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Tobias Rösemeier
Tobias Rösemeier, Rechtsanwalt
Kategorie: Familienrecht
Zufriedene Kunden: 16816
Erfahrung:  selbständiger Rechtsanwalt
37896974
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Tobias Rösemeier ist jetzt online.

Hallo, ich bin seit 01.09.2009 Arbeitslos. Geburtsdatum

Kundenfrage

Hallo,

ich bin seit 01.09.2009 Arbeitslos. Geburtsdatum: 11.01.1955
vom 1.9.2009 bis 15.06.2010 habe ich in Höhe 1392 Euro in Monat Arbeitslosengeld bekommen.
seit 16.06.2010 bis jetzt bekomme ich in gleiche Höhe 1392 Euro Krankengeld.

Ich bin geschieden, meine Ex-Frau Lehrerin. Sie hat ca. monatliche Einkommen Netto 3500 Euro.

Unsere Tochter , Geboren am 23.04.1992, Sie ist 13. Klasse, will weiter studieren. Sie wohnt bei Ihrer Mutter. Sie zieht September dieses Jahr wahrscheinlich nach Heidelberg um.

Seit 01.06.2009 bis heute zahle ich für meine Tochter monatlich 334 Euro Unterhaltsgeld. Dafür habe ich auch Urkunde über die Verpflichtung zur Unterhaltsleistung beim Jugendsamt unterschrieben.
Diese Zeit war ich noch an der Arbeit. Ich habe ca. 2000 Euro Netto verdient. Seit dem 01.09.2009 bekomme ich monatlich nur noch 1392 Euro Monatlich.

Wie viel muss ich für meine Tochter eigentlich Unterhaltsgeld zahlen?

Ich bedanke XXXXX XXXXX Voraus.

Mit freundlichen Grüßen
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Familienrecht
Experte:  Tobias Rösemeier hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich gerne wie folgt beantworte.

Mit Eintritt der Volljährigkeit sind grundsätzlich beide Elternteile zum Barunterhalt verpflichtet, auch wenn das Kind noch im Haushalt eines Elternteiles lebt.

Der Unterhaltsbedarf des volljährigen Kindes, welches noch im Haushalt eines Elternteiles lebt, bemisst sich nach dem gemeinsamen Einkommen der Eltern. Nach Ihren Angaben ist dies ein Betrag in Höhe von 4.892,00 €, so dass der Unterhaltsbedarf aus der Einkommensgruppe 10 der Düsseldorfer Tabelle und der 4. Altersstufe zu ermitteln ist. Der Unterhaltsbedarf beträgt danach 781 € monatlich.

Von dem Unterhaltsbedarf wird zunächst das gesamte Kindergeld bedarfsdeckend in Abzug gebracht, so dass ein Restbedarf in Höhe von 597 € verbleibt.

Sie haben aufgrund des Bezuges von Krankengeld einen Selbstbehalt in Höhe von 770 €, die Kindesmutter einen solchen in Höhe von 950 €.

Für den verbleibenden Restbedarf haften die Eltern entsprechend dem Einkommen.

Der sich für Sie ergebende Haftungsanteil errechnet sich wie folgt:

(1.392 - 770) x 597 : (4892 - 1.720) = 117,07 € gerundet 118 €

Sie müssen also aktuell lediglich Unterhalt in Höhe von 118 € bezahlen. Da es einen Titel über den von Ihnen zu leistenden Unterhalt gibt, müssen Sie Ihre Tochter unverzüglich schriftlich und nachweislich auffordern, aus dem bestehenden Titel für die Zukunft keinen höheren Betrag als den diesseits errechneten Betrag in Höhe von 118 € geltend zu machen. Sollte Ihre Tochter diese Erklärung nicht abgeben, müssten Sie unbedingt, um den bestehenden Titel aufzuheben, dann einen Abänderungsantrag beim Familiengericht stellen. Hierfür benötigen Sie allerdings einen Anwalt, da für das Unterhaltsverfahren Anwaltszwang herrscht. Sie können aber Verfahrenskostenhilfe beantragen, so dass die Kosten von der Staatskasse übernommen werden.

Mit Aufnahme des Studiums hat Ihre Tochter dann mit einem eigenen Hausstand einen festen Bedarf in Höhe von 670 €, wovon wiederum das vollständige Kindergeld bedarfsdeckend in Abzug gebracht wird, es verbleibt ein Restbedarf in Höhe von 486,00 € Ab diesem Zeitpunkt steht Ihnen auch ein höherer Selbstbehalt, nämlich 1.150 € zur Seite.

Auf der Basis der von Ihnen gemachten Angaben ergibt sich dann folgende Unterhaltsberechnung für Sie:

(1.392 - 1.150) x 486 : (4892 - 2.300) = 45,38 € also gerundet 46,00 €

Ich hoffe, ich konnte Ihnen eine erste Orientierung verschaffen, sollte etwas unklar geblieben sein, fragen Sie bitte nach.
Tobias Rösemeier und weitere Experten für Familienrecht sind bereit, Ihnen zu helfen.

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