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RASchiessl
RASchiessl, Rechtsanwalt
Kategorie: Familienrecht
Zufriedene Kunden: 26455
Erfahrung:  Fachanwalt für Familienrecht über 16 Jahre Berufserfahrung
32916861
Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Familienrecht hier ein
RASchiessl ist jetzt online.

Guten Tag, leider steht bei mir nun wohl bald die Scheidung

Kundenfrage

Guten Tag,

leider steht bei mir nun wohl bald die Scheidung von meiner Frau an.
Ich möchte gern eine erste ganz grobe (!) finanzielle Orientierung, was mich erwartet.
Als Freiberufler/Unternehmer verdiene ich rund 150.000,- netto p.a.
Meine Kinder, die bei meiner Frau bleiben werden sind 15, 12 und 3 Jahre alt.
Meine Frau ist nicht berufstätig. Wieviel Unterhalt werde ich an sie zahlen müssen.
Ich habe Barvermögen von ca. 100.000,-. Meine Frau hatte während unsere Ehe eine Erbschaft von ca. 130.000,- und Barvermögen (als Geldanlage) von ca. 30.000,-
Was passiert damit?
MFG
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Familienrecht
Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

In der Sache nehme ich Stellung wie folgt:

Für Ihre Frau und Ihrer 3 Kinder sind Sie unterhaltspflichtig.

Bei einem Nettoeinkommen von monatlich 12.500 EUR ergibt sich folgender Unterhalt:

Namen der nur Unterhaltspflichtigen
-----------------------------------
Mann
Namen der (auch) unterhaltsberechtigten Partner
-----------------------------------------------
Frau
Namen des Kindes/der Kinder
---------------------------
1
2
3

Unterhaltsberechtigt
====================
Frau
----
1 ist ein Kind von Frau
2 ist ein Kind von Frau
3 ist ein Kind von Frau
Einkommen von Frau . . . . . . . . . . 0,00 Euro

Unterhaltspflichtig
===================
Mann
----
1 ist ein Kind von Mann
2 ist ein Kind von Mann
3 ist ein Kind von Mann
Verpflichtung gegenüber Frau
----------------------------
Datum der Eheschließung . . . . . . . 1995
Der Unterhaltsanspruch beruht auf § 1361 BGB.
Einkommen von Mann
------------------
Einkommen von Mann . . . . . . . . 12.500,00 Euro
abzüglich pauschaler berufsbedingter Aufwendungen
. . . . . . . . . . . . . . -625,00 Euro
------------------
unterhaltsrechtliches Einkommen . . . 11.875,00 Euro

Kinder
======
1
-
Alter von 1 . . . . . . . . . . . . 3 Jahre
1 lebt bei Frau
Frau erfüllt die Unterhaltspflicht durch Pflege und Erziehung.
Frau erhält das Kindergeld von 184,00 Euro

2
-
Alter von 2 . . . . . . . . . . . . 12 Jahre
2 lebt bei Frau
Frau erfüllt die Unterhaltspflicht durch Pflege und Erziehung.
Frau erhält das Kindergeld von 184,00 Euro

3
-
Alter von 3 . . . . . . . . . . . . 15 Jahre
3 lebt bei Frau
Frau erfüllt die Unterhaltspflicht durch Pflege und Erziehung.
Frau erhält das Kindergeld von 190,00 Euro

Unterhaltspflichten
===================

Unterhaltspflichten von Mann
----------------------------
aus dem Einkommen von Mann in Höhe von
. . . . . . . . 11.875,00 Euro
ergibt sich
Kindesunterhalt nach der Düsseldorfer Tabelle, Stand 10
Gruppe 10: 4701-5100, BKB: 1800, Abschlag/Zuschlag -2 > Gruppe 8: 3901-4300, BKB: 1600

gegenüber 1
-----------
Tabellenunterhalt DT 8/1 457,00 Euro
abzüglich Kindergeld . . . -92,00 Euro
------------------
365,00 Euro

gegenüber 2
-----------
Tabellenunterhalt DT 8/3 614,00 Euro
abzüglich Kindergeld . . . -92,00 Euro
------------------
522,00 Euro

gegenüber 3
-----------
Tabellenunterhalt DT 8/3 614,00 Euro
abzüglich Kindergeld . . . -95,00 Euro
------------------
519,00 Euro
------------------
insgesamt . . . . . . . . . . . . 1.406,00 Euro

Unterhaltspflichten von Frau
----------------------------

gegenüber 1
-----------
Frau erfüllt die Unterhaltspflicht durch Pflege und Erziehung.

gegenüber 2
-----------
Frau erfüllt die Unterhaltspflicht durch Pflege und Erziehung.

gegenüber 3
-----------
Frau erfüllt die Unterhaltspflicht durch Pflege und Erziehung.

