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Tobias Rösemeier
Tobias Rösemeier, Rechtsanwalt
Kategorie: Familienrecht
Zufriedene Kunden: 16816
Erfahrung:  selbständiger Rechtsanwalt
37896974
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Tobias Rösemeier ist jetzt online.

Hallo, meine Frau hat die Scheidung eingereicht.wir wohnen

Kundenfrage

Hallo, meine Frau hat die Scheidung eingereicht.wir wohnen ab dem 1.08.´10 zusammen,sind seit dem 19.08´10 verheiratet.wir bauen grad ein 1familien Haus für uns wo der Rohbau grad fertig ist.sie kommt aus dortmund und ich aus Siegen,sie ist zu mir gezogen,möchte jetzt wieder zurück.wir haben 1 gemeinsamen 9mon. Sohn und ihren 1 geborenen aus der vorbeziehung. wieviel müsste ich unterhalt für sie und meinem Sohn zahlen bei meinem nettoverdienst bei 1.700 eur in der 3 Steuerklasse, und hätte ich die chance das haus zu behalten ?mon kreditbeiträge um die 750,00eur. meine Frau möchte das Haus sowieso nicht in anspruch lehnen,sie würde beim notar auch die verzichterklärung unterschreiben. welche positiven Chancen habe ich überhaupt.
Kann man die Ehe noch Anulieren lassen?

mit freundlichem Gruß Jakob
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Familienrecht
Experte:  Tobias Rösemeier hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geerhter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich gerne unter Berücksichtigung des von Ihnen geschilderten Sachverhaltes wie folgt beantworte.

Für die Annulierung einer Ehe kann ich aus Ihrer Sachverhaltsschilderung keine Gründe ersehen. Alleine die Kürze der Ehe ist kein Grund für eine Annulierung. Eine Annulierung der Ehe kommt z.B. nur bei Heiratsschwindel etc. in Betracht.

Auch bei einer sehr kurzen Ehe wäre daher ein Scheidungsverfahren nach Ablauf des Trennungsjahres durchzuführen. Allerdings muss bei so kurzen Ehen den rentenrechtliche Versorgungsausgleich nicht durchgeführt werden.

Für Ihr Kind hätten Sie aufgrund Ihres Einkommens entsprechend der Einkommensgruppe II der Düsseldorfer Tabelle monatlichen Kindesunterhalt in Höhe von 241 € zu bezahlen. Hierbei wurde das hälftige Kindergeld bereits abgezogen.

Ich weise darauf hin, dass Sie, wenn Ihre Ehefrau die räumliche Trennung in diesem Jahr noch vollzieht, Sie im kommenden Jahr dann nicht mehr die Steuerklasse III in Anspruch nehmen können, sondern wieder die Steuerklasse 4, die zu einem erheblichen Einkommensverlust führt.

Da mir das Einkommen Ihrer Ehefrau nicht bekannt ist, kann ich den Unerhaltsanspruch nur sehr überschlägig berechnen. Da Sie gegenüber Ihrer Ehefrau einen Selbstbehalt von 1.000 € haben und der Kindesunterhalt vorrangig ist, dürfte ein Unterhaltsanspruch für Ihre Ehefrau in Höhe von ca. 200 € verbleiben. dies allerdings bei Inanspruchnahme der Steuerklasse III und einem tatsächlichen Einkommen in Höhe von 1.700 €.

Ob Sie unter diesen Voraussetzungen finanziell in der Lage bleiben werden, den Kredit für das Haus weiterhin alleine zu tragen, vermag ich nicht beurteilen zu können. Wenn Ihre Ehefrau hierauf keine Ansprüche erheben will, so müsste im Rahmen einer Scheidungsfolgenvereinbarung die Eigentumsverhältnisse an der Immobilie zu regeln.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen eine erste rechtliche Orientierung verschaffen, sollte etwas unklar geblieben sein, fragen Sie bitte noch einmal nach.

Bitte vergessen Sie nicht meine Antwort zu akzeptieren, da eine kostenlose Rechtsberatung in Deutschland nicht zulässig ist. Sie akzeptieren, in dem Sie auf das grüne Feld "akzeptieren" klicken. Vielen Dank!

Mit freundlichen Grüßen
Tobias Rösemeier und weitere Experten für Familienrecht sind bereit, Ihnen zu helfen.
Experte:  Tobias Rösemeier hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Ehefrau trifft aufgrund des Alters des gemeinsamen Kindes noch keine Pflicht zur Aufnahme einer Arbeitsstelle, so dass Einkommen aus einer Arbeit im Falle einer gerichtlichen Entscheidung aller Voraussicht nach nicht angerechnet werden würde. Was Sie intern vereinbaren, steht auf einem anderen Blatt. Der Trennungsunterhalt Ihrer Ehefrau richtet sich dann nach dem Einkommen Ihrer Ehefrau.

Vereinfacht stellt sich die Berechnung wie folgt dar:

Einkommen eines jeden Ehegatten abzgl. 5 % berufsbedingte Aufwendungen, dann bei Ihnen noch den Kindesunterhalt abziehen. Bei jedem Einkommen dann 1/7 Erwerbstätigenbonus in Abzug bringen. Beide bereinigten Einkommen addieren und die Hälfte hiervon ist der Bedarf. Von dem Bedarf dann das Einkommen der Frau in Abzug bringen, ergibt den Unterhaltsanspruch. Bei Ihnen ist dann der Selbstbehalt von 1000 € im Auge zu behalten.

Am besten Sie fragen dann noch mal nach, wenn Sie wissen, was Ihre Ehefrau verdienen wird.

Mit freundlichen Grüßen

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