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Claudia Schiessl
Claudia Schiessl, Rechtsanwältin und Fachanwältin
Kategorie: Familienrecht
Zufriedene Kunden: 16439
Erfahrung:  Fachanwältin für Familienrecht, Korrespondenzsprachen : deutsch und englisch, Ehescheidungen, Unterhalt, Güterrecht, Umgang, elterliche Sorge, seit 20 Jahren als Anwältin zugelassen
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Claudia Schiessl ist jetzt online.

Sehr geehrte Damen und Herren, ich habe eine Frage zum Thema

Kundenfrage

Sehr geehrte Damen und Herren, ich habe eine Frage zum Thema Kindergeld: Ich bin Student und habe im Jahr 2010 als Werkstudent gearbeitet. Meine Gesamteinkünfte lagen brutto bei etwa 10.800 €. Durch diverse Abzüge (Werbungskosten etc.) kam ich auf ein zu versteuerndes Einkommen von 8.054 €. Die Beträge für Kranken- und Pflegeversicherung sind hier noch nicht abgezogen. Das Problem ist, dass ich zunächst als regulärer Angestellter angemeldet war. Das Unternehmen hat das nachträglich geändert und mir alle gezahlten KV- und RV-Beträge komplett zurückerstattet. Am 29. Dezember 2010 (nachdem meine Tätigkeit in dem Unternehmen schon beendet war) hat die Krankenkasse geschrieben, dass noch die gesamten Beiträge ausstehen und zum 15. Januar 2011 von meinem Konto abgebucht werden. Jetzt sagt das Finanzamt, dass diese ca. 500 € (welche reichen würden um unter den Freibetrag von 8004 € zu kommen) nicht abzugsfähig sind weil sie nicht im Jahr 2010 abgebucht wurden und hat meinem Einspruch deshalb nicht stattgegeben. Das heißt einerseits, dass ich, verkraftbare, 7,63 € Steuern zahle. Andererseits heißt das aber auch, dass ich das komplette Kindergeld zurückzahlen muss. Deshalb meine Frage: Ist das korrekt, dass ich das Kindergeld zurückzahlen muss? Oder werden dort andere Berechnungsfaktoren angesetzt? Und wie kann ich mich gegen die "Nicht-Abzugsfähigkeit" der KV und RV Beiträge wehren? Ich habe nachträglich noch einen Beleg für eine Digitalcamera eingereicht, welcher ausreichen würde. Das Finanzamt fordert allerdings einen Nachweis der beruflichen Notwendigkeit. Ich könnte den aber nur für das Studium liefern. Reicht das evtl. aus? Ich freue mich auf Ihre Antwort! Vielen Dank! Mit freundlichen Grüßen
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Familienrecht
Experte:  Claudia Schiessl hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich wie folgt beantworten möchte:


Leider hat das Finanzamt.

Im Steuerrecht git das sog. Zufluss. Abflussprinzip, d.h. es kommt auf den Zeitraum an, in dem Gelder tatsächlich zufließen oder Einnahmen tatsächlich bezahlt werden.


Wenn Sie die 500 Euro also für 2010 im Jahre 2011 bezahlt haben, finden diese nicht Berücksichtigung im Jahr 2010, sondern in 2011 weil sie in diesem Jahr tatsächlich gezahlt wurden.



Was den Beleg über die Digicam anbelangt, so ist zweifelhaft , ob eine berufliche Notwendigkeit vorliegt.

Da bei Ihnen Studium und Beruf zusammenhängen, würde ich dies bejahen.


Das Finanzamt hat hier Ermessen und kann so und so entscheiden.






Ich bedauere sehr , Ihnen keine angenehmere Mitteilung machen zu können.



Mit freundlichen Grüßen



Claudia Marie Schiessl
Rechtsanwältin


Wenn ich Ihre Frage beantwortet habe bitte ich um Akzeptierung
Claudia Schiessl und 2 weitere Experten für Familienrecht sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrte Frau Schiessl,

vielen Dank für Ihre Antwort.
gilt diese Zufluss-Abflussprinzip auch dann noch, wenn ich überhaupt nicht verschulde, dass die Beträge erst 2011 abgebucht wurden?
Ich brauche also eine Bescheinigung meines ehemaligen Arbeitgebers, dass ich die Digicam für meine Tätigkeit dort benötigt habe?

Mit freundlichen Grüßen
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrte Frau Schiessl,

Vielen Dank für Ihre Antwort!
Gilt das Zufluss-Abflussprinzip auch dann, wenn ich überhaupt nicht verschulde, dass die Beiträge erst 2011 abgebucht wurden?
Ich brauche also eine Bescheinigung meines ehemaligen Arbeitgebers, dass ich die Digicam für die Tätigkeit dort benötigt habe?

Mit freundlichen Grüßen

Experte:  Claudia Schiessl hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

leider ja, das Zufluss- Abflussprinzip stellt auf rein objektive Kriterien ab.


Die Bescheinigung Ihres Arbeitgebers würde ich sehr empfehlen.



Vielen Dank für Ihre Akzeptanz



Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwältin

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