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Claudia Schiessl
Claudia Schiessl, Rechtsanwältin und Fachanwältin
Kategorie: Familienrecht
Zufriedene Kunden: 16231
Erfahrung:  Fachanwältin für Familienrecht, Korrespondenzsprachen : deutsch und englisch, Ehescheidungen, Unterhalt, Güterrecht, Umgang, elterliche Sorge, seit 20 Jahren als Anwältin zugelassen
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Claudia Schiessl ist jetzt online.

Wie hoch sind die Unterhaltszahlungen im Trennungsjahr Ehemann

Kundenfrage

Wie hoch sind die Unterhaltszahlungen im Trennungsjahr?
Ehemann 66 Jahre Ehefrau 63 Jahre nicht erwerbstätig
Rente 1108,20€ netto kein Einkommen
gleichberechtigte Immobilie nach Abzug der Schulden ca 170.000,00 €
Keine LV, kein sonstiges Vermögen/Guthaben
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Familienrecht
Experte:  Claudia Schiessl hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre familienrechtliche Anfrage, die ich wie folgt beantworten möchte:

Hier kommt es darauf an, wer in der Immobilie verbleibt und wie hoch die monatlich zu zahlenden Raten für die Immobilie sind.

Es ist nämlich so, dass das kostenfreie Wohnen in der Immobilie als sog. Wohnvorteil einen geldwerten Vorteil darstellt, der wie Einkommen zu behandeln ist.

Der Grund ist der, dass man sich ja Miete erspart.

Im Trennungsjahr wird dieser Wohnvorteill mit den Kosten einer angemessenen Wohnung angesetzt, also zB. mit 400 €.

Diese 400 € wären dann dem, der in der Wohnung bleibt als Einkommen zuzurechnen.

Einen Abzugsposten vom Einkommen bilden die monatlichen Zins und Tilgungsleistungen.

Da ich annehme, dass Sie diese tragen , sind Sie berechtigt, diese von Ihrem Einkommen in Abzug zu bringen.

1050 € haben Sie Selbstbehalt, das heißt dieser Betrag muss Ihnen zum Leben verbleiben.


Wenn also Sie in der Wohnung verbleiben würden müsste man Ihrem Einkommen den Wohnvorteil zurechnen und gleichzeitig die Kreditraten in Abzug bringen.

Die Differenz dieses Betrags zu 1.050 € ist der geschuldete Unterhalt.


Wenn ihre Frau in der Wohnung bleibt und Sie die Raten zahlen, rechnet man Ihrer Frau den Wohnvorteil als Einkommen zu und von Ihrem Einkommen bringt man die Kreditrate in Abzug.

Da Sie dann den Selbstbehalt von 1050 e mit Sicherheit unterschreiten, ergibt sich dann kein Anspruch auf Unterhalt.




Wenn Sie noch Fragen zu dieser sehr komplizierten Thematik haben, können Sie sehr gerne nachfragen.


Mit freundlichen Grüßen



Claudia Marie Schiessl
Rechtsanwältin und
Fachanwältin für Arbeitsrecht
Fachanwältin für Familienrecht




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