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Tobias Rösemeier
Tobias Rösemeier, Rechtsanwalt
Kategorie: Familienrecht
Zufriedene Kunden: 16816
Erfahrung:  selbständiger Rechtsanwalt
37896974
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Tobias Rösemeier ist jetzt online.

Guten Abend, ich habe einmal eine Frage zum Umgang. Ich

Kundenfrage

Guten Abend,
ich habe einmal eine Frage zum Umgang.
Ich lebe seit einem Jahr getrennt von meinem Mann, unser gemeinsamer Sohn lebt bei mir. Bisher konnten wir auch irgendwie immer den Umgang regeln. Das Kind ist jedes zweite Wochenende bei seinem Vater, Feiertage sind geregelt und er fährt auch mit ihm in den Urlaub. Bisher war er immer nur eine Woche mit seinem Vater im Urlaub. Jetzt möchte er vierzehn Tage mit ihm Urlaub machen und ich bin mir nicht sicher, ob es so gut für das Kind ist, solange ohne die Mama. Das Kind wird Anfang September 5 Jahre alt. Bisher war er immer nur max. eine Woche von mir weg.
Ich möchte gerne wissen, ob es allgemein üblich ist, dass ein noch nicht fünfjähriges Kind so lange von der Mutter getrennt ist.

Mit freundlichen Grüßen
C. Ermel
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Familienrecht
Experte:  Tobias Rösemeier hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrte Fragestellerin,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich gerne wie folgt beantworte.

Es gibt hierfür keine allgemeingültige Regel. Die Bemessung des Ferienumgangs ist immer eine Einzelfallentscheidung und orientiert sich am Kindeswohl.

Da Ihr Sohn aber eine gewachsene Beziehung zu seinem Vater hat, spricht auf den ersten Blick nichts gegen eine 2wöchige Ferienregelung. Sie haben als Familie 4 Jahre zusammengelebt und der Umgang ist während der Trennungszeit auch nicht abgebrochen, sondern kontinuierlich fortgesetzt worden.

Da Sie aber Bedenken über die Dauer des Umgangs haben, sollten Sie mit dem Kindesvater hierüber das Gespräch suchen. Ggf. können Sie auch die Vermittlung des Jugendamtes in Anspruch nehmen.

Ich kann Ihre Bedenken durchaus nachvollziehen. Nach der Trennung dauert es eine geraume Zeit, bis sich alle Beteiligten an die geänderten Verhältnisse gewöhnt haben.

Wenn aber in Ihrem Fall eine gute Vater-Kind-Beziehung besteht, so spricht nichts dagegen, dass der Umgang in Form von 2 Wochen stattfindet. Wenn Sie hiermit absolut nicht einverstanden sind, sollten Sie mit dem Vater sprechen, ob eine Teilung in 2 Aufenthalte zu einer Woche möglich sein könnte.

Findet sich er Vater mit einer Woche Urlaub nicht ab, so kann er einen entsprechenden Umgangsantrag beim Familiengericht stellen. Sprechen keine Gründe gegen das Kindeswohl so wird er den begehrten Umgang wohl erhalten.

Ich bedauere, Ihnen keine für Sie günstigere Antwort geben zu können, hoffe dennoch eine erste rechtliche Orientierung verschafft zu haben.
Experte:  Tobias Rösemeier hat geantwortet vor 6 Jahren.
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