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Tobias Rösemeier
Tobias Rösemeier, Rechtsanwalt
Kategorie: Familienrecht
Zufriedene Kunden: 16815
Erfahrung:  selbständiger Rechtsanwalt
37896974
Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Familienrecht hier ein
Tobias Rösemeier ist jetzt online.

Sehr geehrte Damen und Herren, ich m chte mich von meiner

Kundenfrage

Sehr geehrte Damen und Herren,
ich möchte mich von meiner Frau scheiden lassen. Wie viel Unterhalt muss ich Ihr zahlen und wie lange bzw. ist Sie Unterhaltberechtigt?
Wir sind seit 1991 verheiratet, haben keine Kinder und meine Frau arbeitet nicht. Ich verdiene im Moment mit der Steuerklasse III ca. 2990,-- Euro netto.
Vielen Dank XXXXX XXXXX Bemühungen im Voraus.
Mit freundlichen Grüßen
Stephan Schnack
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Familienrecht
Experte:  Tobias Rösemeier hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

erlauben Sie mir bitte nach dem Alter Ihrer Ehefrau zu fragen und welchen Beruf sie erlernt hat.
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.

Sehr geehrter Herr Rösemeier,

meine Ehefrau ist 48 Jahre (04.09.1962) und Rechtsanwaltsgehilfin gelernt. Danach hat Sie im Elterlichenbetrieb gearbeitet und für ein paar Jahre, bis ich wieder ins Angestelltenverhältnis gewechselt habe (September 2007), war Sie in meinem Unternehmen angestellt.

Mit freundlichen Grüßen

Stephan Schnack

Experte:  Tobias Rösemeier hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich gerne wie folgt beantworte.

Es ist erst einmal gut, dass Ihre Ehefrau bis vor 4 Jahren berufstätig war und nicht die gesamte Ehe als Hausfrau verbracht hat. Die ehebedingten Nachteile, die entscheidend maßgeblich sind für die Frage des nachehelichen Unterhaltes sind daher nicht so gravierend.

Für die Dauer der Trennung hat Ihre Ehefrau in jedem Fall einen Anspruch auf Trennungsunterhalt. Die Berechnung des Unterhaltsanspruches erfordert die Einsicht in die Einkommensverhältnisse der letzten 12 Monate und die Berücksichtigung der persönlichen und im Unterhaltsrecht zu berücksichtigenden Faktoren.

Als beruflicher Aufwand kann hier beispielsweise pro gefahrenen Kilometer (Hin- und Rückweg) ein Betrag in Höhe von 0,30 € vom Einkommen abgesetzt werden. Ich nehme bei meiner Berechnung die sonst vorgesehene 5 % Pauschale. Es ergibt sich dann bei Ihnen ein bereinigtes Nettoeinkommen in Höhe von 2.840 €, wovon dann noch der Erwerbstätigenbonus in Abzug gebracht. Ich habe hier 1/7 Ihres Einkommens angerechnet, dieser kann aber auch lediglich 1/10 betragen, dies hängt von Ihrem Wohnort ab. Als unterhaltsrechtlich relevantes Einkommen stünde dann ein Betrag in Höhe von 2.435 € zur Verfügung, wovon der Unterhaltsanspruch Ihrer Ehefrau 50 % beträgt, also 1.217,50 €. Dieser Betrag gilt allerdings nur zur Orientierung und kann bei einer konkreten Unterhaltsberechnung abweichen.

Ob und inwieweit ein nacheehelicher Unterhaltsanspruch besteht, bedarf einer Einzelfallprüfung. Aufgrund der Dauer der Ehe und der Tatsache, dass Ihre Ehefrau in den letzten 4 Jahren nicht berufstätig war, wird hier allerdings ein nachehelicher Unterhaltsanspruch bestehen. Dieser wäre in jedem Fall zeitlich zu befristen.

Ich kann Ihnen daher nur anraten, sich vor Ort in die Vertretung eine Fachanwaltes für Familienrechtes zu begeben.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen eine erste Orientierung verschaffen, fragen Sie bitte nach, wenn etwas unklar geblieben ist.
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.

Sehr geehrter Herr Rösemeier,

 

vielen Dank für Ihre ausführliche Ausführung.

Das heißt dann aber auch, wenn ich Ihr diesen Unterhalt zahle, muss Sie, solange Sie keiner Tätigkeit nachgeht, von diesem Unterhalt für Miete usw. selbst aufkommen?

 

Mit freundlichen Grüßen

Stephan Schnack

Experte:  Tobias Rösemeier hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

Sie sind erst zur Unterhaltszahlung verpflichtet, wenn Sie hierzu aufgefordert werden. Man nennt dies Inverzugsetzung. Wenn Sie dann Unterhalt bezahlen, der natürlich noch genau berechnet werden muss, muss Ihre Ehefrau aus diesem dann ihren Lebensunterhalt bestreiten, also auch Miete usw. selbst bezahlen.

Wichtig ist, dass mit der Trennung dann spätestens zum Januar 2012 ein Steuerklassenwechsel von der Steuerklasse III in die Steuerklasse IV erfolgen wird, dann müsste der Unterhalt unbedingt neu berechnet werden.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen weiterhelfen.
Tobias Rösemeier, Rechtsanwalt
Kategorie: Familienrecht
Zufriedene Kunden: 16815
Erfahrung: selbständiger Rechtsanwalt
Tobias Rösemeier und weitere Experten für Familienrecht sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.

Sehr geehrter Herr Rösemeier,

 

nochmals vielen Dank für Ihre ausführlichen Antworten und Sie haben mir sehr weitergeholfen. Smile

 

Mit freundlichen Grüßen

Stephan Schnack

Experte:  Tobias Rösemeier hat geantwortet vor 5 Jahren.
Das freut mich, ich wünsche Ihnen alles Gute

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