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Tobias Rösemeier
Tobias Rösemeier, Rechtsanwalt
Kategorie: Familienrecht
Zufriedene Kunden: 16816
Erfahrung:  selbständiger Rechtsanwalt
37896974
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Tobias Rösemeier ist jetzt online.

Ich soll Unterhalt f r meinen Sohn zahlen, der sich in ausbildung

Kundenfrage

Ich soll Unterhalt für meinen Sohn zahlen, der sich in ausbildung 2. Lehrjahr befindet. Er lebt in einer eigenen Wohnung, das Lehrlingsgehalt ist niedriger als normal, das die Lehre Über ein Berufbildungszentrum vermittelt wurde. er erhält weder Bafög, noch Wohngeld noch aufstockende Hilfe zum Lebensunterhalt. Nach einer Berechnung aus 2009 war ich nicht unerhaltsverpflichtet. Jetzt soll ich wieder eine Berchnung meienr Unterhalsverpflichtung vorlegen, kann mir aber keinen Anwalt leisten. ich muss u.a. seit januar 250 monatl, Familienzuchlag zurückzahlen. angeblich kann ein bereits seit langem bestehender Privatkredit ebenfalls nicht in Abzug gebracht werden.
Der Vater bleibt völlig aussen vor... weshalb kann weder Anwalt noch Arge erklären. (er meldet sich einfach nicht) Wie kann ich nun selber eine Berechnung anstellen, die ich auch vorlegen kann???
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Familienrecht
Experte:  Tobias Rösemeier hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrte Fragestellerin,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich gerne wie folgt beantworte:

Maßgeblich für die Berechnung des Volljährigenunterhalts ist das Einkommen beider Eltern der letzten 12 Monate vor Aufforderung zur Zahlung von Unterhalt.

Da Ihr Sohn in einem eigenen Haushalt lebt, hat er einen festen Bedarfssatz von 670 € monatlich, von dem zunächst das gesamte staatliche Kindergeld abgezogen wird, so dass ein Restbedarf in Höhe von 486,00 € verbleibt. Hiervon wird die um 90 € bereinigte Ausbildungsvergütung in Abzug gebracht. Für den verbleibenden Bedarf haften beide Elternteile entsprechend dem jeweiligen Einkommen.

Ihr Kind muss allerdings den Bedarf und den Haftungsanteil des jeweiligen Elternteils nachweisen, um hier Unterhalt geltend machen zu können. Insoweit ist Ihr Sohn gehalten, Auskunft über das Einkommen des Kindesvaters zu erteilen. Sollte dieser sich weigern muss Ihr Sohn einen entsprechenden Antrag gegen den Vater beim Familiiengericht stellen.

Soweit Sie hier ab Januar einen Familienzuschlag zurückbezahlen muss, ist dies auch bei Ihren Einkommensverhältnissen zu berücksichtigen, da Ihnen dieser dann zuvor ja nicht zugestanden hat und insoweit bei der Ermittlung des unterhaltsrechtlich relevanten Einkommens nicht berücksichtigt wird.

Wegen Ihrer Kreditverbindlichkeit kommt es darauf an, wofür Sie diesen aufgenommen haben und in welcher Höhe hier Raten von Ihnen zu bezahlen sind.

Ihnen steht im übrigen Ihrem Sohn ein Selbtbehalt in Höhe von 1.150 € zur Seite. Wenn Sie mir mitteilen, wie hoch Ihr Einkommen ohne den Familienzuschlag ist (allerdings ohne die Rückzahlung von derzeit 250 €), dann kann ich gerne prüfen, ob eine Leistungsfähigkeit vorliegt.

Ist Ihnen das Einkommen Ihres Sohnes bekannt?

Ich hoffe ich konnte Ihnen die Rechtslage verständlich darlegen und Ihnen eine angemessene rechtliche Orientierung geben. Falls Sie Nachfragen haben, können Sie diese gern stellen.

Abschließend darf ich Sie um Akzeptanz meiner Antwort entsprechend den AGB´s des Seitenbetreibers bitten. Eine kostenlose Rechtsberatung ist in Deutschland nicht zulässig.


Mit freundlichen Grüßen

Tobias Rösemeier und weitere Experten für Familienrecht sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.

Mein Netto-einkommen (Beamtin) ist derzeit 2106,--€

Ich zahle 325,-- priv. Krankenversicherung, der Kredit läuft bereits seit 2005 Rückzahlung 340,-- monatlich. Riester-Rente 104,-- Rentenzusatzversicherung 30,-- monatl. UnfallVersicherung 22,--

Ich lebe alleine, Miete warm 440,--€

Experte:  Tobias Rösemeier hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrte Fragestellerin,

bei Ihrem Einkommen ist sowohl die Krankenversicherung als auch die Rieser Rente auf jeden Fall berücksichtigungsfähig. Die Unfallversicherung leider nicht. Die Rentenzusatzversicherung ließe sich auch durchsetzen. Soweit der Kredit in der Vergangenheit bei der Bemessung des Unterhalts berücksichtigt wurde, so ist er auch weiterhin zu berücksichtigen.

Aufgrund Ihrer Angaben ermittelt sich danach ein unterhaltsrechtlich relevantes Einkommen in Höhe von 1.218 €, so dass aufgrund des Selbstbehaltes lediglich eine Leistungsfähigkeit Ihrerseits in Höhe von 68 € monatlich gegeben wäre.

Aber wie gesagt, ohne das Einkommen des Kindesvaters kann Ihr Haftungsanteil nicht berechnet werden. Wenn dieser ein höheres Einkommen erzielt, kann es durchaus möglich sein, dass Sie weniger oder gar keinen Unterhalt mehr bezahlen müssen.

Von dem Restbedarf in Höhe von 486,00 € ist auch noch die Ausbildungsvergütung in Abzug zu bringen.

Teilen Sie dem Anwalt mit, dass Ihr Sohn verpflichtet ist, seinen Bedarf durch Bekanntgabe und Nachweis des Einkommens des Kindesvaters nachzuweisen und erst dann eine Unterhaltsberechnung vorgenommen werden kann.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen weiterhelfen. Sollte etwas unklar geblieben sein, fragen Sie in jedem Fall nach.

Mit freundlichen Grüßen