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Tobias Rösemeier
Tobias Rösemeier, Rechtsanwalt
Kategorie: Familienrecht
Zufriedene Kunden: 16816
Erfahrung:  selbständiger Rechtsanwalt
37896974
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Tobias Rösemeier ist jetzt online.

Guten Abend Ich habe folgende Frage nachdem mein damaliger

Kundenfrage

Guten Abend: Ich habe folgende Frage:
nachdem mein damaliger Ehemann vor drei Jahren auszog, habe ich für unsre beiden Kinder (jetzt 6 und 10 Jahre alt) und mich ein Reihenhaus gekauft. Er war damit einverstanden, da er es gut fand, wenn die Kinder ein zu Hause haben. Im gleichen Monat unseres Umzugs ist er (mit neuer Lebensgefährtin und ihrer Mutter) ebenfalls hier in die Nachbarschaft gezogen. Jetzt strebt er immer wieder ein hälftiges Betreuungsmodell an und betont, dass er mit der bestehenden Betreuungsregelung unzufrieden sei. Diese gestaltet sich wie folgt: Donnerstags sind die Kinder nach der Schule bis Freitag morgens bei ihm, sowie jede zweite Woche von Freitag bis Montag. Ich bin sehr darauf bedacht, dass sie einen intensiven Kontakt zu dem Vater haben, halte aber aus verschiedenen Gründen sehr wenig von einer hälftigen Betreuung. Nicht zuletzt bringt es sehr viel Unruhe in das Lebend der Kinder. Außerdem konnte ich über sämztliche Aspekte der hälftigen Betreuung, wie zum Beispiel die Möglichkeit der Finazierung des Wohnraums kein Gespräch mit ihm führen . Sein Standpunkt ist, wenn ich es mir nicht leisten kann, müssen beide Kinder eben ganz bei ihm wohnen. Die Kinder sind mit der bestehenden Regelung den Umständen entsprechend zufrieden. Der 10 jährige Junge wünscht sich, dass nur noch die WE festgelegt sind und er ansonsten den Umgang selbst gestalten kann. wobei er es vorzieht, hier zu übernachten.
Nun untergräbt der Kindsvater die Umgangsregelung immer wieder, z.B. holt er beide Kinder morgen zum Mittagessen ab, obwohl sie Freitags nach der Schule bei mir sind. Seine Begründung ist, dass wir beide das Sorgerecht haben und er sich nicht an die Vereinbarungen halten bräuchte. Welche Chancen und Risiken hat eine gerichtlich verfügte Umgangsregelung für uns?
Mit freundlichen Grüßen
J Leschig
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Familienrecht
Experte:  Tobias Rösemeier hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrte Fragestellerin,

gern beantworte ich Ihre Frage unter Berücksichtigung Ihrer Sachverhaltsschilderung:

Grundsätzlich ist ein möglichts großzügiges Umgangrecht für die Kinder durchaus wünschenswert, allerdings sollte schon klar sein, wo diese Ihren Lebensmittelpunkt haben.

Das sogenannte Wechselmodell ist aus meiner persönlichen Sicht nicht wirklich erstrebenswert, bringt es in der Tat sehr viel Unruhe und verlangt eine große psychische Stabilität der Kinder.

Entscheidend ist, dass Sie das Aufenthaltsbestimmungsrecht innehaben.

Da es auch eine Vereinbarung zum Umgang gibt, liegt der Kindesvater in seiner Annahme falsch, dass er daran nicht gebunden sei. Dies ist er sehr wohl.

Sie sollten zur Vermeidung etwaiger Versuche, die bisherige Regelungen zu unterminieren, mit entsprechender Konsequenz begegnen und Umgangsausweitungen widersprechen, was nicht heißt, in Einzelfällen abweichen zu können.

Die Chance einer gerichtlichen Umgangsregelung besteht sicherlich darin, dass dann eine verbindliche Regelung besteht, an die beide Elternteile gebunden sind.

Das Risiko besteht derzeit darin, dass Ihr Mann offensichtlich durch Ausweitung des Umgangs bis hin zur hälftigen Teilung der Betreuung, sich wohl unterhaltsrechtlich Vorteile zu verschaffen versucht. Mit dem Kindeswohl scheint das so recht nicht vereinbar zu sein.

Abschließend rate ich Ihnen an, dringend Grenzen zu ziehen.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen eine erste rechtliche Orientierung verschaffen und bitte meine Antwort zu akzeptieren.

Sie akzeptieren in dem Sie auf das grüne Feld "Akzeptieren" klicken.


Bei Rückfragen stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.


Beachten Sie bitte, dass das Hinzufügen oder Weglassen von Informationen zu einem völlig anderen rechtlichen Ergebnis führen kann. Die Frage wurde beantwortet unter der Maßgabe, dass Sie die AGB (Allgemeinen Geschäftsbedingungen) gelesen haben und bereit sind, meine Antwort nach den gesetzlichen Vorgaben zu akzeptieren.

Mit freundlichen Grüßen



Verändert von Tobias Rösemeier am 11.11.2010 um 21:15 Uhr EST
Tobias Rösemeier und weitere Experten für Familienrecht sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.
I(ch habe aber leider nicht das Aufenthaltsbestimmungsrecht, sondern das gemeinsame Sorgerecht besteht weiterhin. Es ist lediglich der Zusatz in der Scheidungsvereinbarung, dass die Kinder ihren Hauptaufenthalt bei mir haben. Und was heißt einer Ausweitung widersprechen, melde ich das beim Jugendamt ?
t
Experte:  Tobias Rösemeier hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrte Fragestellerin,

der Zusatz in der Scheidungsvereinbarung kommt der Aufenthaltsbestimmung schon sehr nahe.Unahängig davon ist auch hieran Ihr Mann gebunden.

Unter den gegebenen Umständen kann es durchaus sinnvoll sein, die vermittelnde Hilfe des Jugendamtes in Anspruch zu nehmen.

Sollten Sie sich der Eindruck verstärken, dass Ihr Mann den Lebensmittelpunkt der Kinder in Frage stellt kann es in der Tat sinnvoll sein, ein Aufenthaltsbestimmungsverfahren zu führen, damit hier eine Klarheit geschaffen wird. In diesem Zusammenhang würde das Gericht regelmäßig zugleich eine verbindliche Umgangsregelung zwischen den Parteien herbeiführen.

Falls Sie sich der Sache allein nicht so ganz gewachsen fühlen, sollten Sie die Hilfe eines Fachanwaltes für Familienrecht in Anspruch nehmen.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen weiterhelfen.

Mit freundlichen Grüßen
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.
VIELEN DANK!!!!
Experte:  Tobias Rösemeier hat geantwortet vor 6 Jahren.
Keine Ursache. ich wünsche Ihnen alles Gute.