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RASchiessl
RASchiessl, Rechtsanwalt
Kategorie: Familienrecht
Zufriedene Kunden: 26015
Erfahrung:  Fachanwalt für Familienrecht über 16 Jahre Berufserfahrung
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RASchiessl ist jetzt online.

Guten Tag! Meine Tochter ist jetzt 14 Jahre alt! Mit ihrer

Kundenfrage

Guten Tag!
Meine Tochter ist jetzt 14 Jahre alt! Mit ihrer Mutter hatte ich, als sie gezeugt wurde kein festes Verhältnis. Das ich Vater werde wurde mir von der Freundin der Mutter mitgeteilt. Ich glaubte, daß dies alles richtig ist und anerkannte die Vaterschaft. In der Nacht als das Kind angeblich von mir gezeugt wurde, wurde mir auch gesagt dass keine Verhütung (Pille) stattfindet. So glaubte ich einfach, dass ich der Vater bin. Die Mutter ist auch schon fremdgegangen (selber erwischt). Ich hab totzdem geglaubt, dass ich nicht belogen werde, vielleicht werde ich es auch nicht. Der Kontakt zu meiner Tochter fand in den ersten sechs sieben Jahren so gut wie gar nicht statt, dann jeden Monat wieder. Zweifel kamen mir immer wieder, aber ich dachte es wird schon gut sein. Jetzt nach dem letzten großen Streit vor ca. 6 Wochen sehe ich meine Tochter und natürlich die Mutter nicht mehr und ich möchte endlich Klarheit schaffen. Wie kann ich das ohne das Einverständnis der Mutter?
M.f.G.
S.Vosselr
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Familienrecht
Experte:  hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

In der Sache nehme ich Stellung wie folgt:

Sie haben nach § 1598a BGB einen Anspruch auf Einwilligung in eine genetische Untersuchung zur Klärung der Abstammung.

Diese Norm bildet das notwendige Gegengewicht dazu, dass heimliche Tests wegen Verstoßes gegen das Recht auf informationelle Selbstbestimmung unzulässig sind.

Mutter und Kind müssen dabei auch die Entnahme von Proben dulden.

Der Anspruch ist unbefristet und an keine besonderen Voraussetzungen geknüpft.

Neben diesen Anspruch auf Einwilligung zur Untersuchung haben Sie die Möglichkeit die Vaterschaft nach § 1600 BGB anzufechten.

Dazu müssten Sie einen Anfechtungsantrag an das Familiengericht richten.

Das Familiengericht überprüft dann die Vaterschaft von Amts wegen durch Sachverständigengutachten.


Ich hoffe Ihnen mit meinen Ausführungen einen ersten Überblick verschafft zu haben und bitte meine Antwort zu akzeptieren.

Sie akzeptieren in dem Sie auf das grüne Feld "Akzeptieren" klicken.


Falls Sie Rückfragen haben stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung. Ich bin auch gerne bereit, Ihnen in anderen Angelegenheiten zur Seite zu stehen.

Beachten Sie bitte, dass das Hinzufügen oder Weglassen von Informationen zu einer völlig anderen Beurteilung des Sachverhalts führen kann. Die Frage wurde beantwortet unter der Maßgabe, dass Sie die AGB (Allgemeinen Geschäftsbedingungen) gelesen haben und bereit sind, meine Antwort nach den gesetzlichen Vorgaben zu akzeptieren.

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt und Fachanwalt für Familienrecht
RASchiessl und weitere Experten für Familienrecht sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Kann man das ganze denn beim Jugendamt beantragen, wenn die Mutter sich dazu NICHT bereit erklärt? Oder wie geht so etwas von statten ohne die Beteiligten wild zu machen?
Sollte es meine Tochter sein möchte ich Sie nicht verlieren!
M.f.G.
S.Vosseler
und vielen Dank XXXXX XXXXX die rasche Antwort vorher. Präzise und genau!
Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Nachfrage:

Soweit sich die Mutter weigert, müssen Sie einen Antrag an das Familiengericht stellen.

Wenn sich die Mutter bereit erklärt, können Sie privat einen Vaterschaftstest in Auftrag geben. Die entsprechenden Firmen benötigen hierfür lediglich genetisches Material von Ihnen und Ihrer Tochter (also Haar mit Wurzel oder eine Speichelprobe).

Der Test ist also recht unspektakulär, das Ergebnis ist jedoch absolut verlässlich (für uns Juristen).

Gegenüber der Kindsmutter können Sie vielleicht noch zusätzlich argumentieren, dass mit dem Test auch absolute Gewißheit und somit auch Sicherheit für das Kind da ist.

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt und Fachanwalt für Familienrecht

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