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RASchiessl
RASchiessl, Rechtsanwalt
Kategorie: Familienrecht
Zufriedene Kunden: 26592
Erfahrung:  Fachanwalt für Familienrecht über 16 Jahre Berufserfahrung
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Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Familienrecht hier ein
RASchiessl ist jetzt online.

Hallo, stimmt das, dass es nicht m glich ist einem Kind den

Kundenfrage

Hallo,
stimmt das, dass es nicht möglich ist einem Kind den Nachnamen zu ändern wenn beide Eltern das Sorgerecht haben, es ist aber möglich wenn nur ein Elternteil Sorgerecht besitzt?

Meine Ex-Lebensgefährtin war noch nicht geschieden als wir beide unseren Sohn bekommen haben. Mein Sohn ist 11 und trägt deswegen immer noch den Nachnamen meiner Ex. Ich habe meinen Sohn sofort nach der Geburt als meinen Sohn anerkannt und habe zusammen mit meiner Ex gemeinsames Sorgerecht. Mein Sohn möchte aber nicht einen Namen tragen von einem Mann, den er noch nicht mal kennt, den Nachnamen von dem Ehegatten seiner Mutter, mit dem sie nur paar Jahre verheiratet war. Er möchte so heißen wie ich und meine Ex ist damit einverstanden. Wieso ist das denn ein Problem??
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Familienrecht
Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

In der Sache nehme ich Stellung wie folgt:

Leider können Eltern nach § 1617b BGB nur binnen 3 Monaten nach Beginn der gemeinsamen elterlichen Sorge den den Kindesnamen einverständlich ändern.

Diese 3 Monate sind eine Ausschlussfrist, gegen deren Versäumung keinerlei Rechtsmittel möglich sind.

Soweit die 3 Monate abgelaufen sind, ist eine Änderung leider nicht mehr möglich.

Soweit eine alleinige elterliche Sorge eines Elternteils besteht und der Name nicht schon nach § 1617b BGB geändert wurde, kann die Mutter nach § 1617a II BGB dem Kind den Namen des Kindsvaters erteilen.

Insoweit wäre eine Namensänderung noch möglich.

Ich hoffe Ihnen mit meinen Ausführungen einen ersten Überblick verschafft zu haben und bitte meine Antwort zu akzeptieren.

Sie akzeptieren in dem Sie auf das grüne Feld "Akzeptieren" klicken.



Falls Sie Rückfragen haben stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung. Ich bin auch gerne bereit, Ihnen in anderen Angelegenheiten zur Seite zu stehen.

Beachten Sie bitte, dass das Hinzufügen oder Weglassen von Informationen zu einer völlig anderen Beurteilung des Sachverhalts führen kann. Die Frage wurde beantwortet unter der Maßgabe, dass Sie die AGB (Allgemeinen Geschäftsbedingungen) gelesen haben und bereit sind, meine Antwort nach den gesetzlichen Vorgaben zu akzeptieren.

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt und Fachanwalt für Familienrecht
Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

Ich hoffe Ihnen mit meinen Ausführungen weitergeholfen zu haben. Soweit Sie keine weiteren Nachfragen haben, bitte ich höflich meine Antwort zu akzeptieren indem Sie auf das grüne Feld "Akzeptieren" klicken.

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.

Was ist das denn für Blödsinn,

 

es heißt also: ich werde mein Sorgerecht aufheben müssen, damit meine Ex meinem Sohn meinen Namen erteilen kann?

Das ist doch total unlogisch. Wir haben gutes Verhältnis und hatten vom Anfang an beide das Sorgerecht. Keiner von uns möchte drauf verzichten. Gibt es denn da keinen anderen Weg? Es ist doch noch besser, wenn beide Elternteile einverstanden sind mit der Namensänderung un es gemeinsam entschieden haben als wenn nur die Mutter es alleine macht. Es müsste doch einfacher sein, wenn alle einverstanden sind.Mein Junge möchte nicht bis zum 18. Geburtstag warten, damit er meinen Namen annehmen kann. Das ist doch ein wichtiger Grund, oder?

 

Das wird wie eine Strafe für ihn, wenn er weiter diesen fremden Namen tragen muss.

Der Ex von meiner Ex hat doch mit unserem Sohn nichts zu tun. Warum soll er denn seinen Namen tragen? Gibt es da keine Sonderreglungen?

Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

In der Sache nehme ich Stellung wie folgt:

Ja, Sie haben leider recht!

Im Rahmen der gemeinsamen elterlichen Sorge gibt es nach Verstreichen dieser 3 Monate leider absolut keine Möglichkeit der Umbenennung.

Der Gesetzgeber hat diese Befristung ausdrücklich so gewollt. Die Rechtsprechung setzt diese Befristung auch sehr streng um.

Eine Ausnahme von der 3 Monatsfrist besteht nur dann, wenn ein Berufen auf diese Frist treuwidrig ist. Das OLG Düsseldorf hat dazu entschieden, dass eine Änderung nach 3 Monaten dann möglich ist, wenn die Eltern durch eine unrichtige Auskunft des Jugendamts von der Einhaltung der Frist abgehalten worden sind.

Ansonsten ist die Namenswahl leider auch dann verbindlich, wenn alle Beteiligten mit einer Änderung des Namens einverstanden sind.

Eine Änderung bei einer gemeinsamen elterlichen Sorge ist rechtlich leider nicht möglich.

Die gesetzlichen Regeln sind hier unzulänglich, jedoch werden Sie durch die Rechtsprechung so durchgesetzt.

Sonderregelungen hierzu gibt es leider nicht.

Ich hoffe Ihnen mit meinen Ausführungen einen ersten Überblick verschafft zu haben und bitte meine Antwort zu akzeptieren.

Sie akzeptieren in dem Sie auf das grüne Feld "Akzeptieren" klicken.


Falls Sie Rückfragen haben stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung. Ich bin auch gerne bereit, Ihnen in anderen Angelegenheiten zur Seite zu stehen.

Beachten Sie bitte, dass das Hinzufügen oder Weglassen von Informationen zu einer völlig anderen Beurteilung des Sachverhalts führen kann. Die Frage wurde beantwortet unter der Maßgabe, dass Sie die AGB (Allgemeinen Geschäftsbedingungen) gelesen haben und bereit sind, meine Antwort nach den gesetzlichen Vorgaben zu akzeptieren.

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt und Fachanwalt für Familienrecht
Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

Ich hoffe Ihnen mit meinen Ausführungen weitergeholfen zu haben. Soweit Sie keine weiteren Nachfragen haben, bitte ich höflich meine Antwort zu akzeptieren indem Sie auf das grüne Feld "Akzeptieren" klicken

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt