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Tobias Rösemeier
Tobias Rösemeier, Rechtsanwalt
Kategorie: Familienrecht
Zufriedene Kunden: 16816
Erfahrung:  selbständiger Rechtsanwalt
37896974
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Tobias Rösemeier ist jetzt online.

Der Vater meines fast 10- j hrigen Kindes hat vor zwei Wochen

Kundenfrage

Der Vater meines fast 10- jährigen Kindes hat vor zwei Wochen während der Schulzeit eine Woche Urlaub genommen. Sein Sohn hat ihn während dieser Zeit mehrmals spontan nachmittags besucht. Jetzt sind Schulferien und der Vater arbeitet, erfahrungsgemäß bis ca. 19 Uhr. Darüberhinaus ist er zu Zeit sehr erkältet. Leider spricht mein Ex-mann nicht mit mir über die Gestaltung des Umgangs. Gestern abend hat er telefonisch angeordnet, dass sein Sohn heute um 17 Uhr zu ihm kommen soll, da ja Schulferien wären. Ich habe mich über diese Anweisung hinweggesetzt, da zu diesem Zeitpunkt nur seine neue Frau zu Hause ist, die zwar recht nett ist, aber sich leider mit meinem Kind nicht verständigen kann, da sie kein Deutsch spricht. Ich bin der Meinung, dass der Vater ein Umgangsrecht hat, nicht die neue Frau.
Da mein Sohn heute leider gar keine Lust hatte, zu seinem Vater zu gehen ( der ja auch krank im Bett liegt), hat er diesen gefragt, ob er ihn nicht lieber außer der Reihe am Sonntag Mittag besuchen kann ( eigentlich mein Wochenende) Der Vater war aber mit nur Sonntag Mittag nicht einverstanden und forderte das ganze Wochenende. Ich sagte daraufhin, dass es ja nicht mein Problem wäre, wenn er seinen Urlaub außerhalb der Schulferien nimmt und dass er keinen Anspruch hat, deshalb Wochenenden, die mir zustehen, für sich zu beanspruchen. Die Reaktion war wie immer heftig. Wie schon oft zuvor drohte er mit einem totalen Beziehungsabbruch. Meine Frage konkret wäre, ob der Vater die Anwesenheit seines Kindes in seinemHaushalt einfordern kann, wenn er gar nicht anwesend ist, auch unter Berücksichtigung der Tatsache, dass die neue Frau kein Deutsch spricht. Es sei noch angemerkt, dass mein Kind jederzeit zu seinem Vater dürfte, wenn er es wollen würde, aber ich möchte ihn nicht unter Zwang dorthinschicken, wenn es für das Kind völlig überraschend und nicht nachvollziehbar ist.
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Familienrecht
Experte:  Tobias Rösemeier hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrter Fragestellerin,

gern beantworte ich Ihre Frage wie folgt:

Soweit die Eltern, wie in Ihrem Fall getrennt leben, hat der nicht betreuende Elternteil Anspruch auf Umgang mit dem gemeinsamen Kind.

Wie der Umgang ausgestaltet, sprich geregelt wird, ist grundsätzlich Sache der Eltern und insofern Vereinbarungssache. Keinesfalls ist es jedoch so, dass hier der Kindesvater nach Belieben den Umgang einfordern kann.

Insbesondere wenn der Vater nicht zu Hause ist, besteht kein Recht zu verlangen, dass der Sohn trotzdem in seinen Haushalt kommt und dann von der neuen Lebensgefährtin betreut wird. Dies ist nicht Sinn und Zweck des Umganges.

Ich würde Ihnen gern anraten wollen, beim Jugendamt vorstellig zu werden und die Problemlage zu schildern. Das Jugendamt wird dann mit dem Kindesvater ein Gespräch führen und auf den Abschluss einer vernünftigen Umgangsregelung hinwirken, die für beide Seiten verbindlich ist. Hierbei werden insbesondere auch die Interessen des Kindes berücksichtigt.


Ich hoffe, ich konnte Ihnen die Rechtslage verständlich darlegen und Ihnen eine angemessene rechtliche Orientierung geben. Falls Sie Nachfragen haben, können Sie diese gern stellen.
Tobias Rösemeier und weitere Experten für Familienrecht sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrter Herr Rösemeier, ich bin Ihrem Rat gefolgt und habe heute morgen das Jugendamt angerufen. Nur leider war ich von der Sachbearbeiterin sehr enttäuscht, da die Hauptproblematik, nämlich dass der Vater mit Beziehungsabbruch droht, und das auch dem Kind direkt sagt, nicht gesehen wird. Ich denke, dass das Kind Schaden nehmnen kann, denn auf Widerspruch so reagiert wird. Ich zitiere wörtlich. " Da hätte ich aber viel zu tun, wenn ich immer reagieren müsste, wenn irgendwer irgendwas sagt." Die verbale Gewalt, die vom Vater ausgeht, wird als solche nicht erkannt und auch nicht angeprangert. Außerdem ist gemäß der Mitarbeiterin des Jugendamtes gar nichts klar, die Frage, was für das Kind wohl am besten ist, wird nicht gestellt. Langeweile muss das Kind akzepieren, es muss nur beaufsichtigt werden, ob Freizeit sinnvoll gestaltet wird, blieb völlig außen vor.
Experte:  Tobias Rösemeier hat geantwortet vor 6 Jahren.
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