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Claudia Schiessl
Claudia Schiessl, Rechtsanwältin und Fachanwältin
Kategorie: Familienrecht
Zufriedene Kunden: 15734
Erfahrung:  Fachanwältin für Familienrecht, Korrespondenzsprachen : deutsch und englisch, Ehescheidungen, Unterhalt, Güterrecht, Umgang, elterliche Sorge, seit 20 Jahren als Anwältin zugelassen
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Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Familienrecht hier ein
Claudia Schiessl ist jetzt online.

Hallo, Ich lebe seit dem 01.03.2011 innerhalb der Ehewohnung

Kundenfrage

Hallo,
Ich lebe seit dem 01.03.2011 innerhalb der Ehewohnung getrennt. Im Haushalt lebt auch das gemeinsame Kind (4 Jahre). Ich möchte mich auch räumlich von meinem Mann trennen aber er sagt: du kannst gehen, das Kind bleibt bei mir. Deshalb habe ich einen Antrag auf Übertragung des Aufenthaltsbestimmungsrechts gestellt. Darüber hinaus möchte ich dann auch die Zuweisung der während der Ehe angeschafften Eigentumswohnung beantragen.
Hauptsächlich habe ich das Kind betreut und versorgt. Zunächst war ich ein Jahr nach der Geburt von Tim zu Hause, danach arbeitete ich 20 Stunden pro Woche von zu Hause aus. Seit 2009 arbeite ich 40 Stunden jedoch in einem Home Office.
Der Vater bringt das Kind in Kindergarten und ich hole ihn ab. Ausnahme am Dienstag, da habe ich meinen freien Abend (Vater holt ihn ab). Am Freitag wird er von einer Freundin abgeholt, verbringt den Nachmittag mit ihr und kommt erst zum Abendessen heim. Im Haushalt hilf mein MXXXXX XXXXXm.
Die Freizeitgestaltung unter der Woche wird immer von mir organisiert (Turnen, Musik, Schwimmkurs, Besuch von Kindergartenfreunde). Der Vater unternimmt (nicht immer)ehr am Wochenende etwas mit ihm (da kann ich dann die Wohnung putzen oder Bügeln).
Arzt-Termine, frei nehmen wenn Kindergarten zu hat oder das Kind ist krank, das Kind Bett fertig machen und in der Früh anziehen, Klamotten besorgen…habe ich immer gemacht.
Mein Mann will jetzt plötzlich auch den Tim vom Kindergarten abholen und abends für ihn kochen.
Er meint dass die Situation sich geändert hat und ich kann nicht das Kind in Beschlagnahme nehmen.
Er will wochenweise die Rolle tauschen. Muss ich das mitmachen? Wir leben noch unter dem selben Dach. Ich habe vorgeschlagen dass er bei Abendessen dabei sein darf (muss aber sein Essen selbst vorbereiten) und alles bleibt wie jetzt. Er ist nicht damit einverstanden.
Mir scheint so als wollte er schon eine Art Wechselmodell einführen. Womit ich überhaupt nicht einverstanden bin.
Wechselmodell setzt die Bereitschaft und Fähigkeit der Eltern voraus, miteinander zu kooperieren und zu kommunizieren. Das ist bei uns nicht gegeben, es wurde nur in Machtkämpfe enden.
Kann gegen den Willen eines Elternteils sowas familiengerichtlich angeordnet werden?
Was denken Sie dass mein Mann damit erreichen möchte? Ein Wechselmodell wie ich vermute oder…?
Ich vermute auch dass er einfach verstanden hat, dass wer das Kind hat, dann auch die Zuweisung der Wohnung erreichen kann.
Das Kind interessiert ihn nicht: Anfang 2009 hat er gesagt dass er sich trennen will, ich darf in der Wohnung bleiben und Lukas bleibt bei mir. Drei Monaten später hat er einfach seine Meinung geändert und von Trennung war nicht mehr die Rede.
Wie stehen meine Change auf Übertragung des Aufenthaltsbestimmungsrechts? Wie soll ich mich Ihrer Meinung nach verhalten damit mir den Kind zugesprochen wird?

Vielen Dank
Tim’s Mutti
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Familienrecht
Experte:  Claudia Schiessl hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre familienrechtliche Anfrage, die ich wie folgt beantworten möchte:


Ihre Chancen auf Übertragung des Aufenthaltsbestimmungsrechts stehen sehr gut.

Dies aus folgenden Gründen.

