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Tobias Rösemeier
Tobias Rösemeier, Rechtsanwalt
Kategorie: Familienrecht
Zufriedene Kunden: 16816
Erfahrung:  selbständiger Rechtsanwalt
37896974
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Tobias Rösemeier ist jetzt online.

Macht es eigentlich Sinn einen Vater der keinen Unterhalt f r

Kundenfrage

Macht es eigentlich Sinn einen Vater der keinen Unterhalt für seine beiden Kinder zahlt auf Unterhalt zu verklagen auch wenn er arbeitslos ist?
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Familienrecht
Experte:  Tobias Rösemeier hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrte Fragestellerin,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich gerne wie folgt beantworte:

Auch wenn der Kindesvater arbeitslos ist, trifft ihn eine gesteigerte Erwerbsobliegenheit, was bedeutet, dass er alles nachweislich unternehmen muss, um den Mindestunterhalt der Kinder zu bezahlen. Hierzu müssen nach höchstrichtelricher Rechtsprechung mindestens 30 Bewerbungen monatlich für Stellen im gesamten Bundesgebiet nachgewiesen werden. Kann dies der Unterhaltspflichtige nicht, so wird er fiktiv so gestellt, als würde er einer Erwerbstätigkeit nachgehen. Anhand des von ihm möglich zu erzielenden Einkommens wird dann seine Unterhaltsverpflichtung berechnet und festgesetzt.

Richtig ist, dass der Unterhaltstitel wohl nicht gleich auch eine Zahlung mit sich bringen wird, aber es existiert dann ein Unterhaltstitel und die sich daraus ergebenden Zahlungsansprüche laufen auf und können auch noch später gegenüber dem Unterhaltsverpflichteten in Form der Vollstreckung geltend gemacht werden. Dies können sogar die Kinder selbst noch nach Eintritt des 18. Lebensjahres.

Für das Unterhaltverfahren selbst können und müssen Sie einen Anwalt beauftragen, weil hier Anwaltszwang herrscht, aber es besteht die Möglichkeit für das Verfahren Verfahrenskostenhilfe zu beantragen, so dass die Anwalts- und Gerichtskosten durch die Staatskasse übernommen werden.

Auch wenn Sie durch einen Unterhaltsantrag wahrscheinlich nicht sofort Zahlungen erlangen, so können Sie sich diese über das Verfahren wenigstens für die Zukunft sichern.

Zahlt der Unterhaltsverpflichtete trotz entsprechender Festsetzung durch das Familiengericht nicht, können Sie auch weiterhin noch Unterhaltsvorschuss in Anspruch nehmen, soweit die Anspruchsdauer noch nicht erschöpft ist.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen eine erste rechtliche Orientierung verschaffen. Sollte etwas unklar geblieben sein, fragen Sie bitte nach.

Abschließend darf ich Sie um Akzeptanz meiner Antwort entsprechend den AGB´s des Seitenbetreibers bitten. Eine kostenlose Rechtsberatung ist in Deutschland nicht zulässig.

Mit freundlichen Grüßen
Experte:  Tobias Rösemeier hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrte Fragestellerin,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich gerne wie folgt beantworte:

Auch wenn der Kindesvater arbeitslos ist, trifft ihn eine gesteigerte Erwerbsobliegenheit, was bedeutet, dass er alles nachweislich unternehmen muss, um den Mindestunterhalt der Kinder zu bezahlen. Hierzu müssen nach höchstrichtelricher Rechtsprechung mindestens 30 Bewerbungen monatlich für Stellen im gesamten Bundesgebiet nachgewiesen werden. Kann dies der Unterhaltspflichtige nicht, so wird er fiktiv so gestellt, als würde er einer Erwerbstätigkeit nachgehen. Anhand des von ihm möglich zu erzielenden Einkommens wird dann seine Unterhaltsverpflichtung berechnet und festgesetzt.

Richtig ist, dass der Unterhaltstitel wohl nicht gleich auch eine Zahlung mit sich bringen wird, aber es existiert dann ein Unterhaltstitel und die sich daraus ergebenden Zahlungsansprüche laufen auf und können auch noch später gegenüber dem Unterhaltsverpflichteten in Form der Vollstreckung geltend gemacht werden. Dies können sogar die Kinder selbst noch nach Eintritt des 18. Lebensjahres.

Für das Unterhaltverfahren selbst können und müssen Sie einen Anwalt beauftragen, weil hier Anwaltszwang herrscht, aber es besteht die Möglichkeit für das Verfahren Verfahrenskostenhilfe zu beantragen, so dass die Anwalts- und Gerichtskosten durch die Staatskasse übernommen werden.

Auch wenn Sie durch einen Unterhaltsantrag wahrscheinlich nicht sofort Zahlungen erlangen, so können Sie sich diese über das Verfahren wenigstens für die Zukunft sichern.

Zahlt der Unterhaltsverpflichtete trotz entsprechender Festsetzung durch das Familiengericht nicht, können Sie auch weiterhin noch Unterhaltsvorschuss in Anspruch nehmen, soweit die Anspruchsdauer noch nicht erschöpft ist.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen eine erste rechtliche Orientierung verschaffen. Sollte etwas unklar geblieben sein, fragen Sie bitte nach.

Abschließend darf ich Sie um Akzeptanz meiner Antwort entsprechend den AGB´s des Seitenbetreibers bitten. Eine kostenlose Rechtsberatung ist in Deutschland nicht zulässig.

Mit freundlichen Grüßen
Experte:  Tobias Rösemeier hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrte Fragestellerin,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich gerne wie folgt beantworte:

Auch wenn der Kindesvater arbeitslos ist, trifft ihn eine gesteigerte Erwerbsobliegenheit, was bedeutet, dass er alles nachweislich unternehmen muss, um den Mindestunterhalt der Kinder zu bezahlen. Hierzu müssen nach höchstrichtelricher Rechtsprechung mindestens 30 Bewerbungen monatlich für Stellen im gesamten Bundesgebiet nachgewiesen werden. Kann dies der Unterhaltspflichtige nicht, so wird er fiktiv so gestellt, als würde er einer Erwerbstätigkeit nachgehen. Anhand des von ihm möglich zu erzielenden Einkommens wird dann seine Unterhaltsverpflichtung berechnet und festgesetzt.

Richtig ist, dass der Unterhaltstitel wohl nicht gleich auch eine Zahlung mit sich bringen wird, aber es existiert dann ein Unterhaltstitel und die sich daraus ergebenden Zahlungsansprüche laufen auf und können auch noch später gegenüber dem Unterhaltsverpflichteten in Form der Vollstreckung geltend gemacht werden. Dies können sogar die Kinder selbst noch nach Eintritt des 18. Lebensjahres.

Für das Unterhaltverfahren selbst können und müssen Sie einen Anwalt beauftragen, weil hier Anwaltszwang herrscht, aber es besteht die Möglichkeit für das Verfahren Verfahrenskostenhilfe zu beantragen, so dass die Anwalts- und Gerichtskosten durch die Staatskasse übernommen werden.

Auch wenn Sie durch einen Unterhaltsantrag wahrscheinlich nicht sofort Zahlungen erlangen, so können Sie sich diese über das Verfahren wenigstens für die Zukunft sichern.

Zahlt der Unterhaltsverpflichtete trotz entsprechender Festsetzung durch das Familiengericht nicht, können Sie auch weiterhin noch Unterhaltsvorschuss in Anspruch nehmen, soweit die Anspruchsdauer noch nicht erschöpft ist.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen eine erste rechtliche Orientierung verschaffen. Sollte etwas unklar geblieben sein, fragen Sie bitte nach.

Abschließend darf ich Sie um Akzeptanz meiner Antwort entsprechend den AGB´s des Seitenbetreibers bitten. Eine kostenlose Rechtsberatung ist in Deutschland nicht zulässig.

Mit freundlichen Grüßen

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