Gatten/Partnerunterhalt
=======================
Frau betreut ein Kind von Mann
und ist im Rang gem. § 1609 Nr.2 BGB berechtigt.
Unterhaltsansprüche gegen Mann
------------------------------
Berechnung des Bedarfs nach Additionsmethode
--------------------------------------------
Einkommen von Mann . . . . . . . . 11.875,00 Euro
abzüglich Kindesunterhalt 365 + 522 + 519 -1.406,00 Euro
------------------
bleibt . . . . . . . . . . . . 10.469,00 Euro
abzüglich Erwerbsbonus - 10469 * 10% = -1.047,00 Euro
------------------
Gesamtbedarf . . . . . . . . . . . 9.422,00 Euro
Einzelbedarf 9422 / 2 = . . . . . . . 4.711,00 Euro
Unterhalt von Frau
------------------
Unterhalt . . . . . . . . . . . . 4.711,00 Euro

Prüfung der Leistungsfähigkeit
==============================

Mann
----
Mann bleibt 11875 - 365 - 522 - 519 - 4711 = 5.758,00 Euro
Das unterschreitet nicht den eheangemessenen Selbstbehalt von
. . . . . . . . . . . . . . 1.000,00 Euro

Verteilungsergebnis
===================
Mann . . . . . . . . . . . . . 5.758,00 Euro
Frau . . . . . . . . . . . . . 4.990,00 Euro
davon Kindergeld . . . 279,00 Euro
1 . . . . . . . . . . . . . . 457,00 Euro
davon Kindergeld . . . 92,00 Euro
2 . . . . . . . . . . . . . . 614,00 Euro
davon Kindergeld . . . 92,00 Euro
3 . . . . . . . . . . . . . . 614,00 Euro
davon Kindergeld . . . 95,00 Euro
------------------
insgesamt . . . . . . . . . . . 12.433,00 Euro

Zahlungspflichten
=================
Mann zahlt an
-------------
Frau . . . . . . . . . . . . . 4.711,00 Euro
1 . . . . . . . . . . . . . . 365,00 Euro
2 . . . . . . . . . . . . . . 522,00 Euro
3 . . . . . . . . . . . . . . 519,00 Euro
------------------
6.117,00 Euro

Hinsichtlich des Vermögens findet ein Zugewinnausgleichsanspruch statt, wenn die von Ihnen genannten Summen während der Ehe hinzuerworben wurden. Die Erbschaft Ihrer Frau nimmt am Zugewinn nicht teil, sie wird dem sogenannten Anfangsvermögen zugerechnet. Ausgehend davon, dass Sie die Vermögenswerte während der Ehe erworben haben und bei Rechtshänigkeit des Scheidungsantrages noch vorhanden ist, müssen Sie an Ihre Frau 50.000 EUR zahlen, Ihre Frau an Sie 15.000 EUR, so dass eine Zahlung zugunsten Ihrer Frau in Höhe von 35.000 EUR zu veranlassen ist.


Ich hoffe Ihnen mit meinen Ausführungen einen ersten Überblick verschafft zu haben und bitte meine Antwort zu akzeptieren. Sie akzeptieren in dem Sie auf das grüne Feld "Akzeptieren" klicken.

Beachten Sie bitte, dass das Hinzufügen oder Weglassen von Informationen zu einer völlig anderen Beurteilung des Sachverhalts führen kann. Die Frage wurde beantwortet unter der Maßgabe, dass Sie die AGB (Allgemeinen Geschäftsbedingungen) gelesen haben und bereit sind, meine Antwort nach den gesetzlichen Vorgaben zu akzeptieren und angemessen zu vergüten. Beachten Sie bitte, dass eine kostenlose Rechtsberatung in der Bundesrepublik Deutschland nicht gestattet ist.

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt und Fachanwalt für Familienrecht


RASchiessl und weitere Experten für Familienrecht sind bereit, Ihnen zu helfen.
Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

wurde Ihre Frage beantwortet, wenn ja, so bitte ich Sie meine Antwort zu akzeptieren.

Mit freundlichen Grüßen


Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.
Hallo Herr Schiessl,

vielen Dank XXXXX XXXXX für diese Antwort.

Wir haben zwei Häuser und eine Wohnung. Ich gehe davon aus, das sowohl das bestehende Eigentum (ein Haus ist bezahlt) als auch die Kredite für das 2. Haus und die Wohnung "halbiert" werden?
Für das eine Haus ist das Eigenkapital lediglich aus meinen Ersparnissen finanziert worden, die zum größeren Teil vor der Ehe angespart wurden. Was ist mit diesem Teil?
Wie würden sich meine Unterhaltsverpflichtungen an meine Frau verändern, wenn sich meine Gewinne aus meiner selbständigen Arbeit im nächsten Jahr verändern würden?
MfG
Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

In der Sache nehme ich Stellung wie folgt:

Die beiden Häuser und die Wohnung werden ebenso in den Zugewinn eingestellt werden wie das Barvermögen. Die noch vorhandenen Kredite vermindern dabei als Schulden das Endvermögen und somit den Zugewinn. Wenn Sie ein Haus mit Eigenkapital bezahlt haben, welches Sie schon vor der Ehe hatten, so wird diese Eigenkapital in das sogenannte Anfangsvermögen (Zugewinn ist Endvermögen minus Anfangsvermögen) eingestellt und mindert daher Ihren Zugewinn.

Die Einkünfte aus selbstständiger Tätigkeit unterliegen regelmäßig gewissen Schwankungen. Um diese Schwankungen im Unterhalt zu berücksichtigen wird bei der Einkommensbestimmung grundsätzlich das Einkommen der letzten drei Jahre herangezogen. Damit will die Rechtsprechung zusätzlich auch verhindern, dass der Selbstständige sein Einkommen im Trennungsjahr künstlich nach unten korrigiert.


Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt und Fachanwalt für Familienrecht

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