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Tobias Rösemeier
Tobias Rösemeier, Rechtsanwalt
Kategorie: Familienrecht
Zufriedene Kunden: 16816
Erfahrung:  selbständiger Rechtsanwalt
37896974
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Tobias Rösemeier ist jetzt online.

Sehr geehrte Damen und Herren Seit 2 Jahren sind meine Ex-Lebensgef hrtin

Kundenfrage

Sehr geehrte Damen und Herren

Seit 2 Jahren sind meine Ex-Lebensgefährtin und ich getrennt - in dieser Zeit durfte ich meinen Sohn zweimal (22.12.2009 auf einem gefrorenen Supermarktparkplatz; 23.12.2010 in ihrer Anwesenheit für 30 Minuten bei mir zu Hause) für Geschenkeübergabe sehen. Daß ich mehrfach um Auskunft zu Geschenkewünschen betteln muss und auch kein aktuelles Foto meines Sohnes bekomme, grenzt schon an Menschenverachtung. Vom Jugendamt bekomme ich leider auch keine Hilfe, so daß ich mir überlege, mein Umgangsrecht einzuklagen.
In diesem Zusammenhang erzählte mir jemand, daß es wohl ein Urteil geben soll, wonach man die Unterhaltszahlung an die Kindesmutter einstellen kann, wenn man das Geld auf ein auf den Namen des Kindes registriertes Konto mit Laufzeit (z.B. 18. Geburtstag) einzahlt. Leider konnte mir bislang noch niemand sagen, ob es dieses Urteil gibt und welches Aktenzeichen es trägt. Da es der Kindesmutter ausschliesslich ums Geld geht, würde ich diese Option gerne mitnehmen - und gleichzeitig mein Recht einklagen.

Mit freundlichen Grüßen

Dieter Lubecki
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Familienrecht
Experte:  Tobias Rösemeier hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

gab es denn schon ein gerichtliches Umgangsverfahren?
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrter Herr Rösemeier

Nein - den gerichtlichen Weg habe ich bislang nicht bestritten, da ich hoffte, dieses spätestens mit Unterstützung des Jugendamtes zu bewerkstelligen. Auch komme ich aus beruflichen Gründen nur schwer dazu; nach Information des Jugendamtes muss eine gerichtliche Klärung am Wohnort des Kindes stattfinden - von dort war ich im letzten Jahr ca. 650 Km und aktuell ca. 170 Km entfernt.
Experte:  Tobias Rösemeier hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

zunächst ist dringend anzuraten, den Umgang alsbald einer gerichtlichen Klärung zuzuführen, zumal Sie ja nun etwas näher wohnen.

Nach Ihrer Schilderung könnte möglicherweise von einer massiven und dauerhaften Umgangsvereitelung der Kindesmutter ausgegangen werden.

Richtig ist, dass es Urteile zur Verwirkung des Unterhaltsanspruches gibt, allerdings bezieht sich diese Rechtsprechung auf den etwaigen Unterhaltsanspruch der Kindesmutter, also Trennungs- oder nachehelicher Ehegattenunterhalt. Dieser kann in der Tat in besonders dramatischen Fällen wegfallen oder jedenfalls beschränkt werden, wenn der Umgang vereitelt wird.

Auf den Kindesunterhalt bezogen kann die Nichtgewährung des Umganges seitens der Kindesmutter nicht zu Verlust des Anspruches des Kindes führen.

Der Kindesunterhalt dient der Versorgung des Kindes bzw. der Deckung des Barbedarfes. Die Einstellung der Zahlungen stellt sich unter Umständen sogar als Unterhaltspflichtverletzung dar, die strafrechtlich Konsequenzen haben könnte. Auch eine Hinterlegung auf ein Sonderkonto ist nicht möglich.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen die Rechtslage verständlich darstellen. Bitte fragen Sie nach wenn etwas unklar geblieben sein sollte oder weiterer Klärungsbedarf besteht.
Tobias Rösemeier und weitere Experten für Familienrecht sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrter Herr Rösemeier

Herzlichen Dank für die schnelle Beantwortung meiner Frage.

Dann werde ich als nächsten Schritt nach einem Fachanwalt in der Nähe des Wohnortes des Kindes Ausschau halten.

Mit freundlichen Grüßen

Dieter Lubecki
Experte:  Tobias Rösemeier hat geantwortet vor 6 Jahren.
Das ist richtig so ! Viel Erfolg !