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Tobias Rösemeier
Tobias Rösemeier, Rechtsanwalt
Kategorie: Familienrecht
Zufriedene Kunden: 16816
Erfahrung:  selbständiger Rechtsanwalt
37896974
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Tobias Rösemeier ist jetzt online.

Sehr geehrte Damen und Herren, da ich nicht recht glaube ,das

Kundenfrage

Sehr geehrte Damen und Herren, da ich nicht recht glaube ,das mein Exmann das richtige Gehalt angegeben hat und er seinen Kindern einen zu niedrigen Unterhalt demzufolge bezahlt, habe ich welche Möglichkeit dies prüfen zu lassen? Kann ich dies auch ohne das Jugendamt veranlassen ? MfG Geithner . Vielen Dank
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Familienrecht
Experte:  Tobias Rösemeier hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrte Fragestellerin,

gern beantworte ich Ihre Frage wie folgt:

Nach § 1605 BGB haben Sie nicht nur einen Anspruch auf Mitteilung der Höhe des Einkommens des Kindesvaters, sondern auf Verlangen sind Belege, insbesondere Bescheinigungen des Arbeitgebers, vorzulegen.

Den Auskunftsanspruch können Sie auch ohne das Jugendamt geltend machen.

So wird sich auch feststellen lassen, ob hier tatsächlich ein niedrigeres Einkommen gegeben ist als in der Zeit des Zusammenlebens. Es kann allerdings sein, dass der Grund unter anderem in einem Steuerklassenwechsel zu suchen ist, wenn Ihr Mann bisher die Steuerklasse III hatte, dann wäre er jetzt in der I. Dies hätte eine höhere Steuerlast zur Folge.

Die Kürzung des Unterhalts auf 50% für den 12-Jährigen dürfte in Anbetracht der beiderseitigen Einkommensverhältnisse korrekt sein.

Wenn ein „echtes“ Wechselmodell vorliegt, d.h. beide Eltern tatsächlich jeweils zur Hälfte die wechselnde Betreuung des Kindes übernehmen, greift unterhaltsrechtlich § 1606 Abs. 3 Satz 2 BGB. Beide Eltern haften anteilig nach ihren Einkommens- und Vermögensverhältnissen für den Barunterhalt. Die jeweiligen Naturalleistungen beider Eltern werden berücksichtigt.

Ich würde Ihnen gern anraten wollen, sich umgehend in fachanwaltliche Beratung zu begeben, damit die Unterhaltsangelegenheit insgesamt einer Prüfung unterzogen und ggf. die entsprechenden rechtlichen Schritte eingeleitet werden können.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen weiterhelfen. Bitte fragen Sie nach, falls etwas unklar geblieben sein sollte.
Experte:  Tobias Rösemeier hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrte Fragestellerin,

gern beantworte ich Ihre Frage wie folgt:

Nach § 1605 BGB haben Sie nicht nur einen Anspruch auf Mitteilung der Höhe des Einkommens des Kindesvaters, sondern auf Verlangen sind Belege, insbesondere Bescheinigungen des Arbeitgebers, vorzulegen.

Den Auskunftsanspruch können Sie auch ohne das Jugendamt geltend machen.

So wird sich auch feststellen lassen, ob hier tatsächlich ein niedrigeres Einkommen gegeben ist als in der Zeit des Zusammenlebens. Es kann allerdings sein, dass der Grund unter anderem in einem Steuerklassenwechsel zu suchen ist, wenn Ihr Mann bisher die Steuerklasse III hatte, dann wäre er jetzt in der I. Dies hätte eine höhere Steuerlast zur Folge.

Die Kürzung des Unterhalts auf 50% für den 12-Jährigen dürfte in Anbetracht der beiderseitigen Einkommensverhältnisse korrekt sein.

Wenn ein „echtes“ Wechselmodell vorliegt, d.h. beide Eltern tatsächlich jeweils zur Hälfte die wechselnde Betreuung des Kindes übernehmen, greift unterhaltsrechtlich § 1606 Abs. 3 Satz 2 BGB. Beide Eltern haften anteilig nach ihren Einkommens- und Vermögensverhältnissen für den Barunterhalt. Die jeweiligen Naturalleistungen beider Eltern werden berücksichtigt.

Ich würde Ihnen gern anraten wollen, sich umgehend in fachanwaltliche Beratung zu begeben, damit die Unterhaltsangelegenheit insgesamt einer Prüfung unterzogen und ggf. die entsprechenden rechtlichen Schritte eingeleitet werden können.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen weiterhelfen. Bitte fragen Sie nach, falls etwas unklar geblieben sein sollte.

Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.
Erneut posten: Ungenaue Antwort.
Falls das Einkommen meines Exmannes also korrekt angegeben wäre , stimmt denn da der von ihm gezahlte Kindesunterhalt ,den ich Ihnen mitgeteilt habe, wobei mir das staatliche Kindergeld überwiesen wird?
Experte:  Tobias Rösemeier hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrte Fragestellerin,

gerne beantworte ich Ihre Nachfrage wie folgt.

Da Ihr Exmann den großen Sohn hälftig betreut, trifft ihn hier eine verminderte Unterhalttspflicht nämlich in Höhe der Hälfte des Tabellenunterhaltes.

Die Zahlung, die Ihr Ehemann vornimmt, kann ich aus der Tabelle nicht entnehmen.

Bei einem Einkommen von 3.100 € stünden Ihnen folgende Kindesunterhaltszahlungen zu, das hälftige Kindergeld wurde jeweils berücksichtigt:

6jähriges Kind 327 € 12jähriges Kind 199 € Gesamtbetrag 526 €

Bei einem Einkommen von 4.200 € wären folgende Beträge zu zahlen:
6jähriges Kind 433 € 12jährige Kind 261 € Gesamtbetrag 694 €

Sie können auch nicht das Einkommen Ihres Ex-mannes, welches er während der Ehe bezogen hat, heranziehen. Dieses Einkommen ist zu bereinigen um berufsbedingte Aufwendungen und insbesondere auch die Krankenversicherungsbeiträge der Kinder. Das steuerrechtliche Einkommen deckt sich daher nicht mit dem unterhaltsrechtlich relevanten Einkommen.

Den Kindergartenbeitrag und auch das Schulgeld können Sie aber im Rahmen des Mehrbedarfes von Ihrem Ex-Mann einfordern.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen weiterhelfen.
Experte:  Tobias Rösemeier hat geantwortet vor 6 Jahren.
Haben Sie noch eine Nachfrage oder ist etwas unklar geblieben ?

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