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RASchiessl
RASchiessl, Rechtsanwalt
Kategorie: Familienrecht
Zufriedene Kunden: 26595
Erfahrung:  Fachanwalt für Familienrecht über 16 Jahre Berufserfahrung
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Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Familienrecht hier ein
RASchiessl ist jetzt online.

Sehr geehrte Damen und Herren, meine Freundin ist alleinerziehende

Kundenfrage

Sehr geehrte Damen und Herren,
meine Freundin ist alleinerziehende Mutter mit alleinigem Sorgerecht für ihren Sohn (8 Jahre). Der Vater des Kindes (die beiden waren nicht verheiratet) versucht nun über Beeinflussung nach und nach den Sohn auf seine Seite zu ziehen. Dies geschieht durch ganz subtile Mittel die aber bei dem kleinen hängen bleiben. Dazu kommt noch die Entscheidung des BGH am 03.08.2010 nachdem Väter zukünftig das Sorgerecht beantragen können ohne das die Mutter ihr Veto einlegen kann.
Grundsätzlich habe ich nichts gegen diese Entscheidung des BGH, ich begrüße sie eher.

Allerdings versucht der leibliche Vater durch die Beeinflussung seinen Sohn zukünftig ganz zu sich zu holen.

Daher meine Frage:
Welche Chancen hat er dies durchzusetzen?
Welche Möglichkeiten öffnen sich ihm durch die Gesetzesänderung des BGH?
Gibt es eine Rechtsschutzversicherung die ein Gerichtsverfahren abdecken würde falls es zukünftig zu größeren Streitigkeiten kommen sollte?

Besten dank im voraus für ihre Hilfe!

René Neubauer
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Familienrecht
Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

In der Sache nehme ich Stellung wie folgt:

Aussschlaggebend für die Entscheidung über das Sorgerecht, auch nach der Entscheidung des BGH ist allein das Kindeswohl.

Der Kindsvater kann natürlich die gemeinsame oder alleinige elterliche Sorge beantragen. Jedoch wird beim Antrag der elterlichen Sorge auf den Kindsvater allein durch das Familiengericht zu untersuchen sein, ob das Zusichholen zum Kindsvater für das Kindeswohl von Vorteil ist.

Dabei ist zu beachten, dass zwischen Kind und Kindsmutter eine langjährige Bindung besteht, das Kind bei der Kindsmutter aufgewachsen ist und dort seine gewohnte Umgebung und seine sozialen Kontakte hat. All dies spricht gegen die Übertragung des alleinigen Sorgerechts auf den Vater.

Dazu muss kommen, dass sich der Kindsvater ebenso intensiv um das Kind kümmern kann wie Ihre Freundin

All dies spricht gegen eine Übertragung der alleinigen elterlichen Sorge.

Hinsichtlich der Beeinflussung ist zu sagen, dass das Kind zwar angehört werden wird und die Anhörung auch Einfluss auf die richterliche Entscheidung haben wird, jedoch in der Regel wird der Kindeswille erst ab dem 12. Lebensjahr allein ausschlaggebend für die Entscheidung des Familiengerichts sein.

Eine Rechtsschutzversicherung die Sorgerechtsstreitigkeiten übernimmt, ist faktisch nicht existent.


Ich hoffe Ihnen mit meinen Ausführungen einen ersten Überblick verschafft zu haben und bitte meine Antwort zu akzeptieren.

Sie akzeptieren in dem Sie auf das grüne Feld "Akzeptieren" klicken.



Falls Sie Rückfragen haben stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung. Ich bin auch gerne bereit, Ihnen in anderen Angelegenheiten zur Seite zu stehen.

Beachten Sie bitte, dass das Hinzufügen oder Weglassen von Informationen zu einer völlig anderen Beurteilung des Sachverhalts führen kann. Die Frage wurde beantwortet unter der Maßgabe, dass Sie die AGB (Allgemeinen Geschäftsbedingungen) gelesen haben und bereit sind, meine Antwort nach den gesetzlichen Vorgaben zu akzeptieren.

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt und Fachanwalt für Familienrecht
Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

Ich hoffe Ihnen mit meinen Ausführungen weitergeholfen zu haben. Soweit Sie keine weiteren Nachfragen haben, bitte ich höflich meine Antwort zu akzeptieren indem Sie auf das grüne Feld "Akzeptieren" klicken.

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt
Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrte Ratsuchende,

bitte teilen Sie mir mit, was einer Akzeptierung entgegensteht.

Mit freundlichen Grüßen


Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt