Sonderbedarf und Mehrbedarf .

Für diesen haften nach dem Gesetz beide Elternteile anteilig je nach Einkommen.

Da Ihr Einkommen unter dem Selbstbehalt von 950 € liegt, haftet in Ihrem Fall der
Vater des Kindes alleine.



Die Kosten sind aber leider nichr ersatzfähig.


Was die Firmkosten anbelangt, so gibt es hier bedauerlicherweise eine Entscheidung des Bundesgerichtshofs, nämlich die berühmte Kommunionsentscheidung.

Hier wollte eine Muuter die Kosten für die Kommunion vom Vater ersetzt haben.

Der Bundesgerichtshof hat hier einen Anspruch leider verneint.


Als Begründung hat er angeführt, dass hier kein Sonderbedarf vorliegt, weil diese Kosten ja absehbar sind.

Dem Unterhaltsberechtigten sei es aufgrund der Vorhersehbarkeit zuzumuten, für diese Kosten Rücklagen zu bilden ( BGH FamRZ 2006, 612).


Sie können also nach der höchstrichterlichen Rechtsprechung diese Kosten leider nicht einfordern.






Ich hoffe, Ihnen eine erste rechtliche Orientierung gegeben zu haben.Sehr gerne können Sie nachfragen.



Mit freundlichen Grüßen




Claudia Marie Schiessl
Rechtsanwältin und
Fachanwältin für Familienrecht





Wenn ich Ihre Frage beantwortet habe bitte ich um Akzeptierung


Danke







Experte:  Claudia Schiessl hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,


bestehen noch Fragen ? Sehr gerne.




Wenn Sie keine Fragen mehr haben bitte ich um Akzeptierung


Vielen Dank