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Claudia Schiessl
Claudia Schiessl, Rechtsanwältin und Fachanwältin
Kategorie: Familienrecht
Zufriedene Kunden: 16846
Erfahrung:  Fachanwältin für Familienrecht, Korrespondenzsprachen : deutsch und englisch, Ehescheidungen, Unterhalt, Güterrecht, Umgang, elterliche Sorge, seit 20 Jahren als Anwältin zugelassen
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Claudia Schiessl ist jetzt online.

Betreff Kindesunterhalt Hallo, Der Sohn meines Mannes aus

Kundenfrage

Betreff: Kindesunterhalt
Hallo,
Der Sohn meines Mannes aus erster Ehe (20 Jahre) bekommt Unterhalt (360 €).
Er absolviert eine Ausbildung als Systeminformatiker im SRH Neckargemünd. Dort ist er mit Wohnsitz gemeldet.
Die Ausbildung wird finanziert von Arbeitsamt und Krankenkasse, da er unter Depressionen leidet(?).
Er hat schon 2 Lehrstellen und Schulweiterbildung abgebrochen.
Bei Arbeitsamt hat er Ausbildungsgeld beantragt, dies wurde ihm versagt, da trotz mehrmaliger Aufforderung die Anträge nicht bearbeitet zurückgegeben hat.
Die Mutter des Jungen ist auf Zeit berentet, kann deshalb nach eigenen Angaben keinen Unterhalt leisten. Sie bezieht angeblich nur wenig Rente (wieviel sagt sie nicht), ist wiederverheiratet und bewohnt ein eigenes Haus(bezahlt vom Verkauf einer Eigentumswohnung) und hat dort zwei Zimmer an Studenten untervermietet.
Mein Mann leistet auch Unterhalt an seine Tochter, die in 6. Semester Pädagogik und Psychologie studiert (weiter bis zum Master).
Sie bekommt kein Bafög, da der Vater ein Nettoeinkommen von ca. 2.800 € (Steuerkl. 3) hat.
Mein Einkommen ca. 950 € (Steuerkl. 5) wird mit angerechnet.
FRAGE:
Ist mein Mann verpflichtet, weiterhin den vollen Unterhalt zu zahlen?
Ist die Mutter der Kinder auch Unterhaltsverpflichtet?

Mit freundlichen Grüßen
S. Kohlbrenner
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Familienrecht
Experte:  Claudia Schiessl hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre familienrechtliche Anfrage, die ich wie folgt beantworten möchte:


Normalerweise sind Eltern nur unter bestimmten Umständen verpflichtet, ihren Kindern eine Zweitausbildung zu finanzieren.


Im Falle des Sohnes Ihres Mannes kann die Sache allerdings anders liegen, wenn der Abbruch der beiden ersten Ausbildungen auf die Depressionen zurück zu führen ist.


Der Bedarf beim Volljährigen mit eigener Wohnung beträgt 670 €.

Dieser Betrag gilt auch für die Tochter.


Einkommensmindernd sind beim Volljährigen die eigenen Einkünfte anzurechnen und zwar in vollem Umfang.

Das wären die Ausbildungsvergütung ( abzüglich 90 Euro berufsbedingte Aufwendungen ) und das Kindergeld.

Bei dem Geld, das er nicht bekommt, weil er die Anträge nicht abgibt kommt es darauf an , ob ihm dies wegen seiner Erkrankung nicht möglich ist.

Ist dies nicht der Fall wird ihm das Geld, das er hier erhalten könnte und aus eigener Schuld nicht bekommt ebenfalls als Einkommen angerechnet.

Dies deshalb weil er als Volljähriger grundsätzlich verpflichtet ist, sich selbst zu unterhalten.



Für das,was an Bedarf übrig bleibt, haften Sie und die Mutter anteilig je nach Einkommen, wobei jeder einen Selbstbehalt von 1.150 Euro hat.

Das was darüber hinausgeht ist Verteilungsmasse für den Kindesunterhalt.



Bei der Mutter ist die Rente, der Vermögensvorteil durch das Wohnen im eigenen Haus in Höhe der objektiven Marktmiete und die Einnahmen aus Vermietung und Verpachtung als Einkommen anzurechnen.


Zudem kann es sein, dass man ihr noch zusätzlich Einkommen anrechnet, weil sie eine leistungsfähigen Dritten ( ihrem Mann ) den Haushalt führt.



Die Mutter muss also je nach genauem Einkommen bei beiden Kindern mitzahlen.


Ob der Vater den vollen Unterhalt für den Sohn noch bezahlen muss hängt von den sonstigen Einkünften ab und davon, ob der Abbruch der Ausbildung depressionsbedingt war.





Ich hoffe Ihnen geholfen zu haben. Wenn ja bitte ich um Akzeptierung



Danke






Experte:  Claudia Schiessl hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,


haben Sie noch Fragen ? Sehr gerne.

Mit freundlichen Grüßen


Claudia Marie Schiessl
Rechtsanwältin


Wenn Ihre Fragen beantwortet sind, bitte ich höflichst um Akzeptierung


Vielen Dank
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.

Hallo, danke für die schnelle Antwort.

Hier weitere Informationen:

Der Sohn wohnt nicht in eigener Wohnung, sondern im Ausbildungszentrum mit freier Kost und Logie.

Die Ausbildung wurde nicht wegen der Depressionen abgebrochen, sondern wegen Differenzen mit dem Ausbilder, bzw. der zweite Ausbilder wollte den Vertrag nicht beenden wegen Unkonzentriertheit und ständiger Müdigkeit infolge Schlafmangels.

 

Die Anträge hat er nicht abgegeben wegen Unlust.

Bitte um erneute Antwort.

danke, S.Kohlbrenner

Experte:  Claudia Schiessl hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,


dann sieht die Sache schon anders aus.


Der gesetzliche Unterhaltsanspruch des Volljährigen ist grundsätzlich auf eine angemessene Ausbildung begrenzt.

Eine Ausnahme besteht nur bei besonderen Umständen, die nach Ihren Angaben hier wohl nicht vorliegen.

Wenn der Sohn schon zwei Lehrstellen und die Schulweiterbildung abgebrochen hat, besteht keine Unterhaltspflicht ihm gegenüber mehr.

Er muss sich selbst unterhalten .


Das Kind hat auch die Verpflichtung eine einmal begonnene Ausbildung mit Fleiß und Zielstrebigkeit durchzuziehen.




Mit freundlichen Grüßen



Claudia Marie Schiessl
Rechtsanwältin und
Fachanwältin für Arbeitsrecht
Fachanwältin für Familienrecht



Wenn ich Ihre Frage beantwortet habe bitte ich um Akzeptierung


Danke







Experte:  Claudia Schiessl hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,


bitte teilen Sie mir mit, was einer Akzeptierung entgegensteht.

Erst mit Ihrer Akzeptierung erhalte ich meinen Anteil aus der von Ihnen geleisteten Anzahlung.

Kostenlose Rechtsberatung ist in Deutschland nämlich verboten, so dass meine Antwort nur unter der Bedingung der Akzeptierung erfolgen konnte.


Vielen Dank für Ihr Verständnis.


Mit freundlichen Grüßen


Claudia Marie Schiessl
Rechtsanwältin


Wenn Ihre Frage beantwortet ist, darf ich um Akzeptierung bitten.


Vielen Dank