So funktioniert JustAnswer:
  • Fragen Sie einen Experten
    Tausende Experten in über 200 Kategorien.
  • Erhalten Sie eine professionelle Antwort
    Per E-Mail oder sofortiger Benachrichtigung, während Sie auf unserer Website warten.
    Stellen Sie ggf. weitere Anschlussfragen.
  • 100%ige Zufriedenheit garantiert
    Bewerten Sie die erhaltene Antwort.
Stellen Sie Ihre Frage an RASchiessl.
RASchiessl
RASchiessl, Rechtsanwalt
Kategorie: Familienrecht
Zufriedene Kunden: 26431
Erfahrung:  Fachanwalt für Familienrecht über 16 Jahre Berufserfahrung
32916861
Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Familienrecht hier ein
RASchiessl ist jetzt online.

hallo. kann ich unterhalt(vorschu ) beantragen,wenn die vaterschaft

Kundenfrage

hallo.
kann ich unterhalt(vorschuß) beantragen,wenn die vaterschaft noch nicht gerichtlich festgestellt ist?
([bin verheiratet,aber getrennt,wohnen auch nicht meht zusammen], aber das kind ist von einem anderen,mit dem ich auch nicht zusammen wohne).
außerdem würde ich gern wissen, wie es mit dem sorgerecht ist, weil der biologische vater, das gemeinsame sorgerecht mit mir zusammen möchte, ich aber dagegen bin!

viel dank.... gruß korana aus hessen
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Familienrecht
Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

In der Sache nehme ich Stellung wie folgt:

Einen Anspruch auf Unterhaltsvorschuss nach §§ 1,3 UVG haben Sie, soweit das Kind bei Ihnen lebt und der Pflichtige nicht oder nicht regelmäßig Unterhalt bezahlt.
Ob der biologische Vater bereits festgestellt ist oder nicht, spielt dabei keine Rolle.

Soweit Sie noch verheiratet sind, ist nur wichtig, dass Sie dauernd getrennt leben.

Also, nach Ihrer Schilderung des Sachverhalts haben Sie einen Anspruch auf Zahlung von Unterhaltsvorschuss nach dem UVG.

Natürlich haben Sie gegen den biologischen Vater nach der Feststellung der Vaterschaft einen Unterhaltsanspruch. Davon erfasst ist nicht nur der laufende Unterhalt, sondern auch der bis zur Feststellung aufgelaufene rückständige Kindesunterhalt.

Bezüglich der gemeinsamen elterlichen Sorge kennen Sie sicherliche die Entscheidung des BVrfG vom 21.07.2010. Das Gericht hat in dieser Entscheidung bemängelt, dass bei einem nichtehelichen Kind die elterliche Sorge grundsätzlich nur der Kindsmutter zugesprochen wird. Das Gericht hat eine Abänderung angemahnt.

Dies hat zur Folge, dass der nichteheliche Kindsvater die gemeinsame elterliche Sorge beantragen kann.

Ob er diese gemeinsame elterliche Sorge erhält, hängt jedoch vom Kindswohl ab. Zwar wird vermutet, dass die gemeinsame elterliche Sorge dem Kindswohl entspricht, dies setzt jedoch voraus, dass die Kindseltern bereit und in der Lage sind gemeinsame Verantwortung für das Kind zu tragen.

Dies wird durch Jugendamt und Familiengericht überprüft werden.

Wenn Sie nun angeben, dass eine gemeinsame elterliche Sorge ausscheidet, weil Sie sich in der Erziehung und Fürsorge des Kindes niemals einig sind und auch nicht einig sein werden, so scheidet eine gemeinsame elterliche Sorge aus.


Ich hoffe Ihnen mit meinen Ausführungen einen ersten Überblick verschafft zu haben und bitte meine Antwort zu akzeptieren.

Sie akzeptieren in dem Sie auf das grüne Feld "Akzeptieren" klicken.


Falls Sie Rückfragen haben stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung. Ich bin auch gerne bereit, Ihnen in anderen Angelegenheiten zur Seite zu stehen.

Beachten Sie bitte, dass das Hinzufügen oder Weglassen von Informationen zu einer völlig anderen Beurteilung des Sachverhalts führen kann. Die Frage wurde beantwortet unter der Maßgabe, dass Sie die AGB (Allgemeinen Geschäftsbedingungen) gelesen haben und bereit sind, meine Antwort nach den gesetzlichen Vorgaben zu akzeptieren.

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt und Fachanwalt für Familienrecht
Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

Ich hoffe Ihnen mit meinen Ausführungen weitergeholfen zu haben. Soweit Sie keine weiteren Nachfragen haben, bitte ich höflich meine Antwort zu akzeptieren indem Sie auf das grüne Feld "Akzeptieren" klicken.

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt

Ähnliche Fragen in der Kategorie Familienrecht