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RASchiessl
RASchiessl, Rechtsanwalt
Kategorie: Familienrecht
Zufriedene Kunden: 26891
Erfahrung:  Fachanwalt für Familienrecht über 16 Jahre Berufserfahrung
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RASchiessl ist jetzt online.

ich habe mit dem vater meines kindes das gemeinsame sorgerecht...das

Kundenfrage

ich habe mit dem vater meines kindes das gemeinsame sorgerecht...das kind ist jetz 9 wochen alt.wir können nicht miteinander reden ohne zu streiten.auch vor dem kind kommt es leider meist dazu.was muss ich dem kindvater alles mitteilen?er verlangt zu wissen wann ich wo mit dem kind bin....

beispiel1:-ausflug nach gera(etwa 150 km entfert) war geplant da er sagte er habe keine zeit am wochenende wollte dann aber spontan den kleinen haben über nacht-hätte ich ihm das kind geben MÜSSEN?

beispiel2:-auto in plauen geholt (etwa 130km) ich habe das kind in der zeit zu meiner mutter er wusste zwar das ich das auto hole aber nicht das der kleine bei oma untergebracht war-hätte ich ihn informieren MÜSSEN?
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Familienrecht
Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

In der Sache nehme ich Stellung wie folgt:

Soweit Sie die gemeinsame elterliche Sorge haben, das Kind aber tatsächlich bei Ihnen lebt, haben Sie die Alleinentscheidungsbefugnis für Angelegenheiten des täglichen Lebens. Das bedeutet, wenn Sie ausserhalb der Umgangszeiten das Kind zu Ihrer Mutter geben oder Sie mit dem Kind einen Ausflug unternehmen müssen Sie dies dem Kindsvater nicht mitteilen.

Ebenso bestimmen Sie alleine über die Ernährung des Kindes, die Schlafenszeiten und ähnliche Routineabläufe.

Dagegen müssen Sie den Kindsvater über Angelegenheiten informieren, die von erheblicher Bedeutung sind, § 1687 I BGB, also Ferienaufenthalt im Ausland, medizinische Eingriffe, religiöse Erziehung, Verwaltung des Kindsvermögens,... Hier hat der Kindsvater bei gemeinsamer elterliche Sorge ein Recht auf Information und Mitbestimmung.

Also konkret zu Ihren Beispielen:

Die Unterbringung bei der Oma hätten Sie dem Kindsvater nicht mitteilen müssen.

Zum 1. Beispiel: Wenn der Kindsvater das Kind ausserhalb seiner Umgangszeiten begehrt, so müssen Sie ihm das Kind grundsätzlich nicht geben. (Einen Anspruch auf Übernachtung hat der Kindsvater bei einem Kind von 9 Wochen Alter grundsätzlich nicht.).



Ich hoffe Ihnen mit meinen Ausführungen einen ersten Überblick verschafft zu haben und bitte meine Antwort zu akzeptieren.

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Falls Sie Rückfragen haben stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung. Ich bin auch gerne bereit, Ihnen in anderen Angelegenheiten zur Seite zu stehen.

Beachten Sie bitte, dass das Hinzufügen oder Weglassen von Informationen zu einer völlig anderen Beurteilung des Sachverhalts führen kann. Die Frage wurde beantwortet unter der Maßgabe, dass Sie die AGB (Allgemeinen Geschäftsbedingungen) gelesen haben und bereit sind, meine Antwort nach den gesetzlichen Vorgaben zu akzeptieren.

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt und Fachanwalt für Familienrecht