Zunächst ist ein Konflikt zwischen Ihnen , bei wem das Kind bleiben soll und es bestehen Meinungsverschiedenheiten.



Dies ist ein Grund, die gemeinsame elterliche Sorge, die , wie Sie richtig sehen Kommunikation und Kooperation voraussetzt aufzuheben.

Dann wird geschaut, zu wem das Kind die stärkeren Bindungen hat.

Dies sind Sie,. da Sie das Kind in der bindungsrelevanten Zeit nach der Geburt und bis zum Alter von einem Jahr betreut und versorgt haben.

Dann wird geprüft wer das Kind besser fördern kann und bei wem es Kontinuität, d.h. möglichst wenig Veränderungen genießt.

Kontinuität hat es dann, wenn es bei seiner bisherigen Hauptbezugsperson bleiben kann.

Das sind Sie.

Sie müssen zudem beachten, dass Sie mit Ihrem Home Office die besten Voraussetzungen dafür haben, das Kind umfassend zu betreuen, während jemand der auswärts arbeiten geht, dies nicht so hinkriegt.


Sie müssen noch darauf achten, dass Sie den Familiengericht gegenüber die sog. Bindungstoleranz kommunizieren,.

Diese ist ein wichtiger Asepkt für die Übertragung der elterlichen Sorge und besagt, dass der eine Elternteil Kontakte zum anderen Elternteil zulässt.

Auf ein Wechselmodell würde ich mich nicht einlassen.

Ich denke, dass dies für die Kinder eine gewisse Instabilität bedeutet, wenn sie nicht wissen, wo genau ihr Lebensmittelpunkt ist.

Ich würde Ihnen anraten, sich innerhalb der Ehewohnung von ihm zu distanzieren, wie sie es bis jetzt auch getan haben.

Auf das Wechselmodell innerhalb der Ehewohnung würde ich mich ebenfalls nicht einlassen.

Das plötzlich erwachte Interesse am Kind hat wahrscheinlich größtenteils finanzielle Hintergründe , da er die Unterhaltszahlungen fürchtet.

Ihnen steht übrigens auch bei Trennung in der Ehewohnung Trennungs- und Kindesunterhalt zu.


Ich hoffe, Ihnen geholfen zu haben.

Sehr gerne können Sie nachfragen.


Mit freundlichen Grüßen



Claudia Marie Schiessl
Rechtsanwältin und
Fachanwältin für Arbeitsrecht
Fachanwältin für Familienrecht



Wenn Ihre Frage beantwortet ist, darf ich höflichst um Akzeptierung bitten.

Sie akzeptieren meine Antwort durch Klicken auf das grüne Feld.


Vielen Dank



Experte:  Claudia Schiessl hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,


haben Sie noch Fragen ? Sehr gerne.

Mit freundlichen Grüßen


Claudia Marie Schiessl
Rechtsanwältin


Wenn Ihre Fragen beantwortet sind, bitte ich höflichst um Akzeptierung


Vielen Dank
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Hallo,
ich habe noch eine Frage in Bezug auf die sog. Bindungstoleranz. Wenn ich den Vater jetzt mit seinem Wunsch nach Wechselmodell innerhalb der Ehewohnung nicht eingehen.....könnte man interpretieren als Zeigen von kein Bindunstoleranz. Wie kann ich da vor dem Gericht argumentieren?
Bitte noch meine Frage beantworten:Kann gegen den Willen eines Elternteils das Wechselmodell familiengerichtlich angeordnet werden?

Danke
Tim's Mutti
Experte:  Claudia Schiessl hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,


vielen Dank für Ihre Nachfrage.



Mangelnde Bindungstoleranz würde Ihnen nur dann vorgeworfen, wenn Sie das Kind dem Vater ganz entziehen würden, was Sie ja nicht tun.

Argumentieren Sie damit, dass Ihrem Kind ein ständiger Wechsel der Betreuungsperson nicht gut tut.

Das Wechselmodell wird von vielen Familienrechtlern skeptisch beurteilt.

Es gibt keine rechtliche Grundlage, es gegen den Willen eines Elternteils familiengerichtlich anzuordnen.


Sie können also beruhigt sein



Mit freundlichen Grüßen



Claudia Marie Schiessl
Rechtsanwältin und
Fachanwältin für Arbeitsrecht
Fachanwältin für Familienrecht




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Experte:  Claudia Schiessl hat geantwortet vor 5 Jahren.
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