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Tobias Rösemeier
Tobias Rösemeier, Rechtsanwalt
Kategorie: Familienrecht
Zufriedene Kunden: 16816
Erfahrung:  selbständiger Rechtsanwalt
37896974
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Tobias Rösemeier ist jetzt online.

hallo. ich m chte mich nach 30 jahren ehe scheiden lassen.

Kundenfrage

hallo. ich möchte mich nach 30 jahren ehe scheiden lassen. während dieser zeit habe ich 2 kinder bekommen und habe nicht mehr gearbeitet.vor etwa 24 jahren haben wir das elternhaus von meinem mann und ackerland geerbt.ein großteil wurde jetzt für 138.000 euro verkauft.auf dem haus haben wir noch eine hypo. von ca. 20.000 euro. dann sind noch steuern von ca.25.000 euro zu zahlen.jetzt meine frage was steht mir bei der scheidung zu .mit gruß petra h
Gepostet: vor 7 Jahren.
Kategorie: Familienrecht
Experte:  Tobias Rösemeier hat geantwortet vor 7 Jahren.

Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich gerne unter Berücksichtigung des von Ihnen geschilderten Sachverhaltes wie folgt beantworte:

Während der Ehe haben in der Regel beide Eheleute oder zumindest einer von ihnen Vermögen hinzugewonnen. Mit anderen Worten: sie sind am Ende der Ehe reicher als am Anfang. Dabei kann es sich z.B. um Grundstücke, Wertpapiere, Bankguthaben, Versicherungen, Luxusgüter oder auch einen eigenen Gewerbebetrieb handeln. Der Vermögenszuwachs eines oder beider Ehegatten kann auch darauf beruhen, dass während der Ehe Schulden abgezahlt wurden.

Das Gesetz geht davon aus, dass grundsätzlich beide Eheleute je zur Hälfte an dem Vermögenszuwachs während der Ehe teilhaben sollen. Wenn z.B. Ehefrau und Ehemann beide zusammengerechnet während der Ehe um 200.000,- Euro reicher geworden sind, so steht jedem von ihnen die Hälfte davon zu, also jedem 100.000,- Euro.

Aus diesem Grund ist im Zusammenhang mit der Scheidung regeläßig ein Vermögensausgleich durchzuführen. Das Gesetz nennt dies den "Zugewinnausgleich". Dieser Zugewinnausgleich muss zunächst einmal von den Eheleuten selbst untereinander durchgeführt werden. Das Familiengericht kümmert sich nicht darum, solange nicht einer der Eheleute einen entsprechenden Antrag beim Gericht stellt.

Der Zugewinnausgleich besteht nun kurz gesagt darin, dass derjenige Ehegatte, der während der Ehe mehr Vermögen hinzuerworben hat, die Hälfte der Differenz zum Vermögenszuwachs des anderen Ehegatten an diesen auszugleichen hat. Hat also z.B. der Ehemann während der Ehe ein Vermögen von 300.000,- Euro neu hinzu erworben, die Ehefrau nur ein solches von 150.000,- Euro, so muss der Ehemann die Hälfte der Differenz, also 75.000,- Euro ausgleichen.

Der Ausgleichsanspruch ist ein Anspruch auf eine bestimmte Geldsumme. Es kann nicht verlangt werden, dass bestimmte Vermögensgegenstände übertragen werden. Hat also z.B. die Ehefrau während der Ehe weniger Vermögen hinzuerworben als ihr Mann, so kann sie von ihm nur verlangen, dass er ihr einen bestimmen Betrag auszhalt. Sie kann aber nicht verlangen, dass der Mann ihr einen Teil des Aktienpakets oder des Hauses überlässt. Natürlich können die Eheleute untereinander etwas anderes vereinbaren.

 

Für die Berechnung des Zugewinnausgleichs ist eine Vermögenssaldierung erforderlich. Es muss also alles vorhandene Vermögen in die Berechnung mit einbezogen werden. Darum ist es nicht möglich, isoliert nur einzelne Vermögensgegenstände "auszugleichen".

Neben dem Zugewinnsausgleich stünde Ihnen wohl noch Ehegattenunterhalt zu.

In welcher Höhe und wie lange richtet sich vornehmlich nach dem Einkommen Ihres Mannes und dannach, ob Sie in Anbetracht der langen Ehezeit und Ihrer beruflichen Vorbildung in der Lage sind, eine eigene Erwerbstätigkeit aufzunehmen.

Ich würde Ihnen gern anraten wollen, sich wegen der Folgen von Trennung und Scheidung in anwaltliche Beratung zu begeben, damit anhand der konkrete Umstände eine Prüfung stattfinden kann und Ihre Rechte gesichert und ggf. Ansprüche geltend gemacht werden können.



Ich hoffe, ich konnte Ihnen eine erste rechtliche Orientierung verschaffen und bitte meine Antwort zu akzeptieren.

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Bei Rückfragen stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.


Beachten Sie bitte, dass das Hinzufügen oder Weglassen von Informationen zu einem völlig anderen rechtlichen Ergebnis führen kann. Die Frage wurde beantwortet unter der Maßgabe, dass Sie die AGB (Allgemeinen Geschäftsbedingungen) gelesen haben und bereit sind, meine Antwort nach den gesetzlichen Vorgaben zu akzeptieren.

Mit freundlichen Grüßen

Experte:  Tobias Rösemeier hat geantwortet vor 7 Jahren.
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Experte:  Tobias Rösemeier hat geantwortet vor 7 Jahren.

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Experte:  Tobias Rösemeier hat geantwortet vor 7 Jahren.